Aus Sicht eines Debattanten...
Freitag, 25. Januar 2013, 06:05 Uhr
Die nnz hatte gestern über den Regionalausscheid des Bundeswettbewerbes "Jugend debattiert" berichtet. Eine der Schülerinnen, die sich gestern den Juroren stellten, war Pauline Sawatzki...
Debattieren ist weit mehr als nur "profanes" Diskutieren. Dabei ist die Vorbereitung sehr wichtig. Zehn Tage vorher bekommt man, als Debattant, sein Thema gesagt. Ab da gehen die Vorbereitungen los und das heißt: Gründliches Informieren und Recherchieren! Während einer Debatte werden die Debattanten in vier Kategorien bewertet: Sachkenntnis, Ausdruck, Gesprächsfähigkeit und Überzeugungskraft (kurz – SAGÜ).
Am Wettbewerbstag ist man meistens ziemlich aufgeregt. Man sieht seine "Gegner" oft zum ersten Mal, schätzt sie ein und ab. Schließlich weiß man nicht wie sie sich vorbereitet haben, auf welche Aspekte sie eingehen werden und wie gut sie wirklich sind.
Während einer Debatte bleibt kaum Platz für andere Gedanken – man muss schnell die Argumente der Gegner erfassen und dann möglichst gut entkräften. Nach 'Jugend debattiert'-Regeln besteht eine Langdebatte aus jeweils zwei Minuten Einführungsrede, 12 Minuten freier Aussprache und jeweils einer Minute Schlussrede. Vor allem während der freien Aussprache entwickelt die Debatte oft einen eigenen Charakter, der in ganz andere Richtungen laufen kann als geplant.
Sind diese, insgesamt 24 Minuten, geschafft kann man erstmal aufatmen. Endlich vorbei! Jedoch folgt danach das Schlimmste – das Warten. Je nach Qualität der Debatte und der Teilnehmer kann sich die Besprechung der Juroren schon ganz schön in die Länge ziehen.
Während des Wartens geht man oft im Kopf nochmal die Debatte durch, gesteht sich Fehler ein und wird meist noch nervöser bis schließlich das Urteil der Jury verkündet wird.
Jedoch ist die Platzierung beim Debattieren eher zweitranging, denn es gibt keine Verlierer. Es entwickeln sich teilweise Freundschaften, das Debattieren schult nicht nur das Allgemeinwissen, sondern auch das Interagieren, den Ausdruck und das Argumentieren. Also ist es eine großartige Vorbereitung für das spätere Leben und auf alle Fälle zu empfehlen.
Pauline Sawatzki
Autor: redDebattieren ist weit mehr als nur "profanes" Diskutieren. Dabei ist die Vorbereitung sehr wichtig. Zehn Tage vorher bekommt man, als Debattant, sein Thema gesagt. Ab da gehen die Vorbereitungen los und das heißt: Gründliches Informieren und Recherchieren! Während einer Debatte werden die Debattanten in vier Kategorien bewertet: Sachkenntnis, Ausdruck, Gesprächsfähigkeit und Überzeugungskraft (kurz – SAGÜ).
Am Wettbewerbstag ist man meistens ziemlich aufgeregt. Man sieht seine "Gegner" oft zum ersten Mal, schätzt sie ein und ab. Schließlich weiß man nicht wie sie sich vorbereitet haben, auf welche Aspekte sie eingehen werden und wie gut sie wirklich sind.
Während einer Debatte bleibt kaum Platz für andere Gedanken – man muss schnell die Argumente der Gegner erfassen und dann möglichst gut entkräften. Nach 'Jugend debattiert'-Regeln besteht eine Langdebatte aus jeweils zwei Minuten Einführungsrede, 12 Minuten freier Aussprache und jeweils einer Minute Schlussrede. Vor allem während der freien Aussprache entwickelt die Debatte oft einen eigenen Charakter, der in ganz andere Richtungen laufen kann als geplant.
Sind diese, insgesamt 24 Minuten, geschafft kann man erstmal aufatmen. Endlich vorbei! Jedoch folgt danach das Schlimmste – das Warten. Je nach Qualität der Debatte und der Teilnehmer kann sich die Besprechung der Juroren schon ganz schön in die Länge ziehen.
Während des Wartens geht man oft im Kopf nochmal die Debatte durch, gesteht sich Fehler ein und wird meist noch nervöser bis schließlich das Urteil der Jury verkündet wird.
Jedoch ist die Platzierung beim Debattieren eher zweitranging, denn es gibt keine Verlierer. Es entwickeln sich teilweise Freundschaften, das Debattieren schult nicht nur das Allgemeinwissen, sondern auch das Interagieren, den Ausdruck und das Argumentieren. Also ist es eine großartige Vorbereitung für das spätere Leben und auf alle Fälle zu empfehlen.
Pauline Sawatzki

