Menschenbilder (54)
Mittwoch, 12. Dezember 2012, 06:36 Uhr
Im Spätherbst 2013 veröffentlicht der Nordhäuser Autor Bodo Schwarzberg den zweiten, reich bebilderten Band der Buchreihe "Menschenbilder aus der Harz- und Kyffhäuserregion" - wiederum mit rund 200 Texten über Zeitzeugen unserer jüngeren Geschichte...
Handel mit Elektrowaren, Tante-Emma-Laden, Landwarenhaus
99765 Heringen /Helme
Der Traum von Bernd Reinsch heißt Baikalsee. Dorthin würde der 74-jährige als nächstes gern fahren. Aber nicht etwa unter Benutzung von Auto oder Flugzeug zur Anreise. Nein, der am 26.05.1938 in Heringen geborene Elektroingenieur erkundet Länder und Kontinente am liebsten mit dem Fahrrad. Streckenlängen von hunderten Kilometern schrecken ihn nicht ab. Im Gegenteil: Es gibt für mich keine schönere Möglichkeit, Landschaften auf diese Weise in mich aufzunehmen und mit Menschen ins Gespräch zu kommen, sagt er.
Der rastlose Rentner, Unternehmer und natürlich Globetrotter, radelte bereits durch weite Teile Skandinaviens und trat sogar auf Grönland in die Pedalen. Er besuchte auf diese Weise aber auch Mallorca und Paris, - letzteres erst im Sommer 2012.
Soll ich vielleicht im Sessel auf das Lebensende warten?, fragt er. Nein, ich muss immer etwas tun. Ohne Arbeit und Bewegung könnte ich mir mein Leben niemals vorstellen, sagt er.
Die meiste Zeit eines Jahres aber widmet Bernd Reinsch vor allem seinem Geschäft in der Straße der Einheit in Heringen: Im ganzen Landkreis Nordhausen und wohl auch darüber hinaus dürfte es so schnell keine Entsprechung finden: Elektrofachgeschäft, Tante-Emma-Laden, Landwarenhaus: Mit jeder dieser drei Bezeichnungen trifft man ins Schwarze. Undenkbar wäre dessen Existenz allerdings ohne die berufliche Entwicklung meines Gesprächspartners und ohne die friedliche Revolution:
Sein Vater Hans Reinsch arbeitete als Elektriker und sein Großvater Bruno Sauerbrey als Schlosser sowie Landwirt. Entsprechend dieser handwerklichen Vorprägung und Tradition entschied sich Bernd Reinsch nach der achten Klasse für einen entsprechenden Beruf: Bei der ehemaligen Kaupa KG in Nordhausen absolvierte er nach väterlichem Vorbild eine Ausbildung zum Elektriker. In der Schule waren Mathematik, Physik und Chemie meine Lieblingsfächer. In der Elektrotechnik fügen sich Handwerk und Naturwissenschaft wunderbar zusammen, erklärt er. Sein Wissensdurst motivierte den Heringer zugleich, an der Volkshochschule das Abitur nachzumachen.
Danach zog es den jungen Mann beruflich in die Ferne: Während der folgenden 20 Jahre von 1955 bis 1975 wirkte er als Elektriker bei der VEM (=Vereinigung Volkseigener Betriebe des Elektromaschinenbaus) Cottbus und half deren Betriebsteil, das bekannte kohleverarbeitende Zentrum Schwarze Pumpe, aufzubauen. Ab 1975 wurde eine Elektroinstallationsfirma in seinem damaligen Wohnort Hoyerswerda zur neuen Arbeitsstätte. Die Arbeit allein hätte Bernd Reinsch jedoch nicht befriedigt: Durch ein in Dresden und Berlin absolviertes Fernstudium zum Elektroingenieur vertiefte und erweiterte er zwischenzeitlich sein bereits erlangtes Wissen.
Dieses und die vielen praktischen Erfahrungen seiner langen beruflichen Auszeit im heutigen Land Brandenburg ermöglichten ihm 1981 in seinem Geburtsort Heringen die Gründung eines privaten Elektroinstallationsbetriebes. Die vielen Arbeitsaufträge vor der Wende waren kaum zu bewältigen. Ich hätte Tag und Nacht arbeiten können, sagt der Handwerker, der sich als Einzelkämpfer fortan Reparatur- und Installationsarbeiten in Einfamilienhäusern und volkseigenen Betrieben widmete. Gefragt nach seinen menschlichen Erfahrungen in der DDR fällt sein Urteil differenziert aus: Niemand musste damals Angst um seine wirtschaftliche Existenz bekommen. Das und die erzwungene weitgehende Gleichheit der Lebensverhältnisse sorgten für mehr Kollegialität und für weniger Neid als in der heutigen Zeit. Aber all dies lag nicht in den Menschen, sondern in der Gesellschaft. Begründet.
Er persönlich sieht sich in der damaligen Zeit vor allem vom Westen geprägt, weswegen er auch jeden Versuch ablehnte, ihn für eine Mitgliedschaft in der SED zu gewinnen.
Nach dem Umbruch im Herbst 1989 blieb Bernd Reinsch bis 1995 als selbstständiger Elektroinstallateur aktiv. Ich hatte das Glück, mir bereits zu DDR-Zeiten einen großen Kundenkreis aufbauen zu können. Das nützte mir weiterhin. Ich hatte gut zu tun, sagt er. Zu seinen größeren Aufträgen jener Zeit rechnet er die Komplettinstallationen der Apotheke Heringen und der Schulküche Petersdorf.
Den Kunden des Heringers kamen aber nicht nur die handwerklichen Fähigkeiten des Elektroingenieurs und Unternehmers zugute. Denn im Jahre 1990 schlug auch die Geburtsstunde des Landwarenhauses in der Straße der Einheit 50, wo er sich zunächst ausschließlich auf den Handel mit Elektroinstallationsmaterial und Elektrogeräten konzentrierte. In der Anfangszeit wurde er vor allem von seiner Ehefrau Elfriede tatkräftig unterstützt. Statt sein Geschäft mit dem Eintritt in das Rentenalter 1995 zu schließen, um sich ganz einem ruhigen und altersgemäßen Dasein zu widmen, wuchs das dort feilgebotene Sortiment unaufhörlich. Ich kann einfach nicht nichts tun. Die Gartenarbeit reicht mir nicht!, bekräftigt er. Nachdem die Elektrogeräte ob der