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Kreisgebietsreform? „Nein Danke“!

Montag, 04. Februar 2013, 06:53 Uhr
Seit den vergangenen Wochen wird wieder heiß diskutiert über die Zukunft der Landkreise in Thüringen. Dazu erreichte die nnz eine Statement aus der Goldenen Aue...


Nach den Vorstellungen von einigen Parteien soll unser Heimatlandkreis Nordhausen durch eine Kreisgebietsreform zerschlagen oder mit dem Eichsfeldkreis oder dem Kyffhäuserkreis zusammengelegt werden. Wenn andere Parteien von einer Kreisgebietsreform sprechen, kann damit wohl nur ein gewaltiger Einschnitt für die Einwohner unseres Landkreises gemeint sein.

Wir in einem ländlich geprägten Landkreis müssen auch die Interessen der Bürger vertreten, die ihre Verwaltungsangelegenheiten nicht mittels Auto oder Internet-Zugang erledigen können. Dabei sollten wir insbesondere an ältere Menschen und Familien denken, die kompetente Ansprechpartner vor Ort brauchen.

Auch mir als Ortschaftsratsmitglied der Stadt Heringen ist es bewusst, dass die demografische Entwicklung die Landkreise vor beträchtlichen Herausforderungen stellt, aber im Mittelpunkt muss immer noch der
Mensch vor Ort stehen. Ich plädiere aus diesem Grund für eine Verwaltungsreform auf Landesebene. Damit sollen die Landkreise in ihrem Aufgaben gestärkt werden und noch effizienter in ihrer Region
Verantwortung tragen. Mit einer Kreisgebietsreform werden die bewährten Grundstrukturen in Thüringen zerstört.

Ziel muss es sein, die Landkreise zu stärken, mit starken Strukturen in Form der Landgemeinde. Ein gutes Beispiele für eine funktionierende Landgemeinde im Kreis sieht man in den Landgemeinden Heringen und Harztor, die diesen Schritt in der Vergangenheit getan haben. Die Parteien und Personen, die eine Kreisgebietsreform durchdrücken wollen, müssen dem Bürger auch ehrlich sagen, dass damit die Bürgernähe im Bereich der Verwaltungsdienstleistungen und die Heimatverbundenheit zu einem großen Teil
verloren gehen.
Chris Schröder, Stellv. Kreisvorsitzeder der Junge Union Nordhausen
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Autor: red

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