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Arbeitsmarkt-Reaktionen (2)

Donnerstag, 03. Januar 2013, 12:35 Uhr
„Trotz typischer Wintersymptome befindet sich der Arbeitsmarkt in Thüringen auf einem stabilen Niveau“, sagte der Thüringer Arbeitsminister Matthias Machnig zu den heutigen Dezember-Zahlen. Weitere Details des ministeriellen Statements mit dem bekannten Klick...


Mit einem leichten Anstieg von 7,8 Prozent im November auf 8,2 Prozent im Dezember bleibe der Arbeitsmarkt weiterhin stabil. Verglichen mit dem Vorjahresmonat – dem Dezember 2011 – habe die Arbeitslosigkeit um knapp 950 Arbeitslose abgenommen.

Auffällig sei der Rückgang an gemeldeten Stellen. Im Dezember 2012 hat es einen Zugang an 4.484 gemeldeten Stellen gegeben – das waren rund 450 weniger als im Vormonat November. „Unternehmen sind vorsichtiger mit der Schaffung neuer Stellen“, sagte Machnig. Gleichzeitig werden in einigen Branchen händeringend Fachkräfte gesucht. „Diese Fachkräftelücke kann neue Chancen eröffnen“, sagte der Minister. Arbeitsuchende müssen auch im neuen Jahr verstärkt für Ausbildung, Weiterbildung und Qualifizierung gewonnen werden, damit sie neue Jobchancen bekommen. Machnig: „2013 muss das Jahr der guten Arbeit werden.“

Trotz Stellenrückgangs gebe es in verschiedenen Thüringer Branchen eine deutliche Nachfrage nach Arbeitskräften. Dazu zählt die Metallindustrie, die Fahrzeug- und Elektrotechnik, aber auch die Gesundheits- und Sozialwirtschaft. Gerade in den Gesundheits- und Sozialberufen ist sogar ein deutliches Plus gegenüber dem Vorjahr 2011 zu verzeichnen. Berufe wie Physiotherapeuten, Kranken- und Altenpfleger verzeichnen - auch aufgrund des demografischen Wandels - in Thüringen einen deutlichen Zuwachs.

„Die Berufe in der Sozial- und Gesundheitswirtschaft brauchen eine deutliche Steigerung an Attraktivität durch faire Löhne und gute Arbeitsbedingungen“, sagte der Minister. Nur so können junge Leute für eine Ausbildung und Berufserfahrene für eine Weiterbildung in diesem Bereich gewonnen werden. Wie der „Sozialwirtschaftsbericht Thüringen“, den Wirtschaftsministerium und Sozialministerium im Jahr 2012 herausgegeben haben, belegt, sind die Berufe in diesem Bereich durch niedrige Löhne in Kombination mit einem hohem körperlichen und psychischen Einsatz geprägt. „Auch 2013 muss es heißen: Faire Löhne und gute Arbeit für Thüringen“, sagte der Minister. „Nur auf diesem Weg gewinnt der Wirtschaftsstandort Thüringen für Fachkräfte an Attraktivität.“
Autor: red

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