nnz-online

SPD im Landkreis sucht Strategie und sich selbst

Freitag, 23. März 2001, 14:27 Uhr
Nordhausen (nnz). Am Nachmittag werden die Genossen zwischen Bleicherode und Windehausen die Sachen packen sozialdemokratische Standardwerke dazulegen, eventuell die Wanderschuhe anziehen und sich zur Klausur nach Neustadt begeben. Kreisvorstand, Vorstände der Ortsvereine und die Kreistagsfraktion wollen über die zurückliegende Arbeit beraten, Strategiespiele spielen und über eine entscheidende Frage philosophieren: Wer mit wem?
Bei kleinen Filethäppchen und Schweinekrustenbraten soll am Abend versucht werden, das Verhältnis zu den anderen beiden Parteien (CDU und PDS) im Kreis und im Land darzustellen. "Hier müssen endlich klare Worte rauskommen", mahnt Kreischefin Dagmar Becker gegenüber nnz an. Für sie steht fest, dass Rot-Rot die richtige Farbmischung sei, um im Landkreis aber auch im Land die politische Zukunft meistern zu können. Von unten, von der Basis heraus soll Druck gemacht werden in Richtung Landesvorstand. Den gilt es nämlich auch in diesem Jahr zu wählen. Welche Richtung im Thüringer SPD-Olymp schließlich das Sagen haben wird, davon hängt letztlich die Zukunft der Partei im grünen Herzen Deutschlands ab.
Nach dem Frühstück soll der Samstagvormittag dem Kreishaushalt und einer Person vorbehalten sein: Mattias Jendricke. Nach nnz-Informationen will Jendricke eine Erklärung abgeben, wie er in der Sache "Beigeordnetenwahl" weiter agieren werde. Er werde auch die Fragen beantworten, ob er denn überhaupt noch agieren wolle? Hört man zwischen den Reihen der Frontgenossen richtig hin, dann ist da bereits Erstaunliches zu hören. Doch soll an dieser Stelle nicht spekuliert werden, die Klarheit soll morgen sozusagen als Vorspeise des Mittagsessens den Genossen kredenzt werden - Guten Appetit!
Autor: nnz

Drucken ...
Alle Texte, Bilder und Grafiken dieser Web-Site unterliegen dem Urherberrechtsschutz.
© 2026 nnz-online.de