nnz-Forum: Nationale Front
Donnerstag, 04. März 2004, 12:00 Uhr
Nordhausen (nnz). Gestern war Sigmar Gabriel in Nordhausen und redete mit den Genossen der SPD zu Reformen und anderen sozialdemokratischen Werten. Dazu einige Anmerkungen eines nnz-Lesers.
Dass SPD-Gabriel Probleme mit dem Wort Genossen hat, kann ich sehr gut verstehen. Doch wenn er als Begründung die ehemalige DDR herhalten lässt, so ist das wenig glaubwürdig. Der Grund dürfte wohl eher darin liegen, dass die heutigen Sozial-Demokraten mit den sogenannten Reformen sämtliche Prinzipien ihrer Gründerväter weggeworfen haben. Sie werden nicht müde, die sozialen Schweinereien als zukunftsfördernd darzustellen. Doch das Wahlvolk lässt sich eben nicht so ohne weiteres für dumm verkaufen, wie man im Ergebnis der Hamburg-Wahl erfahren hat.
Schlimm ist nur, dass davon ausgerechnet die CDU zu profitieren scheint, die Partei also, der die sozialen Grausamkeiten noch nicht weit genug gehen. Eigentlich könnten doch SPD und CDU wunderbar koalieren, denn noch nie waren sie sich so einig wie heute. Und dann hätten wir auch wieder so was wie eine nationale Front. Ob es dann allerdings mit einem Wahlergebnis von 99,9 % klappen würde, daran hätte ich meine Zweifel...
Gerald Schütze, Nordhausen
Dass SPD-Gabriel Probleme mit dem Wort Genossen hat, kann ich sehr gut verstehen. Doch wenn er als Begründung die ehemalige DDR herhalten lässt, so ist das wenig glaubwürdig. Der Grund dürfte wohl eher darin liegen, dass die heutigen Sozial-Demokraten mit den sogenannten Reformen sämtliche Prinzipien ihrer Gründerväter weggeworfen haben. Sie werden nicht müde, die sozialen Schweinereien als zukunftsfördernd darzustellen. Doch das Wahlvolk lässt sich eben nicht so ohne weiteres für dumm verkaufen, wie man im Ergebnis der Hamburg-Wahl erfahren hat.
Schlimm ist nur, dass davon ausgerechnet die CDU zu profitieren scheint, die Partei also, der die sozialen Grausamkeiten noch nicht weit genug gehen. Eigentlich könnten doch SPD und CDU wunderbar koalieren, denn noch nie waren sie sich so einig wie heute. Und dann hätten wir auch wieder so was wie eine nationale Front. Ob es dann allerdings mit einem Wahlergebnis von 99,9 % klappen würde, daran hätte ich meine Zweifel...
Gerald Schütze, Nordhausen
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