Stadt und Landkreis müssen „blechen“
Freitag, 05. März 2004, 14:22 Uhr
Nordhausen (nnz). Die Ausbildungsplatzabgabe ist in aller Munde. Doch nicht nur die Unternehmen müssen zahlen, auch die Verwaltungen. Da kommen im Landkreis Nordhausen einige Euronen zusammen. Die nnz mit einer Hochrechnung.
Die Industrie- und Handelkammer Erfurt hatte sich in der zurückliegenden Zeit bereits mehrfach gegen die Ausbildungsplatzabgabe stark gemacht. Jetzt will die IHK mit einem Aktionsprogramm gegen diese unternehmerfeindliche Abgabe eine Aktion starten. Doch auch die Kommunen müssen berappen, zum Beispiel die im Landkreis Nordhausen.
Nach Informationen der nnz müsste die Stadtverwaltung Nordhausen etwa 35.000 Euro bezahlen. Derzeit würden da lediglich 17 junge Menschen ausgebildet. Das entspriche einer Quote von 5,4 Prozent, gefordert werden künftig vermutlich sieben Prozent Ausbildungsquote. Noch härter trifft es jedoch die Kreisverwaltung. Da werden nach Angaben der IHK lediglich 10 Azubis auf das Berufsleben vorbereitet, macht eine Quote von 2,6 Prozent. Dafür seien nach den Berechnungen 119.000 Euro an den Bund abzuführen.
Und auch diejenigen, die mit am lautesten für die Abgabe wettern, die Gewerkschaften und der DGB, die zeigen hier kaum Vorbildwirkung. Verdi zum Beispiel beschäftigt etwa 5000 Menschen, aber nur 16 Lehrlinge - das ergibt eine Quote von 0,3 Prozent. Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) hat gerade einmal eine Ausbildungsquote von 1,4 Prozent. Die IG-Metall, größte Industriegewerkschaft der Welt, propagiert schon lange eine Ausbildungsplatzabgabe. Doch wenn die kommt, müsste auch sie kräftig zahlen. Sie hat eine Ausbildungsquote von gerade mal 0,6 Prozent. Konsequenz: Die Gewerkschaften und der DGB müssten tief in die eigene Kasse greifen, schließlich können sie jedoch auf Mitgliederbeiträge zurückgreifen.
Autor: nnzDie Industrie- und Handelkammer Erfurt hatte sich in der zurückliegenden Zeit bereits mehrfach gegen die Ausbildungsplatzabgabe stark gemacht. Jetzt will die IHK mit einem Aktionsprogramm gegen diese unternehmerfeindliche Abgabe eine Aktion starten. Doch auch die Kommunen müssen berappen, zum Beispiel die im Landkreis Nordhausen.
Nach Informationen der nnz müsste die Stadtverwaltung Nordhausen etwa 35.000 Euro bezahlen. Derzeit würden da lediglich 17 junge Menschen ausgebildet. Das entspriche einer Quote von 5,4 Prozent, gefordert werden künftig vermutlich sieben Prozent Ausbildungsquote. Noch härter trifft es jedoch die Kreisverwaltung. Da werden nach Angaben der IHK lediglich 10 Azubis auf das Berufsleben vorbereitet, macht eine Quote von 2,6 Prozent. Dafür seien nach den Berechnungen 119.000 Euro an den Bund abzuführen.
Und auch diejenigen, die mit am lautesten für die Abgabe wettern, die Gewerkschaften und der DGB, die zeigen hier kaum Vorbildwirkung. Verdi zum Beispiel beschäftigt etwa 5000 Menschen, aber nur 16 Lehrlinge - das ergibt eine Quote von 0,3 Prozent. Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) hat gerade einmal eine Ausbildungsquote von 1,4 Prozent. Die IG-Metall, größte Industriegewerkschaft der Welt, propagiert schon lange eine Ausbildungsplatzabgabe. Doch wenn die kommt, müsste auch sie kräftig zahlen. Sie hat eine Ausbildungsquote von gerade mal 0,6 Prozent. Konsequenz: Die Gewerkschaften und der DGB müssten tief in die eigene Kasse greifen, schließlich können sie jedoch auf Mitgliederbeiträge zurückgreifen.
