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Wie weiter in Steigerthal?

Dienstag, 29. Januar 2013, 20:50 Uhr
Kontroverse Diskussionen gibt es im Nordhäuser Ortsteil Steigerthal seit einigen Jahren zum Abwasser, das einfach nicht geklärt werden kann. Die nnz hatte bereits mehrfach darüber berichtet. Heute sollte dazu einiges geklärt werden. In Steigerthal...

Runder Tisch in Steigerthal (Foto: nnz) Runder Tisch in Steigerthal (Foto: nnz)

Ortsteilbürgermeisterin Karin Busch konnte eingangs der Einwohnerversammlung sagen, dass in Steigerthal viel investiert worden sei. Natürlich gebe es auch Probleme, zum Beispiel mit dem Anschluss an eine zentrale Kanalisation. Zwar verfügen die meisten Grundstücke über eine moderne eigene Kläranlage, doch das Abwasser ist eben immer noch nicht geklärt. Das sei übrigens schon seit 200 Jahren so, meinte Frau Busch.

Runder Tisch in Steigerthal (Foto: nnz) Runder Tisch in Steigerthal (Foto: nnz)

Der Geschäftsführer des Eigenbetriebes, Mathias Hartung, sagte, dass es Planungen für die Trassenplanungen gebe. Es müsse keine vollständige Druckleitung, sondern eine Gefälleleitung bis zur Obergrasmühle und dann weiter durch den Wald nach Leimbach. In Abstimmung mit den Naturschutzbehörden sei das auch die effektivste Variante, so Hartung.

Fördermittel seien beantragt worden, können aber für das Jahr 2015 nicht mehr fließen. Der Antrag für dieses und nächstes Jahr sei gestellt. Seitens des Landes sei das aber nicht möglich. So müsse diese Maßnahme ohne Fördermittel durchgeführt werden. Dies sei dem Umstand geschuldet, dass es im Land weniger Fördermittel gesamt gebe. Dieser fördermittellose Zustand werde sich allerdings nicht auf die Beiträge und Gebühren der Grundstücksbesitzer auswirken. Der Stadtrat hatte sich dafür ausgesprochen, die Anschlussbeiträge nicht und die Gebühren nicht zu erhöhen.

Jetzt gebe es einen Haushaltsplan des Eigenbetriebes für 2013 und 2014 als Entwurf. In diesem Jahr soll die Verbindungsleitung nach Leimbach realisiert werden. Die Jahre bis 2017 sollen den Erschließungen der Grundstücke innerhalb des Ortsteils vorbehalten sein.

So richtig zufrieden waren einzelne Steigerthäler wie Herr Lungershausen nicht, sie wollten sich mit dem Bauende 2017 nicht abfinden. Sie forderten, den Straßenbau parallel zu realisieren. Dem hielt Hartung entgegen, dass die Planungen in der Tat vorangetrieben werden, Monat für Monat. Sei man im vergangenen Jahr noch von einem Baubeginn im Jahr 2015 ausgegangen, so werde nun schon in diesem Jahr begonnen. Und dann war jeder anwesende Steigerthäler der fundierte Baumeister. Und die werden das Planungs- und Baugeschehen strengstens beobachten und begutachten.

Karin Busch lobte die bisherige Zusammenarbeit mit dem Stadtentwässerungsbetrieb, der sich immer an die gemachten Zusagen gehalten habe. Nach Steigerthal gekommen war auch der bündnisgrüne Landtagsabgeordnete Dirk Adams, der sich bereits mehrfach auf Einladung der Bürgerinitiative in Steigerthal umgesehen hatte. Adams wollte wissen, ob bei der Entwässerung auch andere neue Leitungen mit in die Erde kommen?

Es gebe diesen Anspruch auf jeden Fall, sagte Oberbürgermeister Dr. Klaus Zeh (CDU), der jedoch auch sagte, dass es zu Abstimmungsproblemen kommen könnte, das könne man nicht ausschließen. Was jedoch im Verantwortungsbereich der Stadt Nordhausen liege, das wolle man schon zusammenführen. Allerdings gebe es mit der Telekom auch andere Player. Das bestätigte so auch der städtische Bauamtsleiter Jens Kohlhause.

Es soll nicht die letzte Zusammenkunft in dieser Runde in Steigerthal gewesen sein.
Autor: red

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