nnz-online

Kosten senken mit Energieeffizienz

Sonntag, 10. Februar 2013, 13:03 Uhr
Das Thüringer Wirtschaftsministerium hat die „Thüringer Energieeffizienzoffensive“ (ThEO) erweitert: Kleine und mittlere Unternehmen erhalten jetzt auch eine Förderung für Investitionen in energieeffiziente Technologie, teilte der Thüringer Wirtschaftsminister Matthias Machnig heute in Erfurt mit...


Mit dieser Erweiterung wird die Attraktivität des Förderprogramms für Unternehmen erheblich erhöht. Bislang werden ausschließlich Beratungsleistungen gefördert, die kleine und mittlere Unternehmen bei der Senkung ihrer Energiekosten unterstützen.

Vor zwei Jahren, im Februar 2011, hatte der Wirtschaftsminister diese Initiative gestartet. „Energieeffizienz ist der schlafende Riese der Energiewende“, sagte Machnig. „Gleichzeitig können Unternehmen ihre Wettbewerbsfähigkeit erhöhen, wenn sie ihre Ausgaben mit moderner Technologie reduzieren.“ Rund eine Million Euro pro Jahr stehen zurzeit für beide Teile dieses Programms zur Verfügung.

„Erst beraten lassen, dann investieren“, so der Minister. Kleine und mittlere Unternehmen können im ersten Schritt die Leistung von erfahrenen Energieberatern in Anspruch nehmen und dann – im zweiten Schritt - in eine energieeffiziente Technologie investieren. Mit bis zu 70 Prozent der Kosten wird die Beratungsleistung gefördert. Einen Zuschuss von bis zu 50 Prozent (maximal 50.000 Euro) erhält ein Unternehmen für die Investition in eine moderne Anlage. Machnig: „Die Amortisationszeit ist kurz, daher lohnt sich für Unternehmen diese Investition.“

Die Energieberatungen konzentrieren sich außer auf die klassischen Bereiche Heizung, Gebäudehülle und Beleuchtung vor allem auch auf die Produktionsprozesse im Unternehmen. Ziel ist, ein umfassendes Energiemanagementsystem im Unternehmen zu etablieren, das auch die Nutzung von Energiecontracting einschließen kann. Als Voraussetzung für eine erfolgreiche Beratung hat das Thüringer Wirtschaftsministerium gemeinsam mit Kammern und TÜV Thüringen Qualifikationsprofile für Berater definiert. Die Experten müssen neben einem technischen Hochschulabschluss eine zertifizierte Ausbildung als Energieberater mit mindestens 240 Stunden Umfang nachweisen sowie eine Zusatzausbildung auf den für eine Beratung produzierender Unternehmen relevanten Feldern (z.B. Mess-, Steuer-, Regeltechnik; elektrische Antriebe; Druckluft, Vakuum, Pumpen; Prozesskälte und -wärme; Maschinenpark etc.). Die Thüringer Aufbaubank setzt das Programm um und berät die Unternehmen.
Autor: red

Drucken ...
Alle Texte, Bilder und Grafiken dieser Web-Site unterliegen dem Urherberrechtsschutz.
© 2026 nnz-online.de