"Förderverein Nicolai in foro"
Dienstag, 09. April 2013, 13:45 Uhr
Im vergangenen Monat gründete sich der "Förderverein Nicolai in foro". Vereine sind für eine Stadt sehr wichtig, weil ein Großteil des bürgerlichen Engagements über sie organisiert werden kann. Jetzt kommt ein neuer hinzu...
Viele Menschen betätigen sich ehrenamtlich in ihnen, um zu helfen, kulturelle Projekte zu realisieren. "Die hinter dem Rathaus entstehende Kulturbibliothek ist für Nordhausen eine Jahrhundertinvestition. Damit ist nun auch die letzte kriegsbedingte Brache im Stadtzentrum einer zukunftsweisenden Architektur gewichen. So gilt es schon jetzt, dem Gebäude Leben einzuhauchen", lässt der Verein verkünden.
In diesem Sinn wollen die Mitglieder des Fördervereines dazu beitragen, dass die geistigen Traditionen des historischen Standortes in das moderne Konzept des kulturellen Stadtlebens einfließen können. Das Haus soll ein "Haus für die Menschen" werden, so betonte es die Vorsitzende des neu gegründeten Vereins, Hildegard Seidel.
Es ist immer der lebendige Geist der Menschen, welcher unterhält, bildet und verbindet. Das Gebäude hinter dem Rathaus soll deswegen zu einem kulturellen Bildungszentrum, zu einem Forum in der Stadtmitte, entwickelt werden. Darum auch der Name "Nicolai Forum" für das Gebäude, während der Verein in Anlehnung an die Historie des Ortes sich den Namen "Förderverein Nicolai in foro" gab.
Die Idee für ein Haus, in dem die Kultur eine Heimstatt finden kann, wurde schon 1996 geboren, ist über die Jahre gewachsen und sieht mittlerweile ihrer materiellen Vollendung entgegen. In Zeiten knapper Kassen sterben kleine Bibliotheken überall in der Republik. Will man sie dennoch erhalten, braucht es moderner Konzepte, wie man künftig mit der Literatur und den modernen Medien leben möchte. Nordhausen ist eine traditionsreiche Stadt.
Mit der Himmelgartenbibliothek besitzt sie eine bibliophile Kostbarkeit allerersten Ranges, was letztlich für das Land Thüringen den Ausschlag gab, die Finanzierung des Objektes zu ermöglichen. Der Neubau erlaubt nun endlich die Heimkehr der Himmelgartenbibliothek in ihre angestammte Heimat. Nicht nur die Schönheit der alten Bücher soll künftig im Mittelpunkt ihrer neuen Präsentation stehen, sondern vor allem ihr Inhalt soll in diesem Haus der Forschung zur Verfügung gestellt werden. Neben der Himmelgartenbibliothek wird auch Nordhausens Historische Bibliothek dort der Bevölkerung zugänglich gemacht.
Die Stadtbibliothek "Rudolf Hagelstange" erhält mit der Kinderbibliothek in den neuen Räumen eine moderne Bleibe. Für Parkmöglichkeiten sorgt eine eigene Parkgarage.
Der Charakter eines Forums wird dem künftigen Besucher sofort einleuchten, wenn er die großzügig gestaltete Treppenanlage emporschreitet, wenn er über die Freifläche wandelt und wenn ihn dann schließlich im Foyer des Gebäudes die Atmosphäre eines Marktplatzes umfängt, die zur Begegnung mit anderen Menschen einlädt. Zeitungen, Bücher und ein Literatur-Café sollen menschliche Begegnungen geistiger Art ermöglichen. Faszinierend ist das Innere des Hauses konzipiert.
Durch die gläserne Fassadengestaltung öffnet der Raum dem Auge weite Blicke und spiegelt damit auch den inneren Horizont wider, der durch das geschriebene Wort weit wird. Alles ist offen, kein Gedanke an Fausts enges Studierstübchen. Das ganze Haus ist überdies behindertengerecht konzipiert, damit es wirklich jedem offen steht. Die Räume bieten auch Familien zahlreiche Möglichkeiten des generationsübergreifenden, gemeinsamen Erlebens.
