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Parteiarbeit und Stadtgeschichte

Montag, 07. Januar 2013, 18:48 Uhr
Parteiarbeit kann mitunter Spaß machen. Vor allem dann, wenn neue Wege beschritten werden. Das erfuhren weit über 20 Mitglieder des SPD-Ortsvereins Nordhausen und einige Gäste in der vergangenen Woche. Sie hatten sich nämlich als Versammlungsort die „Flohburg“ Das Nordhausen Museum ausgewählt. Was die Genossinnen und Genossen da zu hören und zu sehen bekamen, weiß Georg Backhaus...


Einen Jahresauftakt in einer geschichtsträchtigen Stätte zu zelebrieren – das war schon eine tolle Idee und besitzt zweifellos starke Symbolkraft. Und das gleich noch aus drei Gründen: Zum ersten, weil – um es mit einem abgewandelten Wort von Wilhelm von Humboldt zu sagen – nur der eine Zukunft verdient, der auch eine Vergangenheit haben will. Zum zweiten die erste deutsche Arbeiterpartei – SPD – in diesem Jahr auf vielfältige Weise auf ihre 150jährige Geschichte zurückblickt und schließlich zum dritten Dr. Cornelia Klose die Anwesenden mit einer exzellenten Führung durch das Museum überraschte.

So nahm die Museumsleiterin ihre Gäste mit auf eine mehrere Tausend Jahre umfassenden Zeitreise in die Vergangenheit. In anderthalb Stunden lies sie mit Charme und profundem Wissen die Nordhäuser Besiedelungs- und Stadtgeschichte Revue passieren. Gespickt waren ihre Ausführungen mit kleinen Episoden über die Herkunft so mancher Ausstellungsstücke – ob nun Fundstück, Schenkung oder Leihgabe. Namens aller Anwesenden dankte SPD-Ortsvereinsvorsitzender Andreas Wieninger für die interessante Führung.

Während eines anschließenden Gedankenaustausches bei Glühwein und einem kleinen Snack vermittelte Andreas Wieninger einen kurzen Überblick über die Arbeit der SPD-Fraktion im Nordhäuser Stadtrat. Bürgermeister Matthias Jendricke beschrieb anschließend die neue Konstellation in der Führungsspitze der Rathauses, die sich nach der Wahl von Hannelore Haase zur Zweiten Beigeordneten ergeben hat. Barbara Rinke vermittelte Erfahrungen, die sie in ihrer 18jährigen Amtszeit als Stadtoberhaupt gesammelt hat, und gab Hinweise, wie die heutige Volkspartei SPD durch kluge Aktionen und Argumente ihr Profil schärfen, Fehler korrigieren und unser Gemeinwesen dadurch ein Stück weit gerechter gestaltet werden kann.

In Vorbereitung des 150 Jahrestages der Gründung der SPD haben mehrere Genossen mit der Erarbeitung eines geschichtlichen Abrisses über die Entstehung der deutschen Sozialdemokratie und ihre Entwicklung bis in unsere Zeit begonnen, der in der hiesigen Presse auch veröffentlicht werden soll. Weitere SPD-Mitglieder wollen themenbezogene Veranstaltungen vorbereiten, die künftig vierteljährlich stattfinden und für interessierte Bürger offen sind. Auch die regionale Presse wird dazu eingeladen. Verstärkt will die Partei auf junge Leute zugehen und sie - vorerst auch ohne Mitgliedschaft – für eine engagierte Mitarbeit gewinnen, um mehr „frischen Wind“ in die Parteiarbeit zu bringen.

Nun aber steht zunächst die Nominierung der SPD-Kandidatin auf der Wahlkreiskonferenz für den Bundestagswahlkreis 189 am 31. Januar in Leinefelde an. Dazu wird die aus Körner (Unstrut-Hainich-Kreis) stammende Carmen Listemann am 10. Januar (14.30 bis ca. 16.30 Uhr) in das SPD-Kreisbüro Nordhausen (Markt 6) kommen und sich den Genossen vorstellen. Und vom Kanzlerkandidaten Peer Steinbrück wünschen sich die Südharzer SPD-Mitglieder, dass es mitunter klüger ist die Zunge zu hüten, als Äußerungen zu machen, die zwar sachlich richtig sind, aber zum falschen Zeitpunkt kommen.

Die Sozialdemokraten jedenfalls wollen mit vereinten Kräften und wahrnehmbarer bürgernaher Arbeit in dieses spannende Wahljahr gehen.
Georg Backhaus, Mitglied SPD-Ortsverein Nordhausen
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Autor: red

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