Falsch informiert?
Mittwoch, 03. März 2004, 13:43 Uhr
Nordhausen (nnz). Es war in der vergangenen Woche im Nordhäuser Stadtrat. Da informierte die Ortsbürgermeisterin von Herreden, Sabine Jacobi, über Unzulänglichkeiten bei der Freiwilligen Feuerwehr. Die Mängelliste war lang – sie soll zum Teil aber auch falsch gewesen sein.
"Wir sind für den Einsatz der freiwilligen Feuerwehrleute in Nordhausen und den Ortsteilen sehr dankbar - und werden alles daran setzen, dass die Einsatzfähigkeit auf dem bisher vorhandenen guten Niveau gehalten werden kann", sagte Nordhausen Oberbürgermeisterin Barbara Rinke (SPD), nach dem sie gestern Nachmittag gemeinsam mit dem städtischen Bau- und Wirtschaftsdezernenten Dietrich Beyse (CDU) und Helmut Neblung - dem Leiter der Nordhäuser Berufsfeuerwehr - die Freiwilligen Feuerwehren in den Nordhäuser Ortsteilen Herreden und Hörningen besichtigt hatten.
"Angesichts der Hinweise, die von der Herreder Ortsbürgermeisterin zu den Bedingungen der Feuerwehr im Ortsteil kamen, waren wir doch positiv überrascht, dass die Heizungen, die schon seit Wochen bereit lagen, installiert sind und auch gut arbeiten. Wir haben uns auch gefreut zu sehen, dass in Herreden seit einigen Jahren ein modernes Mercedes-Kleinlöschfahrzeug auf dem letzten Stand der Technik im Einsatz ist, das erst rund 2600 Kilometer Laufleistung auf dem Tacho hat", sagte die Oberbürgermeisterin. Der Geräte- bzw. Fahrzeugraum sei in einem ordentlichen Zustand, und die Einsatzbekleidung sei auch in Ordnung. "Schimmel haben wir nicht gefunden", so die Oberbürgermeisterin.
Obwohl der Schulungsraum im Obergeschoss für kleinere Versammlung geeignet sei, seien die fehlenden Toiletten und Duschräume problematisch: "Auf dem kleinen Grundstück kann auch nichts mehr angebaut werden. Eine Lösung könnte allerdings die Mitnutzung des großzügigen Dorfgemeinschaftshauses sei. Dort sind ausreichend Toiletten vorhanden, Duschen könnten bei Bedarf nachgerüstet werden", so Frau Rinke. Auch in Hörningen habe man das Feuerwehr-Gebäude in sehr gutem Zustand vorgefunden, das dort vorhandene Löschfahrzeug sei einsatzbereit, was Ausstattung und Baujahr betreffe, allerdings nicht vergleichbar mit dem modernen Fahrzeug in Herreden bzw. bei den anderen Freiwilligen Feuerwehren. "Wir werden die Technik Schritt für Schritt modernisieren", sagte Frau Rinke.
Es gebe keinen Grund, die Einsatzbereitschaft und -fähigkeit der Nordhäuser Feuerwehren generell in Zweifel zu ziehen - das sei auch gegenüber den Kameraden unfair, die mit viel Engagement ihren Dienst am Gemeinwesen leisteten, so die Oberbürgermeisterin abschließend.
Autor: nnz
"Wir sind für den Einsatz der freiwilligen Feuerwehrleute in Nordhausen und den Ortsteilen sehr dankbar - und werden alles daran setzen, dass die Einsatzfähigkeit auf dem bisher vorhandenen guten Niveau gehalten werden kann", sagte Nordhausen Oberbürgermeisterin Barbara Rinke (SPD), nach dem sie gestern Nachmittag gemeinsam mit dem städtischen Bau- und Wirtschaftsdezernenten Dietrich Beyse (CDU) und Helmut Neblung - dem Leiter der Nordhäuser Berufsfeuerwehr - die Freiwilligen Feuerwehren in den Nordhäuser Ortsteilen Herreden und Hörningen besichtigt hatten. "Angesichts der Hinweise, die von der Herreder Ortsbürgermeisterin zu den Bedingungen der Feuerwehr im Ortsteil kamen, waren wir doch positiv überrascht, dass die Heizungen, die schon seit Wochen bereit lagen, installiert sind und auch gut arbeiten. Wir haben uns auch gefreut zu sehen, dass in Herreden seit einigen Jahren ein modernes Mercedes-Kleinlöschfahrzeug auf dem letzten Stand der Technik im Einsatz ist, das erst rund 2600 Kilometer Laufleistung auf dem Tacho hat", sagte die Oberbürgermeisterin. Der Geräte- bzw. Fahrzeugraum sei in einem ordentlichen Zustand, und die Einsatzbekleidung sei auch in Ordnung. "Schimmel haben wir nicht gefunden", so die Oberbürgermeisterin.
Obwohl der Schulungsraum im Obergeschoss für kleinere Versammlung geeignet sei, seien die fehlenden Toiletten und Duschräume problematisch: "Auf dem kleinen Grundstück kann auch nichts mehr angebaut werden. Eine Lösung könnte allerdings die Mitnutzung des großzügigen Dorfgemeinschaftshauses sei. Dort sind ausreichend Toiletten vorhanden, Duschen könnten bei Bedarf nachgerüstet werden", so Frau Rinke. Auch in Hörningen habe man das Feuerwehr-Gebäude in sehr gutem Zustand vorgefunden, das dort vorhandene Löschfahrzeug sei einsatzbereit, was Ausstattung und Baujahr betreffe, allerdings nicht vergleichbar mit dem modernen Fahrzeug in Herreden bzw. bei den anderen Freiwilligen Feuerwehren. "Wir werden die Technik Schritt für Schritt modernisieren", sagte Frau Rinke.
Es gebe keinen Grund, die Einsatzbereitschaft und -fähigkeit der Nordhäuser Feuerwehren generell in Zweifel zu ziehen - das sei auch gegenüber den Kameraden unfair, die mit viel Engagement ihren Dienst am Gemeinwesen leisteten, so die Oberbürgermeisterin abschließend.
