Rückläufige Tendenz
Dienstag, 12. März 2013, 10:53 Uhr
Die Thüringer Amtsgerichte entschieden im Jahr 2012 über 3 739 Insolvenzverfahren. Davon entfielen 13,9 Prozent auf Unternehmen und 86,1 Prozent auf übrige Schuldner. Weitere Einzelheiten wie immer mit einem einzigen Klick...
Damit ging nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik die Gesamtzahl der Insolvenzverfahren im Vergleich mit dem Jahr zuvor um 40 Anträge bzw. 1,1 Prozent zurück. Weniger Insolvenzen hatte es - seit Einführung der neuen Insolvenzordnung im Jahr 2001 - zuletzt im Jahr 2004 gegeben (3 180 Anträge).
3 485 Verfahren bzw. 93,2 Prozent aller Insolvenzanträge wurden eröffnet. 230 Verfahren bzw. 6,2 Prozent wurden mangels Masse abgewiesen und 24 Verfahren endeten mit der Annahme eines Schuldenbereinigungsplanes. Die voraussichtlichen Gläubigerforderungen bezifferten die Gerichte auf insgesamt rund 536 Millionen Euro. Pro Verfahren standen Forderungen von durchschnittlich 143.000 Euro aus.
Die Anzahl der Unternehmensinsolvenzen stiegen im vergangenen Jahr im Vergleich zu 2011 um 37 bzw. 7,7 Prozent auf 518 Unternehmen. Diese insolventen Unternehmen beschäftigten zum Zeitpunkt des Antrages noch 2 791 Arbeitnehmer. Der wirtschaftliche Schwerpunkt der Unternehmensinsolvenzen lag mit 114 Verfahren nach wie vor im Baugewerbe, gefolgt vom Bereich Handel; Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen mit 91 Verfahren. Während die Anzahl der Unternehmensinsolvenzen im Baugewerbe um 6 Insolvenzen zurück ging, stieg sie im Handel; Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen um 20 Anträge sowie im Verarbeitenden Gewerbe um 7 Anträge.
Auch in vielen Dienstleistungsbereichen stieg die Anzahl der Insolvenzen gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Nach Rechtsformen betrachtet mussten im Jahr 2012 am häufigsten Gesellschaften mit beschränkter Haftung (226) sowie Einzelunternehmen, Freie Berufe und Kleingewerbe (218) Insolvenz anmelden.
Bei den übrigen Schuldnern wurden 3 221 Verfahren gemeldet. Das entsprach einem Rückgang um 77 Verfahren bzw. 2,3 Prozent im Vergleich zum Jahr 2011. Weniger Insolvenzen hatte es zuletzt im Jahr 2005 gegeben (2 840).
Von 2 447 privaten Verbrauchern wurde im Jahr 2012 das Insolvenzrecht in Anspruch genommen. Das waren 44 Verfahren bzw. 1,8 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Weitere 700 Verfahren (Jahr 2011: 830) betrafen ehemals selbständig Tätige, die die erneute Aufnahme eines früheren Insolvenzverfahrens beantragten.
Mit 180 Insolvenzfälle je 100 000 Einwohner wurde in den kreisfreien Städten des Freistaates öfter der Gang zum Insolvenzgericht angetreten als in den Landkreisen (164 Insolvenzfälle je 100 000 Einwohner). Die meisten Insolvenzfälle je 100 000 Einwohner wurden in der kreisfreien Stadt Gera (244), sowie in den Landkreisen Weimarer Land (224) und Gotha (207) registriert und die wenigsten Fälle in der kreisfreien Stadt Jena (88) und im Saale-Holzland-Kreis (97) festgestellt.
Autor: redDamit ging nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik die Gesamtzahl der Insolvenzverfahren im Vergleich mit dem Jahr zuvor um 40 Anträge bzw. 1,1 Prozent zurück. Weniger Insolvenzen hatte es - seit Einführung der neuen Insolvenzordnung im Jahr 2001 - zuletzt im Jahr 2004 gegeben (3 180 Anträge).
3 485 Verfahren bzw. 93,2 Prozent aller Insolvenzanträge wurden eröffnet. 230 Verfahren bzw. 6,2 Prozent wurden mangels Masse abgewiesen und 24 Verfahren endeten mit der Annahme eines Schuldenbereinigungsplanes. Die voraussichtlichen Gläubigerforderungen bezifferten die Gerichte auf insgesamt rund 536 Millionen Euro. Pro Verfahren standen Forderungen von durchschnittlich 143.000 Euro aus.
Die Anzahl der Unternehmensinsolvenzen stiegen im vergangenen Jahr im Vergleich zu 2011 um 37 bzw. 7,7 Prozent auf 518 Unternehmen. Diese insolventen Unternehmen beschäftigten zum Zeitpunkt des Antrages noch 2 791 Arbeitnehmer. Der wirtschaftliche Schwerpunkt der Unternehmensinsolvenzen lag mit 114 Verfahren nach wie vor im Baugewerbe, gefolgt vom Bereich Handel; Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen mit 91 Verfahren. Während die Anzahl der Unternehmensinsolvenzen im Baugewerbe um 6 Insolvenzen zurück ging, stieg sie im Handel; Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen um 20 Anträge sowie im Verarbeitenden Gewerbe um 7 Anträge.
Auch in vielen Dienstleistungsbereichen stieg die Anzahl der Insolvenzen gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Nach Rechtsformen betrachtet mussten im Jahr 2012 am häufigsten Gesellschaften mit beschränkter Haftung (226) sowie Einzelunternehmen, Freie Berufe und Kleingewerbe (218) Insolvenz anmelden.
Bei den übrigen Schuldnern wurden 3 221 Verfahren gemeldet. Das entsprach einem Rückgang um 77 Verfahren bzw. 2,3 Prozent im Vergleich zum Jahr 2011. Weniger Insolvenzen hatte es zuletzt im Jahr 2005 gegeben (2 840).
Von 2 447 privaten Verbrauchern wurde im Jahr 2012 das Insolvenzrecht in Anspruch genommen. Das waren 44 Verfahren bzw. 1,8 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Weitere 700 Verfahren (Jahr 2011: 830) betrafen ehemals selbständig Tätige, die die erneute Aufnahme eines früheren Insolvenzverfahrens beantragten.
Mit 180 Insolvenzfälle je 100 000 Einwohner wurde in den kreisfreien Städten des Freistaates öfter der Gang zum Insolvenzgericht angetreten als in den Landkreisen (164 Insolvenzfälle je 100 000 Einwohner). Die meisten Insolvenzfälle je 100 000 Einwohner wurden in der kreisfreien Stadt Gera (244), sowie in den Landkreisen Weimarer Land (224) und Gotha (207) registriert und die wenigsten Fälle in der kreisfreien Stadt Jena (88) und im Saale-Holzland-Kreis (97) festgestellt.

