nnz-Rückspiegel: 1. Februar 2003
Sonntag, 01. Februar 2004, 08:58 Uhr
Nordhausen (nnz). Wenn Sie wissen wollen, was sich vor exakt einem Jahr im Landkreis Nordhausen ereignet hat? Dann sind Sie hier genau richtig. Die nnz-Redaktion hat zurückgeblickt.
Heute: Viel Arbeit und viel Kapital
Viel wird gearbeitet in Deutschland
Unlängst hatte nnz in einem Beitrag angemerkt, dass der Kreisverband der mittelständischen Wirtschaft (BDMW) noch der aktivste ist in dem Bemühen, die Interessen des Mittelstandes öffentlich zu machen. Von Empörung war da die Rede über Stümperhaftigkeit und Aktionismus der rot-grünen Bundesregierung. Und von Solidarität mit dem Handwerk, mit dem zusammen man am 7. Februar in Erfurt demonstrieren will, um auf die prekäre Lage dieser Wirtschaftssparte aufmerksam zu machen. Nun kann es keinen Zweifel an der Tatsache geben, dass sich das Handwerk und auch der Mittelstand insgesamt in einer außerordentlich schwierigen Phase befindet, über die ja schon oft und ausführlich berichtet wurde.
Es gibt aber auch eine Kehrseite dieser prekären Situation, über die weniger zu lesen ist, die aber einer gerade fertiggestellten Studie für das Institut für angewandte Wirtschaftsforschung (IAW) in Tübingen zu entnehmen ist. Während dieser Studie zufolge für dieses Jahr nur mit einem mageren Wirtschaftswachstum von etwa einem Prozent gerechnet werden kann, wird bei der Schattenwirtschaft, nämlich der Schwarzarbeit, mit einem Zuwachs von 5,6 Prozent auf eine Leistung von 370 Milliarden Euro gerechnet. Mit einem Anteil von knapp 17,1 Prozent des Bruttoinlandproduktes werde die Schattenwirtschaft ein Rekordhoch erreichen, meint der Linzer Wirtschaftsforscher Friedrich Schneider, der unmittelbar an der Erstellung der Studie beteiligt war. Im Vorjahr lag der Anteil noch bei 16,6 Prozent. Dem Staat entgehen dadurch Milliardensummen...ausführlich im nnz-Archiv
Kapital für Arbeit zeigt Wirkung
Schon einmal – im November des vergangenen Jahres – beschäftigte sich nnz mit dem Thema Kapital für Arbeit und erläuterte dort, worum es dabei geht (siehe Archiv). Inzwischen ist die Entwicklung weiter gegangen und soll deshalb nachfolgend erneut thematisiert werden. Als Bestandteil der Hartz-Initiative gehört das Programm Kapital für Arbeit zu den Teilen, die bisher noch am wenigsten von den Interessenparteien nachgebessert wurden. Möglicherweise ist die inzwischen von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) als positiv eingeschätzte Entwicklung auch auf diesen Umstand zurückzuführen. Täglich gingen Anfragen im Volumen von fünf bis sechs Millionen Euro ein, sagte KfW-Vorstandschef Hans Reich. Für das Jahr 2003 dürfte ein Fördervolumen von 1,2 Milliarden Euro zu Stande kommen und damit etwa 12 000 Arbeitslosen zu einer festen Anstellung verhelfen. Bislang wurden rund 50 Millionen Euro zugesagt, 1000 Arbeitslose haben dadurch einen neuen Job gefunden. Reich wertet das als gute Zwischenbilanz. Er räumte allerdings ein, dass viele Kreditinstitute dem Programm noch mehr oder weniger reserviert gegenüber stünden. Dies gelte nach Aussage Reichs vor allem für die Sparkassen. Wir müssen noch etwas Geduld haben mit den durchleitenden Banken. Dort gibt es derzeit einen Engpass, meint der KfW-Chef...ausführlich im nnz-Archiv
Autor: nnzHeute: Viel Arbeit und viel Kapital
Viel wird gearbeitet in Deutschland
Unlängst hatte nnz in einem Beitrag angemerkt, dass der Kreisverband der mittelständischen Wirtschaft (BDMW) noch der aktivste ist in dem Bemühen, die Interessen des Mittelstandes öffentlich zu machen. Von Empörung war da die Rede über Stümperhaftigkeit und Aktionismus der rot-grünen Bundesregierung. Und von Solidarität mit dem Handwerk, mit dem zusammen man am 7. Februar in Erfurt demonstrieren will, um auf die prekäre Lage dieser Wirtschaftssparte aufmerksam zu machen. Nun kann es keinen Zweifel an der Tatsache geben, dass sich das Handwerk und auch der Mittelstand insgesamt in einer außerordentlich schwierigen Phase befindet, über die ja schon oft und ausführlich berichtet wurde.
Es gibt aber auch eine Kehrseite dieser prekären Situation, über die weniger zu lesen ist, die aber einer gerade fertiggestellten Studie für das Institut für angewandte Wirtschaftsforschung (IAW) in Tübingen zu entnehmen ist. Während dieser Studie zufolge für dieses Jahr nur mit einem mageren Wirtschaftswachstum von etwa einem Prozent gerechnet werden kann, wird bei der Schattenwirtschaft, nämlich der Schwarzarbeit, mit einem Zuwachs von 5,6 Prozent auf eine Leistung von 370 Milliarden Euro gerechnet. Mit einem Anteil von knapp 17,1 Prozent des Bruttoinlandproduktes werde die Schattenwirtschaft ein Rekordhoch erreichen, meint der Linzer Wirtschaftsforscher Friedrich Schneider, der unmittelbar an der Erstellung der Studie beteiligt war. Im Vorjahr lag der Anteil noch bei 16,6 Prozent. Dem Staat entgehen dadurch Milliardensummen...ausführlich im nnz-Archiv
Kapital für Arbeit zeigt Wirkung
Schon einmal – im November des vergangenen Jahres – beschäftigte sich nnz mit dem Thema Kapital für Arbeit und erläuterte dort, worum es dabei geht (siehe Archiv). Inzwischen ist die Entwicklung weiter gegangen und soll deshalb nachfolgend erneut thematisiert werden. Als Bestandteil der Hartz-Initiative gehört das Programm Kapital für Arbeit zu den Teilen, die bisher noch am wenigsten von den Interessenparteien nachgebessert wurden. Möglicherweise ist die inzwischen von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) als positiv eingeschätzte Entwicklung auch auf diesen Umstand zurückzuführen. Täglich gingen Anfragen im Volumen von fünf bis sechs Millionen Euro ein, sagte KfW-Vorstandschef Hans Reich. Für das Jahr 2003 dürfte ein Fördervolumen von 1,2 Milliarden Euro zu Stande kommen und damit etwa 12 000 Arbeitslosen zu einer festen Anstellung verhelfen. Bislang wurden rund 50 Millionen Euro zugesagt, 1000 Arbeitslose haben dadurch einen neuen Job gefunden. Reich wertet das als gute Zwischenbilanz. Er räumte allerdings ein, dass viele Kreditinstitute dem Programm noch mehr oder weniger reserviert gegenüber stünden. Dies gelte nach Aussage Reichs vor allem für die Sparkassen. Wir müssen noch etwas Geduld haben mit den durchleitenden Banken. Dort gibt es derzeit einen Engpass, meint der KfW-Chef...ausführlich im nnz-Archiv
