nnz-Reisetagtebuch: Sizilien (4)
Montag, 18. Februar 2013, 12:10 Uhr
Schülerinnen und Schüler des Nordhäuser Humboldt-Gymnasiums waren in den zurückliegenden Tagen in Italien unterwegs. Ein internationales Projekt machte es möglich. In der nnz berichten Sie von ihren Erlebnissen und Eindrücken...
Der Mittwoch beginnt mit einer Tour zum Naturreservat Torre Salsa. Als wir per Bus dort ankommen, erwarten uns schon die Naturpark-Mitarbeiter. Mangels englischer Sprachkenntnisse erfolgt die Einführung per Diaschau. Wir sehen, was für wunderbare Pflanzen auf dem Gelände wachsen und welche seltenen Tiere dort leben.
Beim anschließenden ausführlichen Rundgang sehen wir blühende Mini-Orchideen, alte Olivenbäume, Kreidefelsen wie auf der Insel Rügen, einen kilometerlangen Sandstrand, in dem man Spuren dort lebender Schildkröten entdecken kann und vieles mehr. Unsere italienischen Gastgeber begleiten uns und unterwegs werden sicherlich nicht nur Naturbetrachtungen besprochen.
Gegen 13 Uhr verlassen wir das WWF-Ressort und entdecken die Türkische Treppe. Sie ist ein aus dem Meer ragendes Steinmassiv, das die Form einer langen weißen Treppe hat. Der Legende nach ankerten an diesem südlichen Teil der Provinz Agrigento einst im 16.Jh. die Türken, um die Bewohner der Insel zu vertreiben. Dies ist ihnen aber nicht gelungen – nur der Name blieb.
Am frühen Abend freuen wir uns auf die Prozession der Freundschaft, die die angereisten Folkloregruppen durch die Straßen der Stadt ziehen lässt. Tausende Bewohner und Gäste sind auf den Beinen, die Innenstadt ist für jedweden Auto- und Busverkehr gesperrt. Nur zu Fuß kommen wir zum Rathaus.
Unterwegs auf Sizilien (Foto: privat)
Leider beginnt es in Strömen zu regnen. Wer keinen Schirm zur Hand hat, kann sofort Ersatz von aus dem Nichts erscheinenden fliegenden Straßenhändlern kaufen.
Wir warten gefühlte zwei Stunden, ob die Parade beginnt. Mehrmals scheint es loszugehen, doch am Ende sagt der Bürgermeister die Veranstaltung ab. Die kostbaren Kostüme der Tänzer sowie die Künstler in teils kurzärmligen Trachten sollen keinen Schaden nehmen. Die Temperaturen liegen etwa bei +8 Grad am Abend.
Wir erleben dennoch eine Überraschung: im Stoa, einer Theaterbühne außerhalb der Stadt gibt es für die COMENIUS- Gruppe eine Extra-Aufführung der Folkloregruppen aus Frankreich und Indien. Die Franzosen freuen sich, ihre Sprache im fernen Sizilien als Programmankündigung zu hören. Die Inder geben barfuß, mit Trommeln und bunt geschmückten Tänzerinnen alles, was sie für die Wettbewerbe einstudiert haben. Die Stimmung ist ausgelassen.
In der Ferne sieht man die Stadt und die beleuchteten Tempel in ihrer Schönheit.
Autor: nnzTag 5 - 6. Februar
Wanderung durch geschützte Natur, Dauerregen zur Unzeit und ein unerwarteter TagesabschlussDer Mittwoch beginnt mit einer Tour zum Naturreservat Torre Salsa. Als wir per Bus dort ankommen, erwarten uns schon die Naturpark-Mitarbeiter. Mangels englischer Sprachkenntnisse erfolgt die Einführung per Diaschau. Wir sehen, was für wunderbare Pflanzen auf dem Gelände wachsen und welche seltenen Tiere dort leben.
Beim anschließenden ausführlichen Rundgang sehen wir blühende Mini-Orchideen, alte Olivenbäume, Kreidefelsen wie auf der Insel Rügen, einen kilometerlangen Sandstrand, in dem man Spuren dort lebender Schildkröten entdecken kann und vieles mehr. Unsere italienischen Gastgeber begleiten uns und unterwegs werden sicherlich nicht nur Naturbetrachtungen besprochen.
Gegen 13 Uhr verlassen wir das WWF-Ressort und entdecken die Türkische Treppe. Sie ist ein aus dem Meer ragendes Steinmassiv, das die Form einer langen weißen Treppe hat. Der Legende nach ankerten an diesem südlichen Teil der Provinz Agrigento einst im 16.Jh. die Türken, um die Bewohner der Insel zu vertreiben. Dies ist ihnen aber nicht gelungen – nur der Name blieb.
Am frühen Abend freuen wir uns auf die Prozession der Freundschaft, die die angereisten Folkloregruppen durch die Straßen der Stadt ziehen lässt. Tausende Bewohner und Gäste sind auf den Beinen, die Innenstadt ist für jedweden Auto- und Busverkehr gesperrt. Nur zu Fuß kommen wir zum Rathaus.
Unterwegs auf Sizilien (Foto: privat)
Leider beginnt es in Strömen zu regnen. Wer keinen Schirm zur Hand hat, kann sofort Ersatz von aus dem Nichts erscheinenden fliegenden Straßenhändlern kaufen.Wir warten gefühlte zwei Stunden, ob die Parade beginnt. Mehrmals scheint es loszugehen, doch am Ende sagt der Bürgermeister die Veranstaltung ab. Die kostbaren Kostüme der Tänzer sowie die Künstler in teils kurzärmligen Trachten sollen keinen Schaden nehmen. Die Temperaturen liegen etwa bei +8 Grad am Abend.
Wir erleben dennoch eine Überraschung: im Stoa, einer Theaterbühne außerhalb der Stadt gibt es für die COMENIUS- Gruppe eine Extra-Aufführung der Folkloregruppen aus Frankreich und Indien. Die Franzosen freuen sich, ihre Sprache im fernen Sizilien als Programmankündigung zu hören. Die Inder geben barfuß, mit Trommeln und bunt geschmückten Tänzerinnen alles, was sie für die Wettbewerbe einstudiert haben. Die Stimmung ist ausgelassen.
In der Ferne sieht man die Stadt und die beleuchteten Tempel in ihrer Schönheit.









