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„Das Jahr kann man vergessen...“

Freitag, 13. Februar 2004, 10:53 Uhr
Nordhausen (nnz). Diese Spruch hört von man von vielen Gastronomen, wenn nach dem Jahr 2003 fragt. Trotz eines Supersommers war die Umsatz in den Hotels, Pensionen, Kneipen und Lokalen alles andere als super.


Die Thüringer Unternehmen des Gastgewerbes setzten nach vorläufigen Ergebnissen im Jahre 2003 nominal, d.h. in jeweiligen Preisen, 6,1 Prozent weniger um als im Jahr zuvor. Real, also preisbereinigt, betrug der Rückgang 6,9 Prozent. Nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik meldete das Thüringer Gastgewerbe bereits das vierte Jahr in Folge Umsatzeinbußen.

Vom Umsatzrückgang waren alle drei Branchen des Thüringer Gastgewerbes betroffen: Im Beherbergungsgewerbe wurde im Jahr 2003 nominal 3,2 Prozent und real 4,4 Prozent weniger umgesetzt als im Jahr 2002. Im Gaststättengewerbe betrug das Minus nominal 7,7 Prozent und real 8,2 Prozent. Die höchsten Umsatzrückgänge meldeten im Jahr 2003 die Kantinen und Caterer. Hier wurden nominal 8,4 Prozent und real 9,3 Prozent weniger umgesetzt als im Jahr zuvor.

Mit der rückläufigen Umsatzentwicklung war ein weiterer Abbau von Arbeitsplätzen im Thüringer Gastgewerbe verbunden. Im Jahr 2003 waren durchschnittlich 5,9 Prozent weniger Personen beschäftigt als im Jahr 2002. Während die Anzahl der Vollzeitbeschäftigten um 9,2 Prozent sank, stieg die Anzahl der Teilzeitbeschäftigten um 2,2 Prozent. Die Arbeitsplatzsituation in den einzelnen Branchen des Thüringer Gastgewerbes spiegelt die jeweilige Umsatzentwicklung wider: Den relativ geringsten Arbeitsplatzabbau im Vergleich zum Jahr 2002 meldete das Beherbergungsgewerbe mit - 3,1 Prozent. Im Gaststättengewerbe wurde durchschnittlich 6,9 Prozent weniger Personal beschäftigt. Bei den Kantinen und Caterern ging fast jeder zehnte Arbeitsplatz (- 9,5 Prozent) verloren.
Autor: nnz

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