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Gleichberechtigung bei den Wehren

Dienstag, 24. Februar 2004, 15:33 Uhr
Nordhausen (nnz). Der ehrenamtliche Job in der Freiwilligen Feuerwehr kann mitunter ganz schön hart sein. Viele Einsätze der Kameraden machten das im vergangenen Jahr deutlich. Jetzt werden die Männer im Einsatz von den Frauen unterstützt. Die wahre Gleichberechtigung hat Einzug gehalten.


Zum Beispiel in Heringen. Die Freiwillige Feuerwehr der Stadt hat 17 Kameradinnen in ihren Reihen. Damit die auch bei Einsätzen so zusagen an vorderster Front mitmachen können, besuchten sechs von ihnen den „Truppmannslehrgang“ und legten erfolgreich die Prüfungen ab. Heute erhalten die Feuerwehrfrauen in einer feierlichen Runde ihre Zertifikate.

Dafür gebührt ihnen nach Aussage von Kreisbrandinspektor Erich Etzrodt ein besonderes Dankeschön, da die Ausbildung komplett in der Freizeit absolviert werden musste. Die Stützpunktfeuerwehr Heringen kommt nicht nur in der Verwaltungsgemeinschaft „Goldene Aue“ zum Einsatz, sondern im Katastrophenfall im gesamten Kreisgebiet. Im Klartext, die sechs Feuerwehrfrauen müssen zum Beispiel bei einem schweren Unfall auf der Autobahn 38 Verletzte aus Fahrzeugen herausschneiden.

Im Landkreis Nordhausen gibt es rund 550 Frauen bei den Freiwilligen Feuerwehren, darunter 320 im aktiven Dienst.
Autor: nnz

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