Es gibt Seminarräume und in den größeren Ratssälen werden die Stadtverordneten künftig ihre Sitzungen abhalten können. Desweiteren stehen diese Räumlichkeiten auch bereit für diverse Veranstaltungen von Musik über Literatur bis hin z.B. zu Abiturfeiern etc.
Der Verein hat sich zum Ziel gesetzt, das Projekt mit dem Arbeitstitel "Kulturbibliothek mit Ratssälen" - als Nicolai Forum finanziell, materiell und ideell zu unterstützen. Es sollen Initiativen, Aktionen und Projekte unterstützt werden, die das gesamte Haus oder einzelne Bereiche - wie die Himmelgartenbibliothek, die Stadtbibliothek "Rudolf Hagelstange", das Café sowie das kulturelle Veranstaltungsangebot in allen möglichen Räumen - betreffen. Wir wollen Kulturangebote machen und das Literaturinteresse vertiefen, indem wir das Lesen fördern.
Mit Frau Seidel haben wir uns eine kompetente und engagierte Bibliotheksfachfau und Buchhändlerin zur Vereinsvorsitzenden gewählt, so dass wir unsere Ziele zuversichtlich, mutig und ideenreich angehen können. Wir, das sind die Gründungsmitglieder: Hildegard Seidel, Carla König, Kerstin Thomas, Dietrich Rose, Heidelore Kneffel, Ulrike Heise, Barbara Rinke, Gabriele Lipski und Karin Kisker.
Ein sehr lesenswerter Beitrag zum Thema "Geschichtsbewältigung durch einen Neubau" ist im "Nordhäuser Journal" zu lesen Markus Veit plädiert darin für einen öffentlich sichtbaren Hinweis auf die ehemals zwischen Rathaus und Nicolaikirche verlaufende "Krämergasse" - Ein Nicolaiforum "In den Krämern". Er hält das deswegen für eine sinnvolle Idee, weil auch die Architekten mit dem Neubau dem ehemaligen Verlauf der historischen Bausubstanz gefolgt sind.
Autor: redViele Menschen betätigen sich ehrenamtlich in ihnen, um zu helfen, kulturelle Projekte zu realisieren. "Die hinter dem Rathaus entstehende Kulturbibliothek ist für Nordhausen eine Jahrhundertinvestition. Damit ist nun auch die letzte kriegsbedingte Brache im Stadtzentrum einer zukunftsweisenden Architektur gewichen. So gilt es schon jetzt, dem Gebäude Leben einzuhauchen", lässt der Verein verkünden.
In diesem Sinn wollen die Mitglieder des Fördervereines dazu beitragen, dass die geistigen Traditionen des historischen Standortes in das moderne Konzept des kulturellen Stadtlebens einfließen können. Das Haus soll ein "Haus für die Menschen" werden, so betonte es die Vorsitzende des neu gegründeten Vereins, Hildegard Seidel.
Es ist immer der lebendige Geist der Menschen, welcher unterhält, bildet und verbindet. Das Gebäude hinter dem Rathaus soll deswegen zu einem kulturellen Bildungszentrum, zu einem Forum in der Stadtmitte, entwickelt werden. Darum auch der Name "Nicolai Forum" für das Gebäude, während der Verein in Anlehnung an die Historie des Ortes sich den Namen "Förderverein Nicolai in foro" gab.
Die Idee für ein Haus, in dem die Kultur eine Heimstatt finden kann, wurde schon 1996 geboren, ist über die Jahre gewachsen und sieht mittlerweile ihrer materiellen Vollendung entgegen. In Zeiten knapper Kassen sterben kleine Bibliotheken überall in der Republik. Will man sie dennoch erhalten, braucht es moderner Konzepte, wie man künftig mit der Literatur und den modernen Medien leben möchte. Nordhausen ist eine traditionsreiche Stadt.
