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Wie weiter mit der A 38?

Mittwoch, 18. Februar 2004, 13:35 Uhr
Nordhausen/Berlin/Erfurt (nnz). Das Maut-Desaster hinterlässt seine Spuren. Vor allem im Osten Deutschlands, vor allem entlang der A 38. Niemand weiß wie es weitergehen kann.


Die DEGES in Berlin, die sonst immer sehr auskunftsfreudig ist, die schaltete heute ab und verwies auf das Wirtschaftsministerium in Erfurt. Auch von dort erhielt die nnz keine konkrete Antwort. „Wir können momentan die Auswirkungen nicht beziffern“, meinte Ministeriumssprecher Andreas Maruschke. Klar ist, dass das Geld im Stolpe-Ministerium überhaupt nicht ausreichen werde, um die Verkehrsprojekte der Deutschen Einheit weiter wie geplant finanzieren zu können.

Und da würde es die A 38 sehr hart treffen. Der Grund: Die A 38 ist die Autobahn, deren Bau in Thüringen am wenigsten fortgeschritten ist. Aus diesem Grund könnte hier am schnellsten gestrichen werden. Andere Projekte könnten mit dem verbleibenden Geld zügiger beendet werden. Doch eine definitive Liste oder Informationen, die habe das Erfurter Ministerium bislang nicht erhalten.

Fakt ist aber auch, dass eine Region, die diese moderne Infrastruktur am dingendsten braucht, am meisten zur Ader gelassen wird. Die Auswirkungen könnten fatal sein: Keine Autobahn bis 2006/2007 – kein Interesse von Investoren. Und die Südharzer können sich schon mal prophylaktisch beim tollen Betreiber-Konsortium und einer tollen Politik in Berlin bedanken.
Autor: nnz

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