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Von Prioritäten und Feuerwehrleuten

Mittwoch, 25. Februar 2004, 19:49 Uhr
Nordhausen (nnz). Die Ausschüsse gaben im zweiten Teil der heutigen Stadtratssitzung das Wort an. Vor allem der, welcher sich um die Stadtordnung und um die Ortsteile kümmern soll. Und der forderte endlich Veränderungen in den Ortsteilen.


Nach dem die Landesgartenschau der Innenstadt von Nordhausen mehr als ein Face-Lifting verschafft hatte, sollen nun die Ortsteile dran sein. So ab dem Jahr 2005 müßte sich da einiges ändern. Und deshalb hat der Ausschuß für Stadtordnung und Ortsteile (ASO) eine Prioritätenliste erarbeitet. Darin ist aufgelistet, was von Steinbrücken bis Hochstedt alles erledigt werden soll. In Bielen soll ein Dorfgemeinschaft gebaut, in Leimbach soll der Kindergarten saniert werden, eine Küche für die Festhalle und ein Jugendklub könnte es in Sundhausen sein, die Waldbühne soll in Hesserode hergerichtet werden, die Steigerthaler Festhalle isoliert und in Rüdigsdorf müsste man sich zum Beispiel um den Wanderweg nach Neustadt kümmern.

Ein Problem hatten die Stadträte um Karin Busch (CDU) allerdings vergessen. Vielleicht warf man auch nur geschickt den Ball rüber zur Ortsbürgermeisterin von Herreden, Sabine Jacobi? Die jedenfalls berichtete von ihrer Freiwilligen Feuerwehr. Zum Beispiel, dass eine Heizung fehlt, die Einsatzkleidung schimmelt, keine Toilette vorhanden ist und die Treppe in die erste Etage eigentlich baupolizeilich gesperrt ist. Hier jedoch konnte Oberbürgermeisterin Barbara Rinke (SPD) zum Teil schon abhelfen. In der Wallrothstraße gebe es eine Heizung, die müsste nur „umgesetzt“ werden, so Rinke.

Von der Freiwilligen in Herreden zur Berufsfeuerwehr in Nordhausen. Da wurde heute im Stadtrat um eine Zahl gestritten. 34 oder 37 Männer sollen es sein. 34 favorisiert die Verwaltung, 37 Feuerwehrleute will der ASO haben. Sicherheit geht vor, wurde da argumentiert. Und so nebenbei entbrannte dann auch noch ein Gefecht zwischen einem Vertreter der CDU-Fraktion und dem Chef der Rechts- und Ordnungsamtes. So bemängelte der Fraktionschef die Ausfertigung der Vorlagen, wenn alle Verwaltungsmitarbeiter künftig bei der Feuerwehr arbeiten müssten, so würde es eben mit den Schreibarbeiten länger dauern, so der Amtsleiter. Darauf der Konter aus der Politik – vielleicht auch an die eigene Reihen: „Wir haben uns in den zurückliegenden Jahren gestylte Verwaltungsgebäude geleistet, aber eine kaputte Feuerwehr hinterlassen“.

Letztendlich zog dann doch die gewohnte Ruhe im Stadtrat ein. Das Problem wurde verschoben, die Verwaltung muß eine komplexere Vorlage erstellen und am 12. Juni soll dann endlich abgestimmt werden: 34 oder 37!
Autor: nnz

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