Besondere Verantwortung
Mittwoch, 30. Januar 2013, 13:03 Uhr
Anlässlich des 80. Jahrestags der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten am 30. Januar hat Nordhausens Oberbürgermeister Dr. Klaus Zeh dazu aufgerufen, die Werte Demokratie, Freiheit und Menschenwürde zu achten und hoch zu schätzen und wenn nötig auch zu verteidigen...
Die Mütter und Väter des Grundgesetzes hätten nicht umsonst mit der sogenannten Ewigkeitsklausel u.a. den Schutz der Menschenwürde und die Menschenrechte als unabänderliche Grundsätze in der Verfassung verankert.
Der für den 30. Januar 1933 oft verwendete Begriff der Machtergreifung sei eigentlich falsch. Denn er suggeriert, dass die Nationalsozialisten damals die Macht an sich gerissen hätten. Das war eben nicht so. Denn viele Politiker, Vertreter der so genannten Eliten, aber auch ein Großteil der Bevölkerung haben die Ziele der NSDAP aktiv unterstützt und die Regierungsübernahme euphorisch begrüßt. Das sollte uns Mahnung sein. Zumal damit die genannten Werte zur Disposition gestellt wurden. Das Ende ist bekannt: Elend und Tod für Millionen unschuldiger Menschen, Krieg in ganz Europa und letztlich der Untergang Deutschlands. Der Weg für Hitler war frei, weil es in der Weimarer Republik nicht nur zu viele Extremisten gab, sondern auch viel zu wenig Demokraten.
Gerade in Nordhausen müsse deshalb das Gedenken und die Mahnung an die Zeit der Nazidiktatur gepflegt werden. Aus zwei Gründen: Zum einen befand sich in Sichtweite der Stadt mit dem KZ `Dora´ eines der schlimmsten Konzentrationslager, in dem zigtausende Menschen getötet wurden. Zum anderen hat unsere Stadt, haben knapp 9000 Menschen, am 3. und 4. 1945 mit Nordhausens Zerstörung durch die Bombardierung einen hohen Preis bezahlt für den Größenwahn der Nationalsozialisten. Ich würde mich freuen, wenn insbesondere bei den jungen Nordhäuserinnen und Nordhäusern das Bewusstsein dafür wach gehalten werden kann.
Autor: redDie Mütter und Väter des Grundgesetzes hätten nicht umsonst mit der sogenannten Ewigkeitsklausel u.a. den Schutz der Menschenwürde und die Menschenrechte als unabänderliche Grundsätze in der Verfassung verankert.
Der für den 30. Januar 1933 oft verwendete Begriff der Machtergreifung sei eigentlich falsch. Denn er suggeriert, dass die Nationalsozialisten damals die Macht an sich gerissen hätten. Das war eben nicht so. Denn viele Politiker, Vertreter der so genannten Eliten, aber auch ein Großteil der Bevölkerung haben die Ziele der NSDAP aktiv unterstützt und die Regierungsübernahme euphorisch begrüßt. Das sollte uns Mahnung sein. Zumal damit die genannten Werte zur Disposition gestellt wurden. Das Ende ist bekannt: Elend und Tod für Millionen unschuldiger Menschen, Krieg in ganz Europa und letztlich der Untergang Deutschlands. Der Weg für Hitler war frei, weil es in der Weimarer Republik nicht nur zu viele Extremisten gab, sondern auch viel zu wenig Demokraten.
Gerade in Nordhausen müsse deshalb das Gedenken und die Mahnung an die Zeit der Nazidiktatur gepflegt werden. Aus zwei Gründen: Zum einen befand sich in Sichtweite der Stadt mit dem KZ `Dora´ eines der schlimmsten Konzentrationslager, in dem zigtausende Menschen getötet wurden. Zum anderen hat unsere Stadt, haben knapp 9000 Menschen, am 3. und 4. 1945 mit Nordhausens Zerstörung durch die Bombardierung einen hohen Preis bezahlt für den Größenwahn der Nationalsozialisten. Ich würde mich freuen, wenn insbesondere bei den jungen Nordhäuserinnen und Nordhäusern das Bewusstsein dafür wach gehalten werden kann.
