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Bruttoinlandsprodukt stieg in Thüringen um 2,1 Prozent

Donnerstag, 22. März 2001, 10:55 Uhr
Nordhausen (nnz/tls). Träger des Wirtschaftswachstums in Thüringen war auch im Jahr 2000 das Verarbeitende Gewerbe mit einem Anstieg der Bruttowertschöpfung um real 11,9 Prozent. Demgegenüber sank die Bruttowertschöpfung des Baugewerbes real um 5,5 Prozent. Das Wirtschaftswachstum in Thüringen im Jahr 2000 wurde von einem Rückgang bei den Erwerbstätigen am Arbeitsort um 15.800 Personen bzw. 1,5 Prozent begleitet. Das Bruttoinlandsprodukt je Erwerbstätigen erhöhte sich real um 3,6 Prozent. Das Bruttoinlandsprodukt Thüringens, d.h. die Summe der im Inland produzierten Güter und geleisteten Dienste erreichte im Jahr 2000 einen Wert von 76,8 Milliarden Mark. Nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik lag es damit nominal um 1,4 Prozent über dem Ergebnis des Jahres 1999. Unter Ausschaltung der Preisveränderungen ergab sich für das Bruttoinlandsprodukt Thüringens eine Wachstumsrate von real 2,1 Prozent.
Die entsprechenden Wachstumsraten betrugen im früheren Bundesgebiet (ohne Berlin) nominal 2,9 Prozent und real 3,3 Prozent, im Gebiet der neuen Bundesländern (ohne Berlin) nominal 0,5 Prozent und real 1,1 Prozent. Die jüngsten Berechnungen des Arbeitskreises "Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen der Länder", dem die Statistischen Ämter aller Bundesländer angehören, stützen sich auf kurzfristig verfügbare Wirtschaftsdaten für das gesamte Berichtsjahr 2000. Die Entwicklung der einzelnen Wirtschaftsbereiche verlief auch 2000 uneinheitlich. Mit einem Wachstum der Bruttowertschöpfung von real 11,9 Prozent erwies sich das Verarbeitende Gewerbe auch 2000 als Träger des Wirtschaftswachstums in Thüringen. Im Baugewerbe setzte sich dagegen die seit dem Jahr 1995 anhaltende rückläufige Entwicklung fort. Die Bruttowertschöpfung verringerte sich hier im Jahr 2000 um real 5,5 Prozent.
Die Wirtschaftsleistung wurde von insgesamt 1.061.800 Erwerbstätigen erbracht. Das waren 15.800 Erwerbstätige bzw. 1,5 Prozent weniger als 1999. Die Rückgänge bei den Erwerbstätigen konzentrierten sich auf den zweiten Arbeitsmarkt und das Baugewerbe. Das Bruttoinlandsprodukt je Erwerbstätigen betrug im Jahr 2000 in Thüringen nominal 72.300 Mark und lag damit weiterhin unter dem entsprechenden Wert für das Gebiet der neuen Bundesländer (ohne Berlin) von 74.300 Mark und dem für das frühere Bundesgebiet (ohne Berlin) von 108.900 Mark. Der Zuwachs beim Bruttoinlandsprodukt je Erwerbstätigen betrug im Jahr 2000 in Thüringen real 3,6 Prozent.
Autor: nnz

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