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Starke zweite Halbzeit reichte nicht

Mittwoch, 09. Januar 2013, 21:27 Uhr
In einem Wechselbad der Gefühle unterlagen die Damen des Thüringer HC dem TSV Bayer 04 Leverkusen mit 27:30 (13:20) Die Thüringerinnen versuchten in der zweiten Hälfte das Spiel zu drehen...


Aber Leverkusen überzeugte mit einer starken Mannschaftsleistung und entschied die Schlussphase der Partie für sich. Nationalspielerin Marlene Zapf erzielte 8 Treffer (8/6) für Leverkusen, erfolgreichste Werferin des THC wurde Nadja Nadgornaja mit 9(4) Treffern.

Der THC startete konzentriert und ging durch Treffer von Kerstin Wohlbold und Katrin Engel mit 2:0 in Führung. Die Gäste brauchten etwas länger um ins Spiel zu finden, hatten aber nach 10 Minuten ist den ersten Ausgleich erreicht. Bayer profitierte von zwei unverständlichen Schiedsrichterentscheidungen und konnte durch ihren stärker werdenden Rückraum nach 15 Minuten eine Dreitoreführung erzielen. (6:9)

Bis dahin hatte Maike März im THC-Tor einen Strafwurf von Kim Naidzinavicius pariert, konnte sich dann aber nicht auf die platzierten Fernwürfe von Steinbach und Naidzinavicius einstellen. Herbert Müller reagierte mit dem Team-Time-Out und beorderte Katarina Tomasevic ins THC-Gehäuse. Doch die Elfen ließen sich das Zepter nicht aus der Hand nehmen, der THC produzierte mehrere Passfehler. Ihre Führung schwankte zwischen zwei und drei Toren, in der 26.Minute stand erstmals eine Viertoreführung auf der Anzeigetafel.

Denisa Glankovicova und und Kim Naizinavicius nutzten jetzt die Freiräume, die durch die offensive Deckung für Laura Steinbach immer wieder entstanden. Da der THC-Angriff weiter nicht traf, sondern mehrfach den Ball vertändelte, schraubten die Gäste die Führung zur Halbzeit auf einen komfortablen 20:13 Vorsprung.

Es war mit Sicherheit kein gemütlicher Pausentee. Den ersten zwei Würfe der Gäste wehrte Maike März, jetzt wieder im THC-Tor, bravourös ab - zwei starke Konter brachten das 15:20 und der THC schien auch in der Abwehr jetzt engültig wach. Nadja Nadgornaja war jetzt da - und erzielte drei Treffer in Folge. Und als Lydia Jakubisova mit viel Übersicht einen weiteren Gegenstoß an ValentynaSalamakha vorbeibrachte, war der Gastgeber zumindest wieder im Spiel. (19:22 - 36.)

Leverkusen tat sich im Rückraum jetzt schwerer, hatte aber mit Naira Extremado eine sichere Vollstreckerin. Aus spitzestem Winkel brachte sie den Ball an Maike März vorbei und hielt damit den THC auch nach 40 gespielten Minuten weiter auf Distanz. Aber der THC ließ nicht nach - unermüdlich trieb Kerstin Wohlbold den Angriff an und in der Abwehr zwang man jetzt die Gäste zu fehlerhaftem Spiel. Diese Phase brachte die Gastgeberinnen heran und in der 53.Minute erzielte Nadja Nadgornaja den Anschlusstreffer. Kaum zu glauben - was für ein verrücktes Spiel - Leverkusen schien verunsichert. Aber die individuelle Stärke der Gäste gab den Ausschlag.

Die letzten sieben Minuten gehörten den Elfen. Katrin Engel ließ sich den Ball aus der Hand prellen, Nadja Nadgornaja wurde bei einem Überleger mit einem Schrittfehlerpfiff bestraft. Der Bayer-Vorsprung hielt, drei Minuten vor Schluss netzte Laura Steinbach zum 29:26 aus Bayer-Sicht ein, Kerstin Wohlbold traf 30 Sekunden vor Schluss die Torlatte. Den Jubel der Gäste konnte nichts mehr aufhalten.

Stimmen nach dem Spiel:

Heike Ahlgrimm (Trainerin Bayer Leverkusen): Ich bin glücklich, dass wir heute hier beide Punkte mitnehmen konnten. Wir haben eine richtig gute erste Halbzeit gespielt und uns mit dem 20:13 eine super Führung erarbeitet. Wir wussten, dass Thüringen in der zweiten Halbzeit alles versuchen würde, das Spiel noch zu kippen. Wir haben dann im Angriff einige Fehler produziert und den THC zu leichten Toren kommen lassen. Ich denke, wir haben heute verdient gewonnen.

Herbert Müller (Trainer THC): Wir sind gut ins Spiel gekommen. Dann aber sind wir in der Abwehr zu statisch zu Werke gegangen, haben einfache Fehler im Angriff gemacht. In der ersten Hälfte haben wir zehn technische Fehler gemacht und den Ball mehrfach dem Gegner in die Hände gespielt. Kämpferisch stark war, wie wir dann wieder ins Spiel zurück gekommen sind. Das Spiel hätte kippen können, als wir beim Stand von 19:22 zwei Gegenstöße nicht verwandeln konnten.
Autor: red

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