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Gute Arbeit

Mittwoch, 03. März 2004, 12:47 Uhr
Nordhausen (nnz). Die Nordhäuser Polizeidirektion stellte heute ihre Kriminalitätsstatistik vor. Die sieht nicht schlecht aus. Die nnz hat sich vor allem die Zahlen für den Landkreis Nordhausen angesehen.


Karl, Lierhammer, Soszynski (von links)

Im vergangenen Jahr wurden im Landkreis Nordhausen exakt 4.300 Straftaten aufgenommen und bearbeitet. Diese Zahl bedeutet einen Rückgang von 375 im Vergleich zum Jahr 2002. Von den 4.300 Straftaten konnten im vergangenen Jahr 2.633 aufgeklärt werden, das entspricht einer Quote von 61,2 Prozent. Den größten Rückgang gab es bei den Diebstählen (15 % auf 1.953) und bei Körperverletzungen (16 % auf 433). Diesem durchaus positiven Trend gegenüber steht die Zunahme von Rauschgiftdelikten und Sachbeschädigungen. Bei der Drogenkriminalität ist jedoch positiv anzumerken, dass es hier eine Aufklärungsquote von 97,7 Prozent gab.

Landkreisübergreifend konnte durch den Chef der Polizeidirektion Nordhausen, Günther Lierhammer, festgestellt werden, dass „seine“ Behörde die höchste Aufklärungsquote aller Direktionen im Freistaat aufweisen konnte. Das macht die Beamten natürlich stolz, zeigt aber auch, dass in Nordhausen neue Wege gegangen werden. So wurde eine Ermittlungsgruppe ins Leben gerufen, die sich konzentriert mit Diebstählen aus Autos beschäftigte. Hier konnte ein Rückgang von 179 Fällen gegenüber 2002 verzeichnet werden.

Auch in diesem Jahr soll die polizeiliche Bekämpfung der Drogenkriminalität einen Schwerpunkt darstellen. Zwar sind unter den 1.074 als Tatverdächtige ermittelten Personen alle Altergruppen vertreten, doch gab es auch 16 Tatverdächtige im Alter zwischen 12 und 14 Jahren sowie 83 zwischen 14 und 16 Jahren. Im Zuge der Ermittlungen wurden durch die Beamten fast 6 Kilogramm Haschisch, 1,7 Kilogramm Amphetamine oder auch 110 Hanfpflanzen beschlagnahmt und vernichtet.

Seit einigen Monaten gibt es bei der Polizeidirektion auch eine Einheit, die gegen alle Facetten der Internet-Kriminalität vorgeht. „Hier verfügen wir über modernste Technik und fittes Personal“, meinte Lierhammer. Notwendig sei die Einheit, weil die Kriminalität, von Betrug bei Versteigerungen bis hin zur Kinderpornographie, ständig zunehme. Angestiegen seien im vergangenen Jahr auch die Wirtschaftskriminalität und die Umweltkriminalität. Zu letzterer gehört auch das „Entsorgen“ von alten Autos in der Umwelt.

Günther Lierhammer machte heute auch deutlich: „Dauerhafte Erfolge erfordern aber neben einer gut ausgebildeten Polizei und hoch motivierten Beamten vor allem die Bereitschaft der Bevölkerung, die Polizei bei ihrer Aufgabenerfüllung zu unterstützen.“ Eine derart couragierte Mitarbeit der Bürger wünschen sich die Beamten der Nordhäuser Polizeidirektion natürlich auch in den kommenden Monaten und Jahren.
Autor: nnz

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