Menschenwürde verletzt
Montag, 09. Februar 2004, 15:19 Uhr
Nordhausen/Bleicherode (nnz). Die Abschiebung der Familie Le Da aus Bleicherode hat Emotionen ausgelöst. Die Begründungen der zuständigen Behörde, dass damit Gesetzlichkeit hergestellt wurde, wollen die Bündnisgrünen im Landkreis Nordhausen nicht einfach so hinnehmen.
Wenn die gesetzlich geforderte Ausbürgerung der Familie seit vielen Jahren bekannt war, ohne dass ihr Taten folgten, bestehe aus Sicht von Bündnis90/Die Grünen die berechtigte Frage, weshalb dann eine Abschiebung ohne Ankündigung eines festen Termins in einer Nacht- und Nebelaktion erfolgen musste. Diese Art des Umgangs mit Bürgern verletze die Menschenwürde.
Der Hilferuf des 12jährigen Jungen mache außerdem deutlich, dass hier keine Kompromisse gesucht wurden, die z. B. durch das Angebot einer Familie, ihn bei sich aufzunehmen, möglich gewesen wären. Der Kreisverband der Bündnisgrünen schließt sich der Forderung der Menschenrechtsbeauftragten der Bundesregierung, Claudia Roth, an, eine Einigung bei der Zuwanderung zügig herbeizuführen. Es sei eine Schande, dass Deutschland hier Schlusslicht sei.
Ein modernes Gesetz dürfe nicht aus ideologischer Verbohrtheit geopfert werden. Der Kreisverband nimmt diesen aktuellen Fall zum Anlass, um über den Landesverband das Schicksal des Jungen Tuan in der Bundesebene bekannt zu machen in der Hoffnung, dass gute Lösungen für seine Zukunft gefunden werden.
Autor: nnzWenn die gesetzlich geforderte Ausbürgerung der Familie seit vielen Jahren bekannt war, ohne dass ihr Taten folgten, bestehe aus Sicht von Bündnis90/Die Grünen die berechtigte Frage, weshalb dann eine Abschiebung ohne Ankündigung eines festen Termins in einer Nacht- und Nebelaktion erfolgen musste. Diese Art des Umgangs mit Bürgern verletze die Menschenwürde.
Der Hilferuf des 12jährigen Jungen mache außerdem deutlich, dass hier keine Kompromisse gesucht wurden, die z. B. durch das Angebot einer Familie, ihn bei sich aufzunehmen, möglich gewesen wären. Der Kreisverband der Bündnisgrünen schließt sich der Forderung der Menschenrechtsbeauftragten der Bundesregierung, Claudia Roth, an, eine Einigung bei der Zuwanderung zügig herbeizuführen. Es sei eine Schande, dass Deutschland hier Schlusslicht sei.
Ein modernes Gesetz dürfe nicht aus ideologischer Verbohrtheit geopfert werden. Der Kreisverband nimmt diesen aktuellen Fall zum Anlass, um über den Landesverband das Schicksal des Jungen Tuan in der Bundesebene bekannt zu machen in der Hoffnung, dass gute Lösungen für seine Zukunft gefunden werden.
