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Drei Sichtweisen

Dienstag, 18. Dezember 2012, 16:21 Uhr
Mit großen Schritten eilt das Jahr seinem Ende entgegen – auch die Schüler der 12. Klasse des Schiller-Gymnasiums Bleicherode beenden am Freitag das erste Kurshalbjahr. Und da kam durchaus keine Langeweile auf...


Vielfältig waren die Veranstaltungen, die uns neben unserem Unterrichtsalltag begleiteten. So verbrachten wir einen Praktikumstag an der Fachhochschule Nordhausen, mit der uns eine schon über zehnjährige Zusammenarbeit verbindet. Wir, die Kurslehrer Herr Gassmann, Frau Spieß und Frau Bayer sowie alle Schüler bedanken sich ganz herzlich für die Unterstützung durch die Mitarbeiter der Fachhochschule aus den Bereichen Informatik, Physik und Chemie. So sahen die Schüler den Tag…

Carmen Bayer, Fachberaterin Chemie Gymnasien Schulamtsbereich Nordthüringen


Ausflug an die FH Nordhausen (1)

Die Schüler des Informatikkurses mit grundlegendem Anforderungsniveau besuchten im Kurshalbjahr 12/1 zusammen mit den Schülern aus dem Physik – und dem Chemiekurs die Fachhochschule Nordhausen. Dort führten wir interessante Experimente zu unseren jeweiligen Fächern durch. Die Informatik-Schüler bekamen echte Roboter aus Lego in die Hand, die von Herrn Tabatt, unserem Betreuer, liebevoll Robbys genannt wurden.

Diese „Robbys“ durften wir dann in Dreiergruppen programmieren und ihnen so verschiedene Befehle geben, wie etwa eine Melodie abzuspielen oder vorwärts zu fahren. Später bekamen wir Sensoren, die wir an die Roboter bauten und so konnte er spüren, wenn er vor einer Wand stand und fuhr dann auf unsere Programmierung hin rückwärts.

Besonders viel Spaß machte das Austesten und das Herumfahren mit dem Roboter und die Freude über das Gelingen des Programmierens war groß, besonders bei den Jungs unseres Kurses, die sich zum Schluss Rennen mit den Robotern lieferten.

Ich denke, dieser Ausflug bot eine nette Abwechslung zum Unterrichtsalltag und wir konnten beobachten wie das, was wir im Unterricht beigebracht bekommen, Anwendung im Alltag findet.
Sarah Kraul

Ausflug an die FH Nordhausen (1)

„Titration“, „Wasserprobe“ und „Coca Cola“ – das waren die drei Stichworte, welche den Besuch unseres Chemiekurses an der Fachhochschule Nordhausen prägten. Im Rahmen unseres Chemieunterrichtes war es uns im dortigen Labor unter der Anleitung von Frau Petzold möglich, verschiedene von ihr und unserer Chemielehrerin Frau Bayer ausgewählte Experimente durchzuführen. Obwohl wir beispielsweise die Säure-Base-Titration bereits aus dem Unterricht kannten, war es doch etwas anderes, sie mit den Gerätschaften des Labors umsetzen zu können. Ebenso arbeiteten wir bei der Ermittlung des Härtegerades verschiedener Wasserproben sowie bei der Ermittlung von Phosphorsäure in einer Cola mit uns zum Teil unbekannten Mitteln.

Frau Pezold als auch Frau Bayer standen uns dabei mit Rat und Tat zu Seite. So erhielten wir einen kleinen Einblick in den Alltag eines Chemiestudenten, der sowohl im Kopf als auch in den Beinen topp fit sein muss.
Jasmin Wille

Ausflug an die FH Nordhausen (1)

„Und am Donnerstag machen wir einen Exkurs in die Fachhochschule Nordhausen. Dort werden wir einige Physikexperimente durchführen – also denkt an euer Tafelwerk!“ Mit diesen Worten und einiger Neugier sahen wir der Veranstaltung entgegen. Experimente an der Fachhochschule? Das war ja mal was ganz Neues.
So machte sich die Klassenstufe 12 unseres Gymnasiums in eigener Anreise an diesem Tag auf nach Nordhausen, mit Tafelwerk, Block und Stiften in der Tasche.
Nachdem wir endlich den genauen Treffpunkt gefunden hatten, konnte es auch schon losgehen: Die Grundkurse (Chemie, Informatik, Physik) wurden getrennt voneinander in die jeweiligen Abschnitte der FH geführt.

Unsere Experimente befanden sich im Keller. Nachdem wir unserer Lehrerin, Frau Spieß, brav gefolgt waren, kamen wir in einem der Räume an und wurden herzlich von einem netten Mann begrüßt. Er stellte sich als Herr Dr. Haupt vor und bemerkte als erstes verwundert die niedrige Jungenanzahl unseres Kurses, welcher genau einen Jungen beinhaltet. Dann zeigte er uns den Raum, welcher Ähnlichkeit mit einem Klassenzimmer hatte.
Zwei lange Tische befanden sich darin und darauf: Gerätschaften. Messgeräte. Thermometer. Motoren. Stoppuhren. Röhrchen. Und den meisten von uns ging durch den Kopf: Wie bitte sollen wir das zustande bringen?

Schnell teilten wir uns in Dreiergrüppchen auf und ließen uns vor den Röhrchen, Motoren und Gerätschaften nieder. Dr. Haupt machte uns auf Versuchsanleitungen aufmerksam, die auf den Tischen platziert waren und nun uns gehörten. Sie bestanden aus der Beschreibung der Grundlagen, der Arbeitsweise und Tabellen, in denen wir die gemessenen Werte eintragen konnten – und dann ging es auch schon los.

Unsere Gruppe setzte sich als erstes mit dem Thema „Strömungswiderstand und Auftrieb“ auseinander. Durch einen Luftstromerzeuger konnten wir die Strömungswiderstände verschiedener Formen herausfinden, was uns zwar erst etwas kompliziert schien, doch am Ende sehr gut klappte. Denn als uns Dr. Haupt über die Schultern schaute und bei dem Anblick unserer gemessenen Werte zufrieden nickte, waren wir ziemlich stolz auf uns.

Das nächste Experiment, an das wir uns nach einer kurzen Essenspause wagten, bestand aus der Arbeitsweise eines Stirlingmotors. Die Aufgabe bestand darin, durch einen angezündeten Spiritusbrenner einen Stirlingmotor zum Laufen zu bringen und die Werte abzulesen. Dieses Experimente bescherte uns zwar verbrannte Fingerkuppen – war aber doch ziemlich interessant. Vor allem die Anzeige des Diagramms über das Oszilloskop war faszinierend.

Außer diesen zwei Experimenten gab es noch zwei weitere, doch uns fehlte die Zeit, diese durchzuführen. Sie hatten unter anderem mit der Energiegewinnung durch Solarzellen zu tun.

Alles in allem empfanden wir den Tag an der Fachhochschule als gelungene Abwechslung vom Schulalltag. Die Experimente, welche erst schwierig schienen, entpuppten sich als interessante und unterhaltsame Art, physikalische Vorgänge zu erfassen und zu verstehen. Ein großer Dank gilt auch Herrn Dr. Haupt, welcher uns mit einer großen Portion Geduld und Freundlichkeit einen lehrreichen Vormittag gestaltete.
Clara Steffes
Autor: red

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