Gibt es ein Bauernopfer?
Samstag, 06. März 2004, 15:58 Uhr
Nordhausen (nnz). Die Umwelt- und Naturschützer im Landkreis Nordhausen sehen erste Ansätze für einen Erfolg bei der Nachmeldung von FFH-Gebieten in der Rüdigsdorfer Schweiz. Doch es könnte nach Informationen der nnz vielleicht auch ein Bauernopfer geben...
Wir sehen jetzt endlich das die Proteste der Bevölkerung und der gute Zusammenhalt der ganzen Region die ersten Früchte tragen, so Klaus-Dieter Korb vom BUND Nordhausen. Sicherlich habe auch der letzte Protest, der zusammen mit Bündis90/Die Grünen vor dem IC BIC stattfand, Wirkung gezeigt. Wie die nnz vor einer Woche bereits mehrfach berichtete, hat sich Wirtschaftsminister Jürgen Reinholz stark für den Erhalt der Gipskarstlandschaft in der Rüdigsdorfer Schweiz eingesetzt.
Zweifel habe man beim BUND allerdings noch immer, daß es gelingt auch den Winkelberg als FFH-Gebiet der EU nachzumelden. Hier scheinen starke Kräfte innerhalb der Regierung zu agieren, die den Winkelberg der Industrie als Abbaufläche anbieten wollen. Es wäre für die touristische Entwicklung, gerade der Stadt Nordhausen und ihrem Umland geradezu dramatisch, wenn zwar alle Teile der Rüdigsdorfer Schweiz als FFH-Flächen ausgewiesen würden, aber der Winkelberg, der im schönsten Wandergebiet der Region liegt, quasi als Bauernopfer herhalten müsste.
Sollten hier die Bagger der Gipsindustrie anrollen, seien alle Anstrengungen umsonst gewesen, da allein dieser Tagebau dafür sorgen würde, das alle Möglichkeiten der Schaffung einer einzigartigen Touristenattraktion unmöglich wären. Ein verträgliches Nebeneinander von Rohstoffabbau und Tourismus sind in diesem Gebiet unmöglich. Der BUND reagiert damit auf Äußerungen von Innenminister Trautvetter, der bei seinem letzten Besuch im IC BIC keine Probleme darin sieht. Herr Trautvetter sollte sich hier besser informieren und sich Gipstagebaue in der Region ansehen und dann würde er wohl einsehen, das er seine Aussage sofort revidieren muß, so der BUND Kreisverband. Dank sagt der BUND vor allem Bündnis 90/Die Grünen, die in der vergangenen Zeit unermüdlich für den Erhalt gekämpft hätten. Verbale Bekenntnisse reichten eben nicht aus, sondern hier zählten vor allem Taten.
Der BUND Kreisverband bittet daher Ministerpräsident Althaus weiterhin die Belange des Umweltschutzes und damit der wirtschaftlichen, touristischen Entwicklung der Region wohlwollend zu begleiten und auch den für die Region äußerst wichtigen Winkelberg der EU als Schutzgebiet nachzumelden.
Autor: nnzWir sehen jetzt endlich das die Proteste der Bevölkerung und der gute Zusammenhalt der ganzen Region die ersten Früchte tragen, so Klaus-Dieter Korb vom BUND Nordhausen. Sicherlich habe auch der letzte Protest, der zusammen mit Bündis90/Die Grünen vor dem IC BIC stattfand, Wirkung gezeigt. Wie die nnz vor einer Woche bereits mehrfach berichtete, hat sich Wirtschaftsminister Jürgen Reinholz stark für den Erhalt der Gipskarstlandschaft in der Rüdigsdorfer Schweiz eingesetzt.
Zweifel habe man beim BUND allerdings noch immer, daß es gelingt auch den Winkelberg als FFH-Gebiet der EU nachzumelden. Hier scheinen starke Kräfte innerhalb der Regierung zu agieren, die den Winkelberg der Industrie als Abbaufläche anbieten wollen. Es wäre für die touristische Entwicklung, gerade der Stadt Nordhausen und ihrem Umland geradezu dramatisch, wenn zwar alle Teile der Rüdigsdorfer Schweiz als FFH-Flächen ausgewiesen würden, aber der Winkelberg, der im schönsten Wandergebiet der Region liegt, quasi als Bauernopfer herhalten müsste.
Sollten hier die Bagger der Gipsindustrie anrollen, seien alle Anstrengungen umsonst gewesen, da allein dieser Tagebau dafür sorgen würde, das alle Möglichkeiten der Schaffung einer einzigartigen Touristenattraktion unmöglich wären. Ein verträgliches Nebeneinander von Rohstoffabbau und Tourismus sind in diesem Gebiet unmöglich. Der BUND reagiert damit auf Äußerungen von Innenminister Trautvetter, der bei seinem letzten Besuch im IC BIC keine Probleme darin sieht. Herr Trautvetter sollte sich hier besser informieren und sich Gipstagebaue in der Region ansehen und dann würde er wohl einsehen, das er seine Aussage sofort revidieren muß, so der BUND Kreisverband. Dank sagt der BUND vor allem Bündnis 90/Die Grünen, die in der vergangenen Zeit unermüdlich für den Erhalt gekämpft hätten. Verbale Bekenntnisse reichten eben nicht aus, sondern hier zählten vor allem Taten.
Der BUND Kreisverband bittet daher Ministerpräsident Althaus weiterhin die Belange des Umweltschutzes und damit der wirtschaftlichen, touristischen Entwicklung der Region wohlwollend zu begleiten und auch den für die Region äußerst wichtigen Winkelberg der EU als Schutzgebiet nachzumelden.
