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Jobs zu vergeben

Montag, 04. März 2013, 16:21 Uhr
Da soll mal noch einer sagen, in den öffentlichen Verwaltungen werden die freien Stelle unter der Hand vergeben. Das ist zumindest nicht in der Kreisverwaltung der Fall, dort wird munter ausgeschrieben...


Vor der Jobvergabe standen wie üblich die Ausgaben der Verwaltung jenseits der 10.000 Euro. Das waren zum einen 22.500 Euro für Malerarbeiten an der Grundschule Werther in Großwechsungen sowie 28.000 Euro für die Planung und Ausführung einer Außentreppen für den ersten Rettungsweg.

Jetzt zu den Jobs, was da zum ersten die Besetzung einer Vollzeitstelle als Arbeitsvermittler im Jobcenter ist. Die Kosten übernimmt zu 100 Prozent der Bund, sie ist bis Ende 2015 befristet.

Eine weitere Stelle soll in der Kernverwaltung selbst besetzt werden und zwar im Fachbereich Jugend und Soziales für das Modell „Jugend stärken – aktiv in der Region“. Diese Stelle ist jedoch bis Ende 2013 befristet, auch hier beteiligt sich der Bund an den Personalkosten. Die anwesenden Mitglieder des Kreisausschusses stimmten den Ausschreibungen jeweils einstimmig zu.

Werden Gemeinden entlastet?

Dann war der Haushalt dran – oder das, was er mal werden soll. Am 19. März soll der Haushaltsentwurf in einer Sitzung des Ältestenrates an die Fraktionsvorsitzenden übergeben werden. Damit können sich die Fraktionen bis zum 9. April mit den Zahlen beschäftigen. Während dieser Sitzung dann soll das erste Mal über die Zahlenkolonnen debattiert werden. Für den 22. April wird eine Haushaltsklausur einberufen, an der alle Mitglieder des Kreistages teilnehmen können. Landrätin Birgit Keller (LINKE) hofft, dass es in der Mai-Sitzung dann eine Beschlussfassung geben könnte.

Zur Erinnerung: Der erste Haushalt wurde voller Stolz schon mal im Dezember 2012 beschlossen, dann aber vom Landesverwaltungsamt verworfen.

106 Millionen Euro im Verwaltungshaushalt und 6,6 Millionen Euro im Vermögenshaushalt (2013) sollen da drin stehen. Der pure eigene Investitionsanteil liegt bei 1,3 Millionen Euro. Darin stecken zum Beispiel eine Drehleiter, die Turnhalle auf dem Spendekirchhof sowie die Sanierung einiger Kreisstraßen.

Ähnlich sollen die Zahlen im nächsten Jahr aussehen. 3,5 Millionen Euro an investiven Leistungen sind darin enthalten, leider aber kann die Nordhäuser Kreisverwaltung keine Kredite aufnehmen, obwohl die derzeit mit 1,4 Prozent Zinsen zu haben sind. Unterm Strich: Geld für die Zwei-Felder-Halle in Ellrich rief Kämmerer Brandt am Nachmittag nicht auf.

Die Kreisumlage soll mit 24,4 Millionen Euro gleich bleiben, es sei der gleiche Hebesatz wie im vergangenen Jahr. Allerdings wolle die Kreisverwaltung auch von der ausgerechneten gestiegenen Leistungskraft der Kommunen profitieren. Unterm Strich jedoch sollen die Städte und Gemeinden in Summe 600.000 Euro weniger an das Landratsamt zahlen, als das noch im Dezember beschlossen wurde.
Autor: red

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