Mit der Himmelgartenbibliothek besitzt sie eine bibliophile Kostbarkeit allerersten Ranges, was letztlich für das Land Thüringen den Ausschlag gab, die Finanzierung des Objektes zu ermöglichen. Der Neubau erlaubt nun endlich die Heimkehr der Himmelgartenbibliothek in ihre angestammte Heimat. Nicht nur die Schönheit der alten Bücher soll künftig im Mittelpunkt ihrer neuen Präsentation stehen, sondern vor allem ihr Inhalt soll in diesem Haus der Forschung zur Verfügung gestellt werden. Neben der Himmelgartenbibliothek wird auch Nordhausens Historische Bibliothek dort der Bevölkerung zugänglich gemacht.
Die Stadtbibliothek "Rudolf Hagelstange" erhält mit der Kinderbibliothek in den neuen Räumen eine moderne Bleibe. Für Parkmöglichkeiten sorgt eine eigene Parkgarage.
Der Charakter eines Forums wird dem künftigen Besucher sofort einleuchten, wenn er die großzügig gestaltete Treppenanlage emporschreitet, wenn er über die Freifläche wandelt und wenn ihn dann schließlich im Foyer des Gebäudes die Atmosphäre eines Marktplatzes umfängt, die zur Begegnung mit anderen Menschen einlädt. Zeitungen, Bücher und ein Literatur-Café sollen menschliche Begegnungen geistiger Art ermöglichen. Faszinierend ist das Innere des Hauses konzipiert.
Durch die gläserne Fassadengestaltung öffnet der Raum dem Auge weite Blicke und spiegelt damit auch den inneren Horizont wider, der durch das geschriebene Wort weit wird. Alles ist offen, kein Gedanke an Fausts enges Studierstübchen. Das ganze Haus ist überdies behindertengerecht konzipiert, damit es wirklich jedem offen steht. Die Räume bieten auch Familien zahlreiche Möglichkeiten des generationsübergreifenden, gemeinsamen Erlebens.
Es gibt Seminarräume und in den größeren Ratssälen werden die Stadtverordneten künftig ihre Sitzungen abhalten können. Desweiteren stehen diese Räumlichkeiten auch bereit für diverse Veranstaltungen von Musik über Literatur bis hin z.B. zu Abiturfeiern etc.
Der Verein hat sich zum Ziel gesetzt, das Projekt mit dem Arbeitstitel "Kulturbibliothek mit Ratssälen" - als Nicolai Forum finanziell, materiell und ideell zu unterstützen. Es sollen Initiativen, Aktionen und Projekte unterstützt werden, die das gesamte Haus oder einzelne Bereiche - wie die Himmelgartenbibliothek, die Stadtbibliothek "Rudolf Hagelstange", das Café sowie das kulturelle Veranstaltungsangebot in allen möglichen Räumen - betreffen. Wir wollen Kulturangebote machen und das Literaturinteresse vertiefen, indem wir das Lesen fördern.
Mit Frau Seidel haben wir uns eine kompetente und engagierte Bibliotheksfachfau und Buchhändlerin zur Vereinsvorsitzenden gewählt, so dass wir unsere Ziele zuversichtlich, mutig und ideenreich angehen können. Wir, das sind die Gründungsmitglieder: Hildegard Seidel, Carla König, Kerstin Thomas, Dietrich Rose, Heidelore Kneffel, Ulrike Heise, Barbara Rinke, Gabriele Lipski und Karin Kisker.
Ein sehr lesenswerter Beitrag zum Thema "Geschichtsbewältigung durch einen Neubau" ist im "Nordhäuser Journal" zu lesen Markus Veit plädiert darin für einen öffentlich sichtbaren Hinweis auf die ehemals zwischen Rathaus und Nicolaikirche verlaufende "Krämergasse" - Ein Nicolaiforum "In den Krämern". Er hält das deswegen für eine sinnvolle Idee, weil auch die Architekten mit dem Neubau dem ehemaligen Verlauf der historischen Bausubstanz gefolgt sind.
