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Bis 2010: Birne gegen Platte

Dienstag, 24. Februar 2004, 13:29 Uhr
Nordhausen (nnz). In den zurückliegenden Jahren sind aus dem Nordhäuser Stadtbild die ersten Wohnhäuser der SWG und der WBG verschwunden. Rückbau nennen das die Experten. Wie dieser Trend weitergehen soll, das hat die nnz in Erfahrung gebracht.


Bis zum Jahr 2010, dem Jahr des Endes der aktuellen Agenda, sollen in Nordhausen fast 1.900 Wohnungen verschwunden sein. Das sieht eine Vorlage für den Stadtrat vor, mit der sich die Stadträte morgen beschäftigen müssen. Mit dem Rückbau dieser Wohnungen soll eine Anpassung an den Markt erfolgen, die Wohnungsunternehmen sollen finanziell von Betriebs- und Grundstückskosten entlastet werden, die Wohngebiete sollen insgesamt attraktiver werden.

Die Wohnungsbaugenossenschaft Nordhausen (WBG) soll der Beschlussvorlage nach 756 Wohnungen abreißen, die Städtische Wohnungsgesellschaft (SWG) wird 805 Wohnungen aus ihrem Bestand „abgeben“, von privaten Grundstücksbesitzern sollen 302 Wohnungen plattgemacht werden.

Ein solcher Beschluß als politisch formulierter Wille ist notwendig, da die Wohnungsunternehmen ihre Planungen mit dem Stadtentwicklungsplan eng abstimmen. Denn nur in dieser Übereinstimmung können auch Fördermittel für den Abriß in Anspruch genommen werden. Derzeit wird das innerhalb des „Stadtumbau Ost“ so gehandhabt.
Autor: nnz

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