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Fleißig gesammelt

Donnerstag, 12. Februar 2004, 11:28 Uhr
Nordhausen (nnz). Trotz eines neuen Systems: Kunststoffabfälle gehören im Landkreis Nordhausen immer noch in den gelben Sack. Und genau bei diesen Altkunststoffen gab es in den zurückliegenden Jahren erstaunliche Steigerungsraten.


Kunststoffe sind inzwischen aus unserem täglichen Leben nicht mehr wegzudenken. So bestehen heute beispielsweise über 60 Prozent aller Verpackungen ganz oder teilweise aus Kunststoffen. Unter dem Hintergrund immer knapper werdender natürlicher Ressourcen und durch das Inkrafttreten des Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetzes im Jahre 1996 entsprechend forciert, hat das Recycling von Kunststoffverpackungen und -abfällen in den letzten Jahren deutlich zugenommen.

Im Jahre 2002 wurden in Thüringen insgesamt 140 241 Tonnen Altkunststoffe zur Wiederverwertung aufbereitet. Das war nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik bereits das 2,5fache der im Jahre 1996 recycelten Menge und 28 Prozent mehr als im Jahre 2000. Fast 55 Prozent dieser aufbereiteten Materialien sind Produktionsrückstande aus der Industrie. Im Jahre 1996 lag dieser Anteil bei nur 27 Prozent. Weitere 32 Prozent stammen aus der Einsammlung und Sortierung von Verpackungen.

Bei 84 Prozent der recycelten Kunststoffe handelte es sich im Jahr 2002 um so genannte Thermoplaste, d. h. um Kunststoffe, die beim Erwärmen in einen plastischen Zustand übergehen und ihre Form und chemische Struktur nach dem Erkalten beibehalten. Deutlich auf dem Vormarsch sind dabei in den letzten Jahren die Kunststoffarten PVC (Polyvinylchlorid) und PET (Polyethylenterephthalat), die inzwischen zusammen bereits einen Anteil von 22 Prozent an den wiederverwerteten Thermoplasten haben.
Autor: nnz

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