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THC deklassiert Oldenburg

Mittwoch, 13. März 2013, 21:03 Uhr
In einem temposcharfen Bundesligaspiel konnte der Thüringer HC seine derzeit bestechende Form bestätigen und deklassierte den aktuellen Tabellenvierten mit 39:25 ( 19:12). Der Spielbericht wie immer in Ihren Thüringer Online-Zeitungen...


Die Gäste aus dem Norden waren heute in allen Belangen unterlegen, hatten allerdings auch die größere Portion von Holztreffern auf ihrem Konto. Die lange Zeit verletzte Jungnationalspielerin Shenia Minevskaja konnte in ihren 16 Einsatzminuten wichtige erste spielerische Akzente setzen und schöne Tore erzielen. Erfolgreichste Werferinnen beim THC Nadja Nadgornaja (8), Sonja Frey (7) und Lydia Jakubisova (6). Für den VfL trafen Lois Abbingh, Julia Wenzl, Wiebke Kethorn und Laura van der Heijden je vier Mal ins Schwarze.

Die Anfangsviertelstunde gehörte den Gastgeberinnen. Beide Abwehrreihen begannen hochkonzenrtiert und auch Maike März und auch Tess Wester reagierten hellwach. Erst in der vierten Minute konnte Lydia Jakubisova den ersten Treffer der Partie erzielen. Nadja Nadgornaja traf setzte kurz darauf einen Fernwurf zur in die Maschen. Nach sieben Minuten wurde die Führung auf 4:1 ausgebaut. Einen schnellen Angriffszug schloss Sabrina Neuendorf mit einem energischen Durchbruch ab, was zum ersten Strafwurf der Gäste führte- Neundorf warf selbst und Maike März hatte die Hand am Ball von der er an den Pfosten prallte.

Es folgten auf beiden Seiten schnelle Ballpassagen - das Glück war jetzt bei den Thüringerinnen. Ein Super Sprungwurf von Julia Wenzl traf die Torlatte den Konter netzte Lydia Jakubisova ein und die Führung des THC wuchs über das 6:1 (11.Min) auf 9:1 (13.Min) an. Erst jetzt konnte Wiebke Ketthorn den zweiten! Oldenburger Treffer setzen.

Aber in den nächsten fünf Minuten fand auch der VfL zu seinem Spiel, hatte in der 20. Minute auf 6:12 verkürzt. In dieser Phase hatten die Gäste noch einmal zwei Holztreffer und ein toller Block von Nadja Nadgornaja führte postwendend zum 13:7 Kontertreffer der nach Verletzung wieder im Team startenden Mie Augustesen.

Die Affinität der Gäste zu Latte und Pfosten hielt an (Hammer von Thalke Bitter) und so konnten die Thüringerinnen ihren Vorsprung vorerst bei sechs Zählern halten. (14:8 - 24.Min) Zwei schöne Treffer von Lois Abbingh brachten den VfL näher heran. Tolle Reaktionen von Tess Wester, die mit toller Körpersprache glänzte, und ein verwandelter Strafwurf von Julia Wenzl zeigten Wirkung. Aber der THC ließ sich nicht beirren und spielte mit irrem Tempo seine erfolgreichen Gegenstöße. In die Kabinen ging es mit einem 19:12 Pausenstand.

Nach der Pause sprang Nadja Nadgornaja an drei Abwehrspielerinnen vorbei, verlud auch gleich die eingewechselte Julia Renner mit einem lang gezogenen Wurf und erhöhte die THC-Führung auf 20:12. Die Abwehr der Gastgeberinnen hatte stets auf Ballhöhe Spielerüberzahl und vereitelte damit mehrere Angriffsversuche in Folge. Es war nur noch eine Frage der zeit, wann derf erste Zehn-Tore-Führung auf der Anzeigetafel erscheinen würde.

Dafür sorgte Nadja Nadgornaja mit einem ihrer sehenswerten Sprungwürfe aus der zweiten Etage. (23:13 - 38.Min) Der VfL spielte weiter schnell und kam wieder etwas auf. Herbert Müller wechselte jetzt Katarina Tomasevic und Shenia Minevskaja ein, die auch gleich ihren ersten Treffer von der ungewohnten Kreismitte-Position erzielte. Der Zehner-Vorsprung blieb jetzt erhalten - Julia Wenzl und Nadja Nadgornaja trafen wechselseitig mit platzierten Fernwürfen. (29:19 - 48.Min) Jetzt fielen die Tore auf beiden Seiten fast im Sekundentakt. Vor allem die dynamische Sonja Frey trieb ihre Mitspielerinnen an und erzielte Treffer von der Siebenmetermarke und aus der zweiten Reihe.

Auf zwölf Tore Differenz schraubte Shenia Minevskaja mit einem sehenswerten Sprunghüftwurf den Vorsprung. (53.Min) Schrecksekunde dann bei den Gästen nach einer Abwehraktion musste Sabrina Neuendorf verletzt auf die Bank und der THC nutze diese, um auf 36:22 davonzuziehen. In dieser Phase zeigte auch Katarina Tomasevic gute Reaktionen im THC-Tor und der Klassenunterscheid im Ergebnis nahm nun fast dramatische Form an. Mit dem Schlusspfiff gab es noch den 25. Gästetreffer - aber der ging schon im lautstarken Jubel des Publikums unter.

Stimmen:

Leszek Krowicki (VFL): Glückwunsch für den auch in dieser Höhe verdienten Sieg. Diese Vorstellung heute war desolat. So kennen wir uns selbst nicht. Mir tut es leid für das Publikum. Wir haben ohne Gegenwehr gespielt, davon bin ich sehr enttäuscht. Ich wünsche euch alles Gute, ihr habt wieder einmal gezeigt, dass ihr euch

Herbert Müller (THC): Ich bin selten sprachlos, aber heute bin ich es. Wir sind, wie eine Rakete gestartet - 9:1! Riesenkompliment an alle Beteiligten - Mannschaft und Fans. Wir haben Handball zelebriert und grandios gespielt. Ein Wort zu Oldenburg: "Wir wissen, dass ihr sonst eine klasse Mannschaft seid und verdient auf dem jetzigen Tabellenplatz steht. Die nächsten Spiele werden bestimmt wieder eng, aber heute genießen wir einfach dieses Ergebnis."
Autor: red

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