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Offensive für Ausbildung

Mittwoch, 04. Februar 2004, 19:29 Uhr
Nordhausen (nnz). Am Montag erfolgte in Erfurt der Start der Ausbildungsoffensive 2004 der IHK. In einem 7-Punkteprogramm setzt die Kammer Prioritäten für das Ausbildungsjahr 2004. Welche das sind, das erfahren Sie mit einem Klick auf MEHR.


So ist es vordringlichste Aufgabe, die Ausbildungsbereitschaft der Unternehmen durch persönliche Kontaktaufnahme zu erhöhen und neue Betriebe für die Ausbildung zu gewinnen. Mit 6000 Ausbildungsverträgen und 400 neuen Ausbildungsbetrieben ist dieses eine anspruchsvolle Zielsetzung, die sowohl des persönlichen Aufrufes des Präsidenten als auch des Engagements eines jeden Mitarbeiters bedarf. Dabei ist die Kooperation mit regionalen Partnern unabdingbar, die im Rahmen von Konferenzen, Börsen und Bildungsmessen Akzente setzen werden.

Nach wie vor stellt sich die IHK vehement gegen die Einführung einer Ausbildungsplatzabgabe, die sehr viel Verwaltungsaufwand nach sich ziehen würde und an der Verbesserung der Ausbildungssituation entsprechend dem Bedarf der Wirtschaft nichts ändern würde. Die Sicherung der Ausbildungsreife der Schulabgänger sowie die Stärkung der Schulen verlangt eine enge Zusammenarbeit zwischen Schule und Wirtschaft. Der Einfluss der Kammer auf die Berufsorientierung und Berufsvorbereitung sowie die Umsetzung von Projekten wie „Berufsstart“, „Bosse als Lehrer“, „Technikführerschein“ u.v.m. wird federführend durch deren Mitwirkung gestaltet. Für künftige Bewerber soll mehr Transparenz geschaffen werden. Hierzu stehen Berufsinformationsmessen, der Last-Minute-Lehrstellenservice – „Sonderservice Ausbildung“ sowie umfangreiche Maßnahmen der Firmenausbildungsverbünde zur Verfügung.

Da ein Drittel der Bewerber nicht aus dem aktuellen Schulentlassungsjahr kommt, sind gerade für dieses Klientel abgestimmte berufsqualifizierende Bildungsmaßnahmen außerhalb der Schulen mit Zulassung zu IHK Prüfungen umzusetzen. Jugendlichen mit bedingter Ausbildungsfähigkeit sind Alternativen wie Teilqualifikationen, Berufsvorbereitungsmaßnahmen u.a. anzubieten, um auch Ihnen einen Einstieg in das Berufsleben zu ermöglichen. Mit diesem umfangreichem Aktionsprogramm sollen Maßstäbe gesetzt werden, die sowohl den Unternehmen als auch den Bewerbern Unterstützung bieten.
Autor: nnz

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