Kürzer und erlebnisreicher
Dienstag, 29. Januar 2013, 17:00 Uhr
Das Jahr 2013 hat noch elf Monate, in denen Menschen ihre angestammte Umgebung verlassen - sprich - Urlaub machen können. Wie da die Trends aus Sicht eines Nordhäuser Reiseveranstalters aussehen, das hat die nnz in Erfahrung bringen können...
Unmittelbar am Kreisel der Freiherr-vom-Stein-Straße befindet sich die "Zentrale" von Brauer Reisen. Jürgen Brauer, der seit 1990 im Geschäft ist, sagt von sich selbst, dass er eigentlich ein Reiseveranstalter ist, der zufällig noch Busse besitzt. Das macht einiges leichter, um die Angebote für die Reisenden und Urlauber passgerecht zu "stricken".
"Passgenau", das sind seit einigen Jahren die fünf bis sechs Tage dauernden Fahrten, die einen Trend bestätigen, den Jürgen Brauer seit Jahren beobachtet und dem er mit seinen Angeboten im Katalog Rechnung tragen muss. "In den 1990er Jahren standen bei uns die Fahrten über zehn bis zwölf Tage hoch im Kurs der Urlauber. Bis zu 3 mal im Jahr sind wir zum Nordkap gefahren, quer durch Frankreich, mehrmals im Jahr nach Griechenland und Sizilien", erinnert sich der 62jährige.
Ein Bruch setzte für Jürgen Brauer und alle seine Mitbewerber in der Reisebranche mit der Euroeinführung ein. Der Urlaub in den Nachbarländern Deutschlands, wie zum Beispiel in Südtirol zum Beispiel war nicht mehr preiswert. Und so veränderten sich die Reisegewohnheiten sukzessive. Kürzere Reisen mit einem intensiven Erlebnisteil - viel sehen und erleben in wenigen Tagen. So sind die Anzahl der Katalog-Reisen auf jetzt 129 in diesem Jahr gestiegen, aber oft nur 4 bis 6 Tage.
Zugenommen habe auch der Anteil der Tagesfahrten, die mit einem Event verknüpft sind. Ob eine Frauentagsfeier, Musicaltour oder die Reise zu einem Volksmusikkonzert - all das sind die Favoriten der Passagiere, die vom Brauer-Team freundlich und pünktlich ans Ziel und wieder zurück gebracht werden.
Die Arbeit eines regionalen Reiseveranstalters ist mehr als bei den Giganten am Markt eine tägliche Herausforderung. "Wir müssen zum Beispiel im Vorherein wissen, was unsere Kunden im kommenden Jahr wollen. Wir nutzen dabei natürlich die Erfahrungen und den Kontakt mit den Kunden, stellen uns auf Trends ein. Dennoch: die Herausgabe eines Katalogs ist in jedem Jahr auch irgendwie eine 'Reise ins Ungewisse'", erklärt Jürgen Brauer.
Die Arbeit mit den Kunden ist aber auch von hoher Verantwortung geprägt. In kaum einer anderen Branche vertraut der Kunde dem Geschäft das Geld vor dem Erhalt der Leistung oder des Produktes an. Im Reisegewerbe ist das so, denn die Veranstalter gehen gegenüber ihren Geschäftspartnern in den Reisezielen ebenfalls in Vorleistung. Und wenn dann etwas nicht so passt am Urlaubsort, dann sind wir allesamt die Ansprechpartner, denn die Kunden setzen voraus, dass die im Katalog ausgeschriebenen Leistungen das Mindeste sind. Als örtlicher Reiseveranstalter, wie sich Jürgen Brauer selbst bezeichnet erwachsen daraus auch Vorteile. Eventuelle Probleme lassen sich im persönlichen Gespräch klären, "wir sind da sehr kulant."
Seit 1990 kennt Jürgen Brauer nun dieses Geschäft. Im Verkaufsbungalow des des VEB Baustoffversorgung am Kommunikationsweg in Nordhausen fing die Unternehmensgeschichte mit dem Reisebüro seiner Frau Loni an. Bis 2008 war noch die Firma Weihrauch aus Northeim beteiligt, dann kaufte Jürgen Brauer seinem Partner dessen Firmenanteile ab. Tochter Katrin Brauer und ihr Ehemann Jens Zombik arbeiten seit 1994 in der Firma und nehmen das unternehmerische Lenkrad zunehmend selbst in die Hand. Beide lernten sich beim Studium in Dresden kennen. Das war 1989, in einer wahrhaft historisch-turbulenten Zeit. Dass sie einmal ein Unternehmen mit fast 20 Mitarbeitern führen sollen, daran hatten beide damals wohl nicht gedacht.
Autor: redUnmittelbar am Kreisel der Freiherr-vom-Stein-Straße befindet sich die "Zentrale" von Brauer Reisen. Jürgen Brauer, der seit 1990 im Geschäft ist, sagt von sich selbst, dass er eigentlich ein Reiseveranstalter ist, der zufällig noch Busse besitzt. Das macht einiges leichter, um die Angebote für die Reisenden und Urlauber passgerecht zu "stricken".
"Passgenau", das sind seit einigen Jahren die fünf bis sechs Tage dauernden Fahrten, die einen Trend bestätigen, den Jürgen Brauer seit Jahren beobachtet und dem er mit seinen Angeboten im Katalog Rechnung tragen muss. "In den 1990er Jahren standen bei uns die Fahrten über zehn bis zwölf Tage hoch im Kurs der Urlauber. Bis zu 3 mal im Jahr sind wir zum Nordkap gefahren, quer durch Frankreich, mehrmals im Jahr nach Griechenland und Sizilien", erinnert sich der 62jährige.
Ein Bruch setzte für Jürgen Brauer und alle seine Mitbewerber in der Reisebranche mit der Euroeinführung ein. Der Urlaub in den Nachbarländern Deutschlands, wie zum Beispiel in Südtirol zum Beispiel war nicht mehr preiswert. Und so veränderten sich die Reisegewohnheiten sukzessive. Kürzere Reisen mit einem intensiven Erlebnisteil - viel sehen und erleben in wenigen Tagen. So sind die Anzahl der Katalog-Reisen auf jetzt 129 in diesem Jahr gestiegen, aber oft nur 4 bis 6 Tage.
Zugenommen habe auch der Anteil der Tagesfahrten, die mit einem Event verknüpft sind. Ob eine Frauentagsfeier, Musicaltour oder die Reise zu einem Volksmusikkonzert - all das sind die Favoriten der Passagiere, die vom Brauer-Team freundlich und pünktlich ans Ziel und wieder zurück gebracht werden.
Die Arbeit eines regionalen Reiseveranstalters ist mehr als bei den Giganten am Markt eine tägliche Herausforderung. "Wir müssen zum Beispiel im Vorherein wissen, was unsere Kunden im kommenden Jahr wollen. Wir nutzen dabei natürlich die Erfahrungen und den Kontakt mit den Kunden, stellen uns auf Trends ein. Dennoch: die Herausgabe eines Katalogs ist in jedem Jahr auch irgendwie eine 'Reise ins Ungewisse'", erklärt Jürgen Brauer.
Die Arbeit mit den Kunden ist aber auch von hoher Verantwortung geprägt. In kaum einer anderen Branche vertraut der Kunde dem Geschäft das Geld vor dem Erhalt der Leistung oder des Produktes an. Im Reisegewerbe ist das so, denn die Veranstalter gehen gegenüber ihren Geschäftspartnern in den Reisezielen ebenfalls in Vorleistung. Und wenn dann etwas nicht so passt am Urlaubsort, dann sind wir allesamt die Ansprechpartner, denn die Kunden setzen voraus, dass die im Katalog ausgeschriebenen Leistungen das Mindeste sind. Als örtlicher Reiseveranstalter, wie sich Jürgen Brauer selbst bezeichnet erwachsen daraus auch Vorteile. Eventuelle Probleme lassen sich im persönlichen Gespräch klären, "wir sind da sehr kulant."
Seit 1990 kennt Jürgen Brauer nun dieses Geschäft. Im Verkaufsbungalow des des VEB Baustoffversorgung am Kommunikationsweg in Nordhausen fing die Unternehmensgeschichte mit dem Reisebüro seiner Frau Loni an. Bis 2008 war noch die Firma Weihrauch aus Northeim beteiligt, dann kaufte Jürgen Brauer seinem Partner dessen Firmenanteile ab. Tochter Katrin Brauer und ihr Ehemann Jens Zombik arbeiten seit 1994 in der Firma und nehmen das unternehmerische Lenkrad zunehmend selbst in die Hand. Beide lernten sich beim Studium in Dresden kennen. Das war 1989, in einer wahrhaft historisch-turbulenten Zeit. Dass sie einmal ein Unternehmen mit fast 20 Mitarbeitern führen sollen, daran hatten beide damals wohl nicht gedacht.
