nnz-online

TUJA reagiert

Freitag, 22. Februar 2013, 14:43 Uhr
Das Zeitarbeitsunternehmen TUJA hat auf Veröffentlichtungen der Nordthüringer Online-Zeitungen hinsichtlich der Vorwürfe durch die IG Metall reagiert und Sanktionen gegen Mitarbeiter der Nordhäuser Niederlassung angekündigt...


Die Geschäftsführung der TUJA Zeitarbeit GmbH ist tief erschüttert über die Vorwürfe, welche die IG Metall Erfurt/Nordhausen am Freitagvormittag gegen das Unternehmen erhoben hat. Eine sofortige interne Untersuchung hat ergeben, dass der Niederlassungsleiter vor Ort tatsächlich vor wenigen Tagen ohne weitere Abstimmung ein Schreiben an alle bei unserem Kundenunternehmen WAGO Kontakttechnik in Sondershausen eingesetzten Mitarbeiter versandt hat. In diesem Schreiben werden allgemeine Hygieneregeln aufgezählt, aber auch verschärfte Beobachtung von häufig erkrankten Mitarbeitern angekündigt.

Der Empfänger dieses Schreibens kann leider tatsächlich den Eindruck erlangen, dass der Fortgang des Einsatzes bei unserem Kunden direkt von seinem zukünftigen Krankenstand abhängig ist. Dies bedauern wir in höchstem Maße, ein solcher Zusammenhang existiert nicht.

Der Brief wurde ohne die zwingend erforderliche Abstimmung mit den zuständigen Vorgesetzten und unter völliger Missachtung der hausinternen Regelungen erstellt und verbreitet. Die gegenüber den Mitarbeitern gewählten Worte spiegeln in keinster Weise unsere Firmenphilosophie wider und untergraben unsere langjährigen Bemühungen um faire und verantwortungsvolle Zeitarbeit.

Die TUJA Zeitarbeit GmbH genießt nicht umsonst seit über 20 Jahren höchstes Vertrauen bei Mitarbeitern, Kunden und der Öffentlichkeit.

Das Unternehmen hat umgehend Konsequenzen gezogen und den verantwortlichen Niederlassungsleiter arbeitsrechtlich sanktioniert. Mit diesem eindeutigen Zeichen dokumentieren wir, dass die durch diesen Vorfall offenbar gewordene Einstellung in unserem Unternehmen nicht geduldet wird und derart unethisches Gebaren nicht gutgeheißen wird.

Das Schreiben enthält jedoch keinesfalls die Androhung einer Kündigung und erfüllt gewiss nicht den juristischen Tatbestand der Nötigung. Ebenso wenig dokumentiert es die Verletzung von Arbeitnehmerrechten. Gleiches gilt für den Vorwurf, das Wohl der Mitarbeiter missachtet zu haben.

Arbeitsschutz genießt bei uns allerhöchste Priorität, der Verweis der Gewerkschaft auf fehlende Gefährdungsbeurteilung ist schlichtweg falsch. Erkrankte Mitarbeiter werden selbstverständlich bestmöglich betreut, was unsere Fürsorge hinsichtlich eventueller betrieblicher Quellen für die Erkrankung einschließt. Niemand wird zur Arbeit trotz Erkrankung gezwungen oder gedrängt, das Wohl des Mitarbeiters hat höchste Priorität. Die Einhaltung sämtlicher Rechtsvorschriften ist uns eine Selbstverständlichkeit.

Mit diesen effektheischenden Unterstellung sollte der – bedauerliche – Vorfall ganz offensichtlich dramatisiert werden, um die TUJA Zeitarbeit GmbH und mit ihr die gesamte Branche in ein schlechtes Licht zu rücken. Insofern widersprechen wir der Darstellung der IG Metall in diesen Punkten nachdrücklich.
Autor: red

Drucken ...
Alle Texte, Bilder und Grafiken dieser Web-Site unterliegen dem Urherberrechtsschutz.
© 2026 nnz-online.de