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Wie erwartet

Mittwoch, 25. Februar 2004, 19:50 Uhr
Nordhausen (nnz). Der Nordhäuser Stadtrat hat erwartungsgemäß die Vergleichsverhandlungen zur Kreisumlage mit dem Landkreis für abgebrochen erklärt. Statt dessen machte der Finanzausschuß Forderungen auf.


Und die gingen in Richtung Verwaltung. Da sollen jetzt sechs Beschlüsse vollzogen werden. Die sehen vor, daß gegen die Kreisumlagen der Jahre 1996, 1997, 1999, 2000, 2001 und 2003 Klage zu erheben ist. Die Klagesumme, so haben es die Finanzer im Rathaus errechnet, beträgt schlappe 16 Millionen Euro und soll sich nur aus den zuviel eingestellten Aufwendungen für Schulen zusammensetzen. Dafür verzichtet die Stadt Nordhausen auf 1,9 Millionen Euro, die der Landkreis laut Vergleich an die Stadt gezahlt hätte.

Auch für den Fraktionschef der PDS, Frank Hermsdorf, wäre das machbar gewesen. Lieber den Spatz in der Hand, als die Taube auf dem Dach, sagte Hermsdorf, der für den Vergleich gestimmt hatte, der nnz. Selbst wenn die Stadt wieder vor dem Verwaltungs- oder Oberverwaltungsgericht „siegen“ würde, dann müsste man einem „nackten Mann in seine nicht vorhandenen Taschen“ fassen. Hermsdorf weiß, wo von er spricht: Er ist auch Mitglied des Kreistages.
Autor: nnz

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