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Neuanfang für Bildungswesen

Donnerstag, 04. März 2004, 18:03 Uhr
Nordhausen (nnz). Als Lehrer durfte er die Sanierung seiner Schule noch nicht erleben, aber als Bürgermeister. Zehn Jahre hat Klaus Wahlbuhl an der Petersbergschule unterrichtet Jetzt wurde das Objekt komplett erneuert übergeben, allerdings noch nicht an die Schüler.

Petersbergschule von außen

In einer schönen neuen Schule lernt es sich gleich viel besser. Bis sich die modernen Räumlichkeiten auf den Lerneifer und die Noten niederschlagen können, muß aber Oktober werden. Für den Zeitraum der Landesgartenschau sind nämlich erstmal Ausstellungen und Veranstaltungen in dem Gebäude zu Gast.

Nach den Herbstferien ziehen dann die Schüler von der Frauenberg- in die Petersbergschule. 23 Klassenräume und vier Fachkabinette stehen ihnen zur Verfügung, außerdem ein Hauswirtschaftsraum und viele Freizeitmöglichkeiten im Kellerbereich. Schon jetzt freut sich der Schülerklub über die neuen Angebote. Der stellvertretende Schulsprecher versprach auch im Namen seiner rund 300 Mitschüler, daß man sich Mühe gebe alles so schön zu erhalten.

Schulleiterin Sabine Schröder zeigte sich begeistert von der Verbesserung der Lernbedingungen und der Arbeitsmöglichkeiten für die Lehrer. Das neue Gebäude wäre ein guter Anlaß eine neue Schulordnung zu verfassen und dem besonderen Profil der Ganztagsschule mehr Raum zu geben. Zur Zeit befände man sich in der Planung für die zahlreichen Vorhaben, so die Schulleiterin.

Eingeweiht Oberbürgermeisterin Barbara Rinke (SPD) bewunderte vor allem das neu geschaffene Atrium. Früher gab es an dieser Stelle einen nicht unbedingt attraktiven Innenhof. Zufrieden sei sie auch mit dem Finanzierungskonzept in Zusammenarbeit mit der SWG. Vom Land Thüringen habe es keine Fördermittel gegen. Alles konnte aus eigener Tasche bezahlt werden. Und die 2,4 Millionen Euro sind nicht wenig. Eigentlich war es geplant 3,06 Millionen Euro zu investieren. Trotz der geringeren Summe ist eine ausgesprochen moderne Schule entstanden, die in jedem Raum über Internetzugang verfügt.

Es ist die zweite große Sanierung nach 1945. Im zweiten Weltkrieg wurden einige Teile des Gebäudes zerstört und danach wieder aufgebaut. Im Februar 1952 begann der Schulbetrieb. Klar, daß sich das Gebäude bis Ende 2001 ziemlich abgenutzt hatte. Dann kam wegen der Landesgartenschau endlich der Sanierungsbeschluß. Die Planung begann im Frühjahr 2002, der Baubeginn war der 14.10. 2002. Fertiggestellt wurde die Schule im Februar 2004, wobei kleinere Restarbeiten immer noch zu erledigen sind. Für die regionale Wirtschaft wurde auch etwas getan, 76 Prozent aller Aufträge blieben im Landkreis Nordhausen, auch die anderen blieben in Thüringen.
Autor: wf

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