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Primas für Mitteldeutsche Lösung

Montag, 11. März 2013, 15:49 Uhr
Thüringen droht nach Ansicht von CDU-Landtagsabgeordneten Egon Primas ein Apothekensterben, das die Arzneimittelversorgung vor allem im ländlichen Raum gefährden würde...


"Wenn wir den Fachkräftebedarf für Apotheken zukünftig decken wollen, brauchen wir eine höhere Zahl an Studienplätzen und Pharmaziestudierenden. Angestrebt werden sollte zudem eine mitteldeutsche Lösung“, das erklärt der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der CDU-Landtagsfraktion, der zugleich Mitglied im Arbeitskreis Soziales, Familie und Gesundheit der CDU-Landtagsfraktion ist.

Der Arbeitskreis hat sich in einem Fachgespräch mit der Thüringer Apothekerkammer über die personelle Situation informiert. Für die Gründergeneration der 90er Jahre wird die Unternehmensnachfolge laut Primas zu einem immer drängenderem Problem. In gut der Hälfte der 573 Thüringer Apotheken arbeitet nur ein Apotheker. Jede vierte Apotheke ist im ländlichen Raum angesiedelt, oftmals als einzige im Ort. Findet sich kein Nachfolger, droht die Schließung.

Verschärft wird die Situation durch die geplante Schließung des Instituts für Pharmazie in Leipzig. Primas präferiert daher eine Verbundlösung für Mitteldeutschland, um die Studierendenquote dem Bedarf anzupassen. „Absolut wichtig ist auch, die Attraktivität des Berufs zu steigern. Die zügige Umsetzung der zugesagten Nachtdienstpauschale durch die Bundesregierung könnte eine Härte beseitigen, die auf potentielle Studenten abschreckend wirken könnte“, so Primas abschließend.
Autor: red

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