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Jetzt geht’s noch mal los

Dienstag, 17. Februar 2004, 14:45 Uhr
Nordhausen (nnz). Wer da dachte, dass das Bauen in Nordhausen ein Ende haben wird, der hat geirrt. Jetzt hat noch ein Vorhaben begonnen, direkt vor dem Nordhäuser Theater. Und wenn Sie jetzt neugierig sind, dann klicken Sie doch einfach auf MEHR.


Zwinger-Modell

Vor dem Theater an der Nordhäuser Töpferstraße haben jetzt die Arbeiten für den Aufbau der historischen Zwingeranlage begonnen. Eine Stahl-Glas Konstruktion wird künftig die Zwinger-Anlage prägen. „Zur Zeit bauen die Firmen die 11 Punktfundamente für die im Halbkreis laufende Stahlschiene, die künftig die beweglichen Werbeanlagen tragen wird“, sagte Werner Schönsteiner vom städtischen Bauamt. Ebenfalls noch im Februar würden weitere Fundamente für den Glaspavillon gebaut, der sich direkt über dem Eingang erheben werde, darüber hinaus werde die Bruchsteinmauer demontiert. „Ende März bzw. Anfang April werden dann die Glaseinbauten für den Pavillon angebracht, es folgen Pflaster– und Elektroarbeiten. Bis zum Beginn der Landesgartenschau ist alles fertig“, so Schönsteiner

Architekt Roman Graf gestaltet den neuen Zwinger-Eingang: „Die Konstruktion mit dem flachen Dach ersetzt die bisherige Bruchsteinmauer mit dem schweren Eisengitter. Damit ist die Anlage zu jeder Jahreszeit über eine normale Tür zugänglich, und auch die Damen der Stadt- und Gästeführergilde können den Zugang dann allein öffnen. Bisher waren dafür kräftige Männer nötig.“ Die Breite des rechteckigen Glaspavillons verdeutliche in etwa den Abstand zwischen der früheren äußeren und inneren Ringmauer. „Die gebogene Stahlkonstruktion wird das alte Bollwerk in seiner Kontur - die bisher durch eine Steinpflasterung markiert war - und Höhe erlebbar machen.“ Die Glasflächen des Pavillons würden mit einer Bruchsteinstruktur beklebt, um die historische Verbindung zum Zwinger herzustellen. Pavillon und Stahlrahmen werden nachts vom Boden und Treppe aus beleuchtet. „Der Glaskörper wird dann wie ein Kristall funkeln, die Kontur des Zwingers wird mit einer Lichtspur betont.“ Im Pavillon würden für die Besucher alte Ansichten der Stadt, historische Grundrisse und Texte ausgestellt. In einem Regal würden Fundstücke zur Stadtgeschichte zu sehen sein. Damit werde eine Verbindung hergestellt zwischen Zwinger, Altstadt und Nordhäuser Museen.

Neben dem Bezug zur Stadthistorie habe die Konstruktion auch einen praktischen Zweck: „Die Werbetafeln am Metallgestellt sind beweglich aufgehangen: Während der Saison sind sie bestückt und zeigen in Richtung Töpferstraße; ist spielfreie Zeit, könne sie zum Theaterplatz verschoben werden“, so der Architekt.
Autor: nnz

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