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Krankenhaus mit eigenem TV-Programm

Freitag, 30. Januar 2004, 10:59 Uhr
Nordhausen (nnz). Viel Neues soll es in bis Ende nächsten Jahres im Südharz-Krankenhaus in Nordhausen geben. Dazu gehört nicht nur ein eigenes TV-Programm...


Die Mitarbeiter um Geschäftsführer Antonius Pille haben sich viel vorgenommen. Bis Ende 2005 sollen die neun Etagen des Bettenhauses 1 mit ihren 18 Stationen komplett umgekrempelt werden, die Fachleute sprechen von Sanierung. Statt vier Betten je Zimmer, wird es nur noch drei geben. Auf jede Station kommen vier Einzelzimmer. Eine Nasszelle pro Zimmer wird zur Grundausstattung gehören.

Neu werden auch die Kommunikationsmöglichkeiten in den Zimmer sein. So soll nach Angaben von Pille jeder Patient über einen eigenen Fernseher verfügen, Flachbildschirme sollen es möglich machen. Darauf sollen nicht nur die öffentlich-rechtlichen und privaten TV-Programme zu sehen sein, auch das Krankenhaus könnte ein eigenes Programm einspeisen. Im „Südharz-Krankenhaus-TV“ soll der Patient über die Einrichtung umfassend informiert werden. „Unsere Patienten sollen wissen, mit wem sie es zu tun haben“, so Antonius Pille.

Geplant ist dann auch noch die Aufstellung von Wasserspendern in den Stationen. Hier wird es für die Patienten möglich sein, sich kostenlos an stillem oder mit Kohlensäure versetztem Wasser zu laben. Das Krankenhaus zieht damit Konsequenzen aus dem Sommer des vergangenen Jahres.

Und dann verweist Pille im Gespräch mit der nnz noch auf eine weitere Neuerung. Die Rohrpost wird im Bettenhaus 1 Einzug halten. Damit sollen nicht etwa Briefe verschickt werden. Es sollen zum Beispiel Proben sein, die im Labor untersucht werden sollen. Ebenso kann es möglich sein, dass Medikamente aus der Apotheke per Rohrpost schnell zu den Stationen kommen. Dadurch soll enorm viel Zeit eingespart werden. Und die ist bekanntlich Geld.

Apropos Geld: Der Umbau des Bettenhauses 1 wird 27,3 Millionen Euro kosten. Das ist die Summe, die beim Thüringer Sozialministerium beantragt worden war. Damit aber nicht genug: Für Antonius Pille soll es schließlich mit dem Um- und Neubauen auch nach 2005 weitergehen. Dann sollte das Bettenhaus 3 vom Stadium der Vision langsam aber sicher zur Realisierung übergeben. Es gibt also jede Menge zu tun, im größten kommunalen Krankenhaus des Freistaates.
Autor: nnz

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