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Das Ende der “Lady”?

Mittwoch, 18. Februar 2004, 13:35 Uhr
Nordhausen/Berlin (nnz). Die nnz hatte bereits mehrfach über die Aufführung des Musicals „My fair Lady“ am Nordhäuser Theater berichtet. Dabei ging es auch um den Streit zwischen dem Theater und dem Rechte-Verwalter. Über den neuesten Stand informiert exklusiv die nnz.


Die Rechte an der „Lady“ liegen beim Berliner Verlag „Felix Bloch Erben“ (siehe im nnz-Archiv). Der war mit der Inszenierung des bekannten Musicals auf der Nordhäuser Bühne überhaupt nicht einverstanden. Bereits vor der Premiere wollten die Berliner das Stück per einstweiliger Verfügung verbieten lassen. Dieser juristische Versuch scheiterte jedoch. Dann gab es noch einmal eine „Gnadenfrist“ zur Überarbeitung des Stoffes.

Nach den zurückliegenden Aufführungen und nach dem Hin- und Herschicken von Textbüchern sei nun für den Verlag klar, das in Nordhausen gegen das Urheberrecht verstoßen worden sei. Der Verlag hat den Vertrag mit dem Nordhäuser Theater gekündigt. Da so ein schwebendes Verfahren eingetreten sei, wolle man sich nicht weiter äußern, meinte Stephan Kopf gegenüber nnz.

Fakt ist nun, das sich beide Vertragsparteien schnellstens vor Gericht sehen werden. Sollte der Richter den Berlinern Recht geben, dann kann die nächste Aufführung am 28. Februar vermutlich aus dem Spielplan gestrichen werden.
Autor: nnz

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