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Die 43. Auflage

Montag, 08. April 2013, 06:29 Uhr
Am letzten Aprilwochenende wird in Nordhausen die schon zur Tradition gewordene Roland-Rallye in und um Nordhausen ausgetragen. Was da auf die Zuschauer und Fahrer zukommt - dazu ein Vorbericht von Franc-Randy Telemann...


Der Straßenverkehr nimmt täglich zu, proportional auch die Zahl an Unfällen. Häufig hört man von beteiligten Jugendlichen, meist auch von überhöhter Geschwindigkeit. Die Technik gibt es ja auch her und die zahlreichen Fahrassistenzsysteme vermitteln dabei trügerische Sicherheit. Auch illegal durchgeführte Straßenrennen sorgten in den letzten Jahren für zahlreiche Unfälle, zum Teil mit Schwerverletzten und Toten, häufig unschuldig verwickelte.

Vielfältiger Motorsport (Foto: MSC) Vielfältiger Motorsport (Foto: MSC)

Wo sollen junge Menschen auch lernen, ein Fahrzeug sicher in allen Bereichen zu beherrschen? Wo soll man die Leistung seines Fahrzeuges gezielt und sicher ausnutzen?

All diese Fragen beschäftigten schon die Menschen, als der Nordhäuser Motorsportclub „MC Roland“ 1958 gegründet wurde. Man vermittelte Wissen über Technik, half sich gegenseitig und bot Möglichkeiten, geregelten und damit sicheren Motorsport zu betreiben. Zwischen 1977 und 1990 war der Club dem ehemaligen Fernmeldewerk unterstellt.

Den Verein gibt es heute noch. 1991 wurde er umbenannt in „Nordhäuser MSC“. Ein knappes Dutzend Mitglieder bemühen sich, die alte Tradition aufrecht zu erhalten. Auch sie möchten interessierten die Möglichkeit bieten, auf eine sichere Art sportlich mit ihren Fahrzeugen zu betätigen, ohne die Gefahr, wenn dies im öffentlichen Straßenverkehr geschieht.

Von den vielen Veranstaltungen, die vom MSC organisiert wurden, wie beispielsweise das Kyffhäuser Bergrennen, sind nur noch wenige geblieben. Ein paar Kartrennen, Slalom – und die Roland Rallye. Sie ist nicht nur die älteste Veranstaltung des Vereins, sondern auch die traditionellste. Seit 1965 wird sie in und um Nordhausen ausgetragen, ist somit fast so alt wie unser jährliches Rolandsfest. Dieses Jahr wird sie am 27. April zum 43. Mal stattfinden.

Die Rallye führt über sogenannte Verbindungsetappen, auf denen für die Rallye-Piloten ebenfalls alle Straßenverkehrsvorschriften gelten. Diese werden auch besonders peinlich eingehalten, da zum Beispiel ein Überschreiten der zulässigen Höchstgeschwindigkeit bestraft wird und bis zum Wertungsausschluss führen kann.

Auf den Sonderprüfungen wird die Rallye entschieden. Wer für die vorgegebene Strecke die wenigste Zeit benötigt, hat gewonnen. Gestartet wird einzeln um Gedränge und unnötige Unfälle zu vermeiden. Die bekannteste Wertungsprüfung ist der Rundkurs um das Nordhäuser Gehege, der unsere Heimatstadt bekannt gemacht hat, und Starter aus ganz Deutschland und teilweise auch aus dem Ausland anzieht.

Neben den Sicherheitseinrichtungen, die in den teilnehmenden Fahrzeugen vorgeschrieben sind, sind die Wertungsprüfungen selbstverständlich für jeglichen Verkehr gesperrt. Auch für Zuschauer gibt es Bereiche, die nicht betreten werden dürfen, damit sie bei einem etwaigen Unfall nicht gefährdet werden. Während der Prüfung darf die Strecke auch nicht betreten oder überquert werden. Sperrzonen werden mit Absperrband gekennzeichnet. Zudem befinden sich in regelmäßigen Abständen Streckenposten, die unwissende oder unvernünftige Zuschauer in die sicheren Bereiche bitten. Der Sport soll schließlich sicher sein, für alle Beteiligten.

Aber der Nordhäuser MSC braucht Hilfe. Eine solche Veranstaltung zu organisieren, hierbei alle Vorschriften und Auflagen zu erfüllen, bedarf nicht nur einer intensiven Vorbereitung, sondern auch vielen Helfern. Der gesamte MSC arbeitet ehrenamtlich, alles was für die Veranstaltung getan wird, passiert freiwillig, unentgeltlich und in der Freizeit.

Frei nach dem Motto „Gefahren wird sowieso - aber wenn, dann sollte es organisiert und sicher für alle beteiligten sein“ ist es nicht nur der Sinn diese Nordhäuser Tradition am Leben zu halten, sondern auch wie zur Gründung 1958 einen sicheren Wettbewerb zu veranstalten.

Wer den MSC in irgendeiner Form, z.B. als freiwilliger Helfer, als Streckenposten oder mit Geld- oder Sachspenden unterstützen möchte, meldet sich bitte bei Herrn Heinz Sievert, Telefon 0172/3464882 oder per E-Mail: sievertndh@t-online.de
Franc-Randy Telemann
Autor: red

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