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Die wundersame Wandlung einer Tabelle

Dienstag, 26. Februar 2013, 10:37 Uhr
Aus Nordhäuser ist es jetzt schon ein Skandal, was da in der ersten Box-Bundesliga abgeht. Der NSV legt jetzt noch einmal nach und Mathias Geidel redet Klartext...


Die Abteilung Boxen des Nordhäuser Sportvereins hat jetzt offiziellen Protest eingelegt beim Deutschen Boxverband (DBV). Grund ist die „wundersame Tabellenwandlung in der Nacht des letzten Ligawettkampftages (vom 23. zum 24. Februar) durch den DBV-Pressesprecher Alexander Mazur“, sagte jetzt Mathias Geidel, Abteilungsleiter Boxen beim Nordhäuser Sportverein.

Am 23. Februar hatte Nordhausen die Mannschaft aus Hamm besiegt und damit bis zu den besagten Nachtstunden den 2. Platz in der offiziellen Abschlusstabelle des Deutschen Boxverbandes inne. „Dann rutschte plötzlich Babelsberg von den 3. auf den 2. Platz“, so Geidel weiter.

Babelsberg-Manager Ralf Mantau sei zu nachtschlafender Zeit und nach immerhin vier Monaten eingefallen, dass es aus dem Kampf seines Teams gegen Hamm - vom Dezember des Vorjahres – vielleicht noch Punkte zu holen gebe. Damals hatte der DBV diesen Kampf 12:0 für Babelsberg gewertet. Hamm hatte Einspruch eingelegt. Daraufhin war das Ergebnis offiziell auf 12:6 revidiert worden. Problem waren damals die so genannten „Wiegepunkte“. Babelsberg hatte die Revision akzeptiert und in eigenen offiziellen Publikationen die Tabelle entsprechend geführt.

„Bis zur besagten Samstagnacht: Wir hatten inzwischen gegen Hamm gesiegt, hatten mehr Punkte als Babelsberg und damit den Vizemeister. Mantau griff nun zum Telefon und gab dem DBV – in Persona Sportwart Karl-Heinz Nitsche – offensichtlich Order, die Tabelle sofort zu ändern. Nitzsche parierte leider auch - die Tabellenwandlung geschah. Wir empfingen am nächsten Morgen die entsprechende E-Mail. Dagegen haben wir jetzt Protest eingelegt“, so Geidel weiter.

„Den Vizemeisterpokal haben wir jedenfalls groß gefeiert und an prominenter Stelle in der Vitrine aufgestellt. Fans, Sportler und Funktionäre sind stolz auf den geschafften Erfolg. Jetzt lehnen wir uns zurück und beobachten sehr interessiert, ob es dem DBV diesmal gelingt, sich gegen den bekanntermaßen leicht erregbaren Ralf Mantau durchzusetzen. Sollte dies nicht gelingen, machen wir es zum einem Fall fürs Sportgericht. Mantaus Verhalten ist ein weiteres Mal ein Tiefschlag für das Boxen in der Bundesrepublik!“

Für den Fall einer Niederlage kündigte Mathias Geidel gegenüber der nnz weitere Konsequenzen an, über die jedoch noch beraten werden müsse.
Autor: red

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