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Wassermann freit Königstochter

Sonntag, 07. April 2013, 11:39 Uhr
Am 12. und 13. April lädt die Interessengemeinschaft Schloss Heringen in das Kulturdenkmal von nationaler Bedeutung ein, da an diesen Tagen die Schlossbibliothek Heringen der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wird. Dazu Anmerkungen von Heidelore Kneffel...


Das Heringer Schloss (Foto: Archiv Kneffel) Das Heringer Schloss (Foto: Archiv Kneffel) Der erste Tag, der um 9.30 Uhr beginnt, ist insbesondere den Kindern vorbehalten, denn diese vor allem sollen neugierig werden auf das Angebot in der Bibliothek. Am 2. Tag, dem der offenen Tür, wollen die Mitglieder des Fördervereins „Dichterstätte Sarah Kirsch“zu diesem Ereignis gratulieren, in dem sie im Galerieraum des Heringer Schlosses, der durch die während der Renovierung entdeckte Freskenmalerei der Renaissance sein besonderes Gepräge erhalten hat, mit einem Programm gratulieren. Am Samstag werden ab 14.30 Uhr Balladen aus mehreren Jahrhunderten vorgetragen. Die Ballade war ursprünglich ein von Tanzenden gesungenes Gedichtlied, das seine Wurzeln in den romanischen Ländern hat. In England wurde der Begriff Ballade im 18. Jahrhundert. auf Volkslieder übertragen, die ein dramatisches Ereignis erzählen.

Zur gleichen Zeit wurden in Deutschland die volkstümlich-traditionellen Balladen, wie sie in der Sammlung des „Knaben Wunderhorn“ erschienen oder von Gottfried Herder gesammelt wurden, vorbildlich für die Dichter Ludwig Hölty mit seiner Ballade „Adelstan und Röschen“ und Gottfried August Bürger mit seiner „Leonore“.

Bürger (Foto: Archiv Kneffel) Bürger (Foto: Archiv Kneffel) Zur Blüte brachten Friedrich Schiller und Johann Wolfgang Goethe diese Dichtform, denn sie entwickelten diese Kunstform entscheidend, wie es „Der „Handschuh“ und „Der Zauberlehrling“ beweisen. Seither versteht man darunter eine Dichtung, die lyrische, epische und dramatische Elemente verbindet. Diese Tradition wurde u. a. von Heinrich Heine, Annette von Droste-Hülshoff und Theodor Fontane im 19. Jahrhundert weiter geführt.

Von Bertolt Brecht und Wolf Biermann wurde sie mit der Rückbesinnung auf den volkstümlichen Bänkelgesang im 20. Jahrhundert fortgesetzt. Neben den genannten Dichter werden Balladen von Adelbert von Chamisso, Joseph von Eichendorff, Friedrich Rückert, Karl Simrock, Gustav Schwab und Friedrich Hebbel vorgetragen
Heidelore Kneffel
Autor: red

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