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Führung wird angeboten

Donnerstag, 04. April 2013, 10:04 Uhr
Wer noch nicht die Gelegenheit nutzte, sich über das Weltkulturerbe „Oberharzer Wasserwirtschaft“ in Wort und Bild zu informieren, der sollte dies heute tun. Am späten Nachmittag in Nordhausen...

Striegelhäuschen (Foto: privat) Striegelhäuschen (Foto: privat)
Ein Striegelhäuschen, mit dessen Hilfe der Wasserstand im Teich reguliert wurde

Um 17.00 Uhr führt die Wasserwirtschaftsingenieurin Elke Blanke im historischen Landratsamt Nordhausen durch die Fotoausstellung „Die Oberharzer Wasserwirtschaft – ein Weltkulturerbe vor unserer Haustür“. Gezeigt werden 30 großformatige Fotografien von den technischen Anlagen und Einrichtungen, zu denen zum Beispiel auch das Erzbergwerk Bad Grund, der Ottilie Schacht bei Clausthal und der 19-Lachter-Stollen in Wildemann gehören.

Eine besondere Rolle in diesem System der montanen Energieversorgung spielten die Wasserräder, die sowohl über als auch unter Tage ihre Arbeit verrichteten und deren Aufgabe darin bestand, das in die Schächte einsickernde Wasser und Lasten wie Erz und Haufwerk zu heben. Die im Oberharz heute noch als sog. „aktives Denkmal“ betriebenen 65 Teiche stellten mittels ihrer Speicherfunktion das Wasser zur Beaufschlagung der Räder auch in Trockenzeiten zur Verfügung.

Kraftübertragung (Foto: privat) Kraftübertragung (Foto: privat)
Das Foto zeigt das „Modell eines Kunstrades zur Kraftübertragung“, Standort: Clausthal

Ein komplexes System von Gräben und Wasserläufen durchzieht den gesamten Oberharz. An ihnen entlang führen die „Wasserwanderwege“. Die heutige Führung kann insofern als Ansporn dienen, das auch als Oberharzer Wasserregal bezeichnete Energieversorgungssystem für den Bergbau selbst zu erkunden.
Autor: red

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