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nnz-Wahlkampf-Ecke: Irritiert

Donnerstag, 19. Februar 2004, 12:00 Uhr
Nordhausen (nnz). Die jungen Liberalen (JuLi) im Landkreis Nordhausen melden sich mal wieder zu Wort. Ihr Thema ist die von der SPD geforderte Ausbildungsplatzabgabe. Erst aber einmal gibt es Irritationen...



Marcel Hardrath ist nicht nur der Oberjuli im Landkreis Nordhausen, sondern will auch direkt in den Landtag einziehen. Aber, Marcel Hardrath ist auch irritiert. Der, der den Nachwuchspolitiker irritiert hat, der arbeitet in Berlin, heißt Franz Müntefering und will Vorsitzender der SPD werden.

„SPD und Franz Müntefering haben es nicht begriffen. Die Ausbildungsplatzabgabe ist Irrsinn. Die Genossen sind mit diesem Vorschlag auf dem Holzweg. Die Annahme, dass fehlende Ausbildungsplätze durch staatliche Intervention und Dirigismus geschaffen werden sollen, zeigt wie groß das mangelnde Problemverständnis bei den Verantwortlichen ist.

Die Ausbildungsplatzabgabe ist der Abschied vom dualen Berufsausbildungssystem. Der Plan, aus den Mitteln schulische Berufsausbildung zu finanzieren, ist der Einstieg in eine staatliche Berufsausbildung“, meint Hardrath.

Die Ausbildungsplatzabgabe werde seiner Meinung nach dazu führen, dass Unternehmen sich von der Verpflichtung zur Berufsausbildung freikaufen können. Dass es zu wenige Plätze gibt, liege nicht an der Unwilligkeit der Unternehmer. Sie leiden zurzeit an der wirtschaftlichen Lage. Und für die schlechte Konjunktur sollen diese jetzt auch noch zur Kasse gebeten werden. Herr Müntefering müsse erkennen, dass er es in der Hand habe, bessere Rahmenbedingungen für die Wirtschaft zu schaffen. Sobald die Wirtschaft entlastet werde, dass heißt Steuerreformen, Bürokratieabbau statt -ausbau und endlich verlässliche Perspektiven bei der Reform der sozialen Sicherungssysteme, könne die Konjunktur anspringen und den Aufschwung tragen. Die Regierung habe es in der Hand, so der FDP-Direktkandidat abschließend.
Autor: nnz

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