nnz-online

Aus zwei mach eins

Montag, 21. Januar 2013, 10:21 Uhr
Momentan gibt es in Nordhausen zwei Berufsschulen mit drei Standorten - in der Morgenröte, der Straße der Genossenschaften und in der Rudolf-Breitscheid-Straße. Spätestens in der kommenden Woche soll das der Vergangenheit angehören...


Der Kreistag soll am Dienstag in einer Woche die Bildung des staatlichen Berufsschulzentrums Nordhausen mit den Standorten Straße der Genossenschaften 168, Morgenröte 2 und Rudolf-Breitscheid-Straße beschließen.

Gegenwärtig hält der Landkreis Nordhausen als Schulträger die staatliche berufsbildende Schule (SBBS) für Gesundheit, Soziales und Wirtschaft mit den Standorten Morgenröte und Rudolf-Breitscheid-Straße sowie die SBBS2 in der Straße der Genossenschaften vor.

Mit Blick auf die demografische Entwicklung und dem daraus resultierenden Rückgang an Schulabgängern ergaben sich auch für die Schulnetzplanung im berufsbildenden Bereich wesentliche Veränderungen. Ausdruck dessen ist die Gestaltung eines gemeinsamen Berufsschulnetzes der vier Nordthüringer Landkreise sowie die Festlegungen der Schulnetzplanung des Landkreises zur Bildung eines Berufsschulzentrums.

Ziel ist es, eingebettet in das Nordthüringer Berufsschulnetz, eine Optimierung und Effizienz der beruflichen Ausbildung im Landkreis Nordhausen zu erreichen. So wird es dann nur noch eine Schulleitung geben. Der Wandel in der Altersstruktur der Bevölkerung geht auch mit einem Absenken der
Schülerzahlen einher.

Noch im Schuljahr 2007/08 wurden an der SBBS für Gesundheit, Soziales und Wirtschaft mehr als 1.300 und an der SBBS 2 mehr als 1.500 Schüler und Auszubildende zu einem Abschluss geführt. Heute besuchen insgesamt 1.300 Schüler und Azubis beide Einrichtungen. Zu den demografischen Veränderungen kamen wirtschaftliche Entwicklungen, die sich auf die Berufsausbildung, als dem Schwerpunkt der schulischen Tätigkeit, massiv auswirkten.

Mit der Bildung des Berufsschulzentrums soll die Attraktivität des Bildungsstandortes Nordhausen gesteigert und zukunftssichere Strukturen der beruflichen Bildung im Landkreis geschaffen werden. Die Konzentration der Ausbildung ist eine entscheidende Voraussetzung für das Vorhalten bestimmter Schulformen (z. B. Berufsschule, Berufsfachschule, Fachoberschule, Berufliches Gymnasium).

Des Weiteren geht es um die effektivere Nutzung der vorhandenen Ressourcen, wie die Optimierung des Lehrereinsatzes (Minimierung von Unterrichtsausfall, qualifikationsgerechter Einsatz). Ebenso wird durch die Zusammenfassung von Berufsfeldern und Veränderungen in der Raumbelegung durch die Fachschaften eine schulorganisatorisch effizientere Nutzung der Klassenräume erreicht.

Dies führt auch zu einer wirkungsvolleren und damit auch kostensenkenden Inanspruchnahme der vorhandenen hochwertigen Ausstattungen bzw. Unterrichtsmittel für die Ausbildung der Schüler.

Insgesamt kann der Verwaltungsaufwand zur Führung der schulorganisatorischen und materiellen Prozesse reduziert werden. Mit der Bildung des Berufsschulzentrums Nordhausen soll eine unternehmensnahe und wohnortnahe Beschulung und die Qualitätssicherung der Ausbildung auch für die Zukunft gewährleistet werden.
Autor: red

Drucken ...
Alle Texte, Bilder und Grafiken dieser Web-Site unterliegen dem Urherberrechtsschutz.
© 2026 nnz-online.de