Erfolgreiche Polizei
Dienstag, 02. März 2004, 14:17 Uhr
Nordhausen (nnz). Morgen wird die Polizeidirektion Nordhausen ihre Kriminalitätsstatistik für das Jahr 2003 vorstellen. Die Vorlage lieferte heute schon das Thüringer Innenministerium. Die nnz hat die wichtigsten Daten für Sie zusammengefasst.
Mit einer Aufklärungsquote von 60,8 Prozent erzielt die Thüringer Polizei in 2003 den höchsten Wert seit Bestehen des Freistaats. Damit baut das Land seine Spitzenposition unter den sichersten Ländern in Deutschland aus. Sicherheit ist eine unabdingbare Voraussetzung für die Lebensqualität der Bürgerinnen und Bürger und einer der wichtigsten Faktoren für den Wirtschaftsstandort Deutschland. Ich danke allen Beamtinnen und Beamten der Thüringer Polizei, die die erfreuliche Erfolgsbilanz möglich machten. Dieses Fazit zog Innenminister Andreas Trautvetter heute bei der Vorstellung der Polizeilichen Kriminalstatistik 2003 in der Thüringer Staatskanzlei.
Auch wenn sich die Gesamtzahl der in 2003 erfassten Fälle geringfügig um 665 Delikte verringert hat, warnte Trautvetter, 165 456 Fälle sind 165 456 Fälle zu viel. Wir dürfen uns mit dieser Zahl nicht zufrieden geben und müssen Kriminalität noch wirksamer bekämpfen als bisher. Deshalb bin ich u. a. für die Verbreiterung der Anwendungsmöglichkeiten der DNA-Analyse. Denn der Beweiswert des DNA-Materials liegt deutlich über dem aller traditionellen Identifikationsmethoden und ist deshalb so wichtig im erfolgreichen Kampf gegen Kriminalität. Viele europäische Länder sind uns da voraus.
Eine wirksamere Bekämpfung der Computer- und Internetkriminalität kündigte Trautvetter an. Vor dem Hintergrund des Anstiegs dieser Delikte um 11, 7 Prozent im vergangenen Jahr sagte Trautvetter: Das Internet ist weitgehend ein rechtsfreier Raum. Wir werden dafür einsetzen, die Kriminalität im Internet wirksamer zu bekämpfen. Dieses Ziel verfolgt auch die Konferenz der Innenminister und –senatoren der Länder (IMK), erklärte der Thüringer Innenminister.
Auch die Bekämpfung der politisch motivierten Kriminalität (PMK) zählte wie im vergangenen Jahr zu den vorrangigen Aufgaben der Thüringer Polizei. Im Jahr 2003 gelang es erneut, die Straftaten aus diesem Bereich zu senken. Insgesamt wurden 110 Delikte weniger als im Vorjahr registriert, die absolute Zahl liegt jetzt bei knapp 1.000 Straftaten. Rund 80 Prozent davon sind im so genannten rechten Spektrum angesiedelt. Mehr als die Hälfte dieser Straftaten wurden aufgeklärt. Schwerpunkt der rechtsextremistischen Straftaten sind nach wie vor Propagandadelikte mit rund 600 Fällen.
Ein Sechstel der Straftaten hatte fremdenfeindliche Hintergründe. Davon wurde über die Hälfte aufgeklärt. Von 50 antisemitischen Straftaten konnte knapp die Hälfte aufgeklärt werden.
Das Thüringer Innenministerium dokumentiert die wichtigsten Eckdaten der Polizeilichen Kriminalstatistik nachfolgend im Überblick:
Aufklärung
Von den 165.456 Fällen wurden 100.606 aufgeklärt. Die Aufklärungsquote übertraf mit 60,8 % das Niveau des Vorjahres und stellt seit der Einführung der PKS den höchsten Stand dar.
Häufigkeitszahl
Die Wahrscheinlichkeit, Opfer/Geschädigter einer Straftat zu werden, drückt sich in der Häufigkeitszahl (HZ) aus. Die Häufigkeitszahl ist die Zahl der bekannt gewordenen Fälle insgesamt oder innerhalb einer Deliktsart, berechnet auf 100.000 gemeldete Einwohner. Sie ist in Thüringen geringer als in den meisten anderen Ländern der Bundesrepublik. Wie in den Vorjahren liegt die Häufigkeitszahl von 6.917 deutlich unter dem Bundesdurchschnitt des Jahres 2002 (7.893).
Tatverdächtige
Die Anzahl der ermittelten Tatverdächtigen ist auf 68.923 (- 409) im Jahr 2003 gesunken. Davon waren 3.830 Kinder, 10.372 Jugendliche, 8.504 Heranwachsende und 46.217 Erwachsene (darunter 4.276 Senioren). Der Anteil männlicher Tatverdächtiger liegt bei 76,7 %. Der Anteil der Kinder (10,3 % der Wohnbevölkerung) an den Tatverdächtigen insgesamt sank auf 5,6 % (2002: 6,1 %) und der Anteil der Jugendlichen (5,5 % der Wohnbevölkerung) blieb mit 15,0 % auf dem Niveau des Vorjahres (2002: 15,2 %). Senioren stellen mit 6,2 % einen vergleichsweise geringen Anteil an der Gesamtzahl der Tatverdächtigen.
Opfer
Die Polizeiliche Kriminalstatistik erfasst unter Opfer eine natürliche Person, gegen die sich eine mit Strafe bedrohte, versuchte oder vollendete Handlung unmittelbar richtet. Geschädigte von Diebstählen, Betrugshandlungen oder Sachbeschädigungen können aus der PKS-Opfer-Tabelle nicht analysiert werden. 2003 ist ein Rückgang von 22.688 auf 22.190 Opfer (- 498 Opfer) zu verzeichnen. Besonders deutlich sank die Opferanzahl der Kinder (- 270 Opfer). Von den 22.190 erfassten Opfern sind 13.592 (61,3 %) männlichen und 8.598 (38,7%) weiblichen Geschlechts.
Schaden
Der durch Straftaten im Jahr 2003 verursachte Schaden beträgt 206 Millionen Euro. Davon entfallen 42 Millionen Euro auf Diebstahlshandlungen und 53 Millionen Euro auf Betrugsdelikte. Ein Schaden von 33,5 Millionen Euro wurde durch Brandstiftung und Sachbeschädigung ermittelt.
Kriminalitätsschwerpunkte
- Im Deliktsbereich Politisch motivierte Kriminalität (PMK) wurden insgesamt 952 Delikte registriert. Davon entfallen 774 Straftaten auf den Bereich PMK-Rechts. Das ist ein Rückgang von ca. 20 % gegenüber dem Vorjahr. 50,1 % dieser Delikte wurden aufgeklärt. Hauptanteil an der PMK-Rechts bilden mit einem Anteil von 78,9 % die so genannten Propagandadelikte.
- Delikte der Diebstahlskriminalität sind um - 4.797 Fälle (- 6,6 %) rückläufig. Die Aufklärungsquote erreicht mit 39,8 % annähernd das Niveau der Vorjahre.
- Die Straftaten Diebstahl von, in/aus und an Kfz zeigen mit 12.803 erfassten Fällen einen Rückgang um 7,9 % (13.903 Fälle im Jahr 2002).
- Diebstähle in/aus Wohnräumen sind mit 5.274 erfassten Fällen (2002 = 5.304 Fälle) um 0,5 % leicht rückläufig. Dabei sind niedrigere Fallzahlen beim Tageswohnungseinbruch mit 1.011 Fällen (2002 = 1.076 Fälle) und auch beim Diebstahl in/aus Wochenend- und Gartenhäusern mit 2.870 Fällen (2002 = 2.883 Fälle) festzustellen. Bei Diebstählen in/aus Wohnungen zur Nachtzeit/Tatzeit unbekannt erhöhte sich mit 288 erfassten Fällen (2002 = 281 Fälle) die Zahl dieser Delikte unwesentlich.
- Ladendiebstähle sind von 18.687 Fällen im Jahr 2002 auf 17.170 erfasste Fälle (- 8,1 %) im Jahr 2003 zurückgegangen.
- Die Straftaten der Gewaltkriminalität (2,7 % der Gesamtkriminalität) sind mit Fällen 4.617 (2002 = 4.651 Fälle) um 0,7 % gesunken. Bestimmt wird dieser Rückgang durch gesunkene Fallzahlen bei den Raubstraftaten. Im Jahr 2003 wurden mit 1.075 Delikten 5,3 % weniger Fälle erfasst als im Jahr 2002 (1.135 Fälle).
- Vergewaltigungen stiegen von 187 erfassten Fällen im Jahr 2002 um 6,4 % auf 199 Fälle im Jahr 2003 an.
- Die gefährlichen/schweren Körperverletzungen zeigen einen Anstieg um 28 Delikte von 3.234 Fällen im Jahr 2002 auf 3.262 Fälle im Jahr 2003.
- Im Deliktsbereich Körperverletzung insgesamt wurden 12.741 Fälle registriert, was etwa dem Fallaufkommen des Vorjahres (12.794) entspricht und wie im Jahr 2002 einen Anteil von 7,7 % der Gesamtkriminalität darstellt.
- Gleiches Niveau ist mit 8.759 Fällen auch im Deliktsbereich der vorsätzlichen einfachen Körperverletzung festzustellen. Im Jahr 2002 wurden hier insgesamt 8.748 Fälle bearbeitet. Der Anteil in der Straftatengruppe der Körperverletzung hat sich mit 68,7 % gegenüber dem Vorjahr (68,4 %) leicht erhöht.
- Straßenkriminalität sank um – 7,0 % auf 30.324 Fälle (2002: 32.602 Fälle). Bestimmt wird dieser Rückgang von niedrigeren Fallzahlen im Bereich des Diebstahls in/aus und von Kfz, dem Diebstahl von/aus Automaten und dem Taschendiebstahl.
- Die Rauschgiftkriminalität ist um 907 Fälle (+ 15,3 %) auf 6.845 Fälle erneut gestiegen. Damit setzt sich der steigende Trend der vergangenen Jahre fort.
- Vermögens- und Fälschungsdelikte mit 31.506 erfassten Fällen zeigen einen Anstieg von 20 % (2002: 26.246 Fälle). Dieser Anstieg ist maßgeblich auf eine erhöhte Anzahl von Betrugshandlungen mit rechtswidrig erlangten unbaren Zahlungsmitteln und von Leistungserschleichungen zurückzuführen.
- Bei dem Delikt Erschleichen von Leistungen wurden 6.102 Fälle erfasst. Damit ist seit dem Jahr 2002 (4.879 Fälle) ein Aufwärtstrend von 25 % zu erkennen. Ca. 90 Prozent der Delikte konzentrieren sich dabei auf die Polizeidirektionen Erfurt, Jena und Gera – die Großstädte mit besonders ausgebautem städtischem Nahverkehrsnetz (Straßenbahnen und Busse).
- Die Straftaten der Wirtschaftskriminalität sind mit 2.408 Fällen gegenüber dem Vorjahr (1.864 Fälle) um 29,2 % gestiegen. Die Aufklärung ist mit 98,8 % wie in den Vorjahren konstant.
Ebenfalls eine steigende Tendenz (+ 11,7 %) zeigen Fälle der Computerkriminalität. In diesem Deliktsbereich wurden für das Jahr 2003 1.203 Fälle erfasst, im Jahr 2002 waren es noch 1.077 erfasste Straftaten. Die Aufklärungsquote hält mit 59,9 % annähernd das Niveau der Vorjahre.
Autor: nnzMit einer Aufklärungsquote von 60,8 Prozent erzielt die Thüringer Polizei in 2003 den höchsten Wert seit Bestehen des Freistaats. Damit baut das Land seine Spitzenposition unter den sichersten Ländern in Deutschland aus. Sicherheit ist eine unabdingbare Voraussetzung für die Lebensqualität der Bürgerinnen und Bürger und einer der wichtigsten Faktoren für den Wirtschaftsstandort Deutschland. Ich danke allen Beamtinnen und Beamten der Thüringer Polizei, die die erfreuliche Erfolgsbilanz möglich machten. Dieses Fazit zog Innenminister Andreas Trautvetter heute bei der Vorstellung der Polizeilichen Kriminalstatistik 2003 in der Thüringer Staatskanzlei.
Auch wenn sich die Gesamtzahl der in 2003 erfassten Fälle geringfügig um 665 Delikte verringert hat, warnte Trautvetter, 165 456 Fälle sind 165 456 Fälle zu viel. Wir dürfen uns mit dieser Zahl nicht zufrieden geben und müssen Kriminalität noch wirksamer bekämpfen als bisher. Deshalb bin ich u. a. für die Verbreiterung der Anwendungsmöglichkeiten der DNA-Analyse. Denn der Beweiswert des DNA-Materials liegt deutlich über dem aller traditionellen Identifikationsmethoden und ist deshalb so wichtig im erfolgreichen Kampf gegen Kriminalität. Viele europäische Länder sind uns da voraus.
Eine wirksamere Bekämpfung der Computer- und Internetkriminalität kündigte Trautvetter an. Vor dem Hintergrund des Anstiegs dieser Delikte um 11, 7 Prozent im vergangenen Jahr sagte Trautvetter: Das Internet ist weitgehend ein rechtsfreier Raum. Wir werden dafür einsetzen, die Kriminalität im Internet wirksamer zu bekämpfen. Dieses Ziel verfolgt auch die Konferenz der Innenminister und –senatoren der Länder (IMK), erklärte der Thüringer Innenminister.
Auch die Bekämpfung der politisch motivierten Kriminalität (PMK) zählte wie im vergangenen Jahr zu den vorrangigen Aufgaben der Thüringer Polizei. Im Jahr 2003 gelang es erneut, die Straftaten aus diesem Bereich zu senken. Insgesamt wurden 110 Delikte weniger als im Vorjahr registriert, die absolute Zahl liegt jetzt bei knapp 1.000 Straftaten. Rund 80 Prozent davon sind im so genannten rechten Spektrum angesiedelt. Mehr als die Hälfte dieser Straftaten wurden aufgeklärt. Schwerpunkt der rechtsextremistischen Straftaten sind nach wie vor Propagandadelikte mit rund 600 Fällen.
Ein Sechstel der Straftaten hatte fremdenfeindliche Hintergründe. Davon wurde über die Hälfte aufgeklärt. Von 50 antisemitischen Straftaten konnte knapp die Hälfte aufgeklärt werden.
Das Thüringer Innenministerium dokumentiert die wichtigsten Eckdaten der Polizeilichen Kriminalstatistik nachfolgend im Überblick:
Aufklärung
Von den 165.456 Fällen wurden 100.606 aufgeklärt. Die Aufklärungsquote übertraf mit 60,8 % das Niveau des Vorjahres und stellt seit der Einführung der PKS den höchsten Stand dar.
Häufigkeitszahl
Die Wahrscheinlichkeit, Opfer/Geschädigter einer Straftat zu werden, drückt sich in der Häufigkeitszahl (HZ) aus. Die Häufigkeitszahl ist die Zahl der bekannt gewordenen Fälle insgesamt oder innerhalb einer Deliktsart, berechnet auf 100.000 gemeldete Einwohner. Sie ist in Thüringen geringer als in den meisten anderen Ländern der Bundesrepublik. Wie in den Vorjahren liegt die Häufigkeitszahl von 6.917 deutlich unter dem Bundesdurchschnitt des Jahres 2002 (7.893).
Tatverdächtige
Die Anzahl der ermittelten Tatverdächtigen ist auf 68.923 (- 409) im Jahr 2003 gesunken. Davon waren 3.830 Kinder, 10.372 Jugendliche, 8.504 Heranwachsende und 46.217 Erwachsene (darunter 4.276 Senioren). Der Anteil männlicher Tatverdächtiger liegt bei 76,7 %. Der Anteil der Kinder (10,3 % der Wohnbevölkerung) an den Tatverdächtigen insgesamt sank auf 5,6 % (2002: 6,1 %) und der Anteil der Jugendlichen (5,5 % der Wohnbevölkerung) blieb mit 15,0 % auf dem Niveau des Vorjahres (2002: 15,2 %). Senioren stellen mit 6,2 % einen vergleichsweise geringen Anteil an der Gesamtzahl der Tatverdächtigen.
Opfer
Die Polizeiliche Kriminalstatistik erfasst unter Opfer eine natürliche Person, gegen die sich eine mit Strafe bedrohte, versuchte oder vollendete Handlung unmittelbar richtet. Geschädigte von Diebstählen, Betrugshandlungen oder Sachbeschädigungen können aus der PKS-Opfer-Tabelle nicht analysiert werden. 2003 ist ein Rückgang von 22.688 auf 22.190 Opfer (- 498 Opfer) zu verzeichnen. Besonders deutlich sank die Opferanzahl der Kinder (- 270 Opfer). Von den 22.190 erfassten Opfern sind 13.592 (61,3 %) männlichen und 8.598 (38,7%) weiblichen Geschlechts.
Schaden
Der durch Straftaten im Jahr 2003 verursachte Schaden beträgt 206 Millionen Euro. Davon entfallen 42 Millionen Euro auf Diebstahlshandlungen und 53 Millionen Euro auf Betrugsdelikte. Ein Schaden von 33,5 Millionen Euro wurde durch Brandstiftung und Sachbeschädigung ermittelt.
Kriminalitätsschwerpunkte
- Im Deliktsbereich Politisch motivierte Kriminalität (PMK) wurden insgesamt 952 Delikte registriert. Davon entfallen 774 Straftaten auf den Bereich PMK-Rechts. Das ist ein Rückgang von ca. 20 % gegenüber dem Vorjahr. 50,1 % dieser Delikte wurden aufgeklärt. Hauptanteil an der PMK-Rechts bilden mit einem Anteil von 78,9 % die so genannten Propagandadelikte.
- Delikte der Diebstahlskriminalität sind um - 4.797 Fälle (- 6,6 %) rückläufig. Die Aufklärungsquote erreicht mit 39,8 % annähernd das Niveau der Vorjahre.
- Die Straftaten Diebstahl von, in/aus und an Kfz zeigen mit 12.803 erfassten Fällen einen Rückgang um 7,9 % (13.903 Fälle im Jahr 2002).
- Diebstähle in/aus Wohnräumen sind mit 5.274 erfassten Fällen (2002 = 5.304 Fälle) um 0,5 % leicht rückläufig. Dabei sind niedrigere Fallzahlen beim Tageswohnungseinbruch mit 1.011 Fällen (2002 = 1.076 Fälle) und auch beim Diebstahl in/aus Wochenend- und Gartenhäusern mit 2.870 Fällen (2002 = 2.883 Fälle) festzustellen. Bei Diebstählen in/aus Wohnungen zur Nachtzeit/Tatzeit unbekannt erhöhte sich mit 288 erfassten Fällen (2002 = 281 Fälle) die Zahl dieser Delikte unwesentlich.
- Ladendiebstähle sind von 18.687 Fällen im Jahr 2002 auf 17.170 erfasste Fälle (- 8,1 %) im Jahr 2003 zurückgegangen.
- Die Straftaten der Gewaltkriminalität (2,7 % der Gesamtkriminalität) sind mit Fällen 4.617 (2002 = 4.651 Fälle) um 0,7 % gesunken. Bestimmt wird dieser Rückgang durch gesunkene Fallzahlen bei den Raubstraftaten. Im Jahr 2003 wurden mit 1.075 Delikten 5,3 % weniger Fälle erfasst als im Jahr 2002 (1.135 Fälle).
- Vergewaltigungen stiegen von 187 erfassten Fällen im Jahr 2002 um 6,4 % auf 199 Fälle im Jahr 2003 an.
- Die gefährlichen/schweren Körperverletzungen zeigen einen Anstieg um 28 Delikte von 3.234 Fällen im Jahr 2002 auf 3.262 Fälle im Jahr 2003.
- Im Deliktsbereich Körperverletzung insgesamt wurden 12.741 Fälle registriert, was etwa dem Fallaufkommen des Vorjahres (12.794) entspricht und wie im Jahr 2002 einen Anteil von 7,7 % der Gesamtkriminalität darstellt.
- Gleiches Niveau ist mit 8.759 Fällen auch im Deliktsbereich der vorsätzlichen einfachen Körperverletzung festzustellen. Im Jahr 2002 wurden hier insgesamt 8.748 Fälle bearbeitet. Der Anteil in der Straftatengruppe der Körperverletzung hat sich mit 68,7 % gegenüber dem Vorjahr (68,4 %) leicht erhöht.
- Straßenkriminalität sank um – 7,0 % auf 30.324 Fälle (2002: 32.602 Fälle). Bestimmt wird dieser Rückgang von niedrigeren Fallzahlen im Bereich des Diebstahls in/aus und von Kfz, dem Diebstahl von/aus Automaten und dem Taschendiebstahl.
- Die Rauschgiftkriminalität ist um 907 Fälle (+ 15,3 %) auf 6.845 Fälle erneut gestiegen. Damit setzt sich der steigende Trend der vergangenen Jahre fort.
- Vermögens- und Fälschungsdelikte mit 31.506 erfassten Fällen zeigen einen Anstieg von 20 % (2002: 26.246 Fälle). Dieser Anstieg ist maßgeblich auf eine erhöhte Anzahl von Betrugshandlungen mit rechtswidrig erlangten unbaren Zahlungsmitteln und von Leistungserschleichungen zurückzuführen.
- Bei dem Delikt Erschleichen von Leistungen wurden 6.102 Fälle erfasst. Damit ist seit dem Jahr 2002 (4.879 Fälle) ein Aufwärtstrend von 25 % zu erkennen. Ca. 90 Prozent der Delikte konzentrieren sich dabei auf die Polizeidirektionen Erfurt, Jena und Gera – die Großstädte mit besonders ausgebautem städtischem Nahverkehrsnetz (Straßenbahnen und Busse).
- Die Straftaten der Wirtschaftskriminalität sind mit 2.408 Fällen gegenüber dem Vorjahr (1.864 Fälle) um 29,2 % gestiegen. Die Aufklärung ist mit 98,8 % wie in den Vorjahren konstant.
Ebenfalls eine steigende Tendenz (+ 11,7 %) zeigen Fälle der Computerkriminalität. In diesem Deliktsbereich wurden für das Jahr 2003 1.203 Fälle erfasst, im Jahr 2002 waren es noch 1.077 erfasste Straftaten. Die Aufklärungsquote hält mit 59,9 % annähernd das Niveau der Vorjahre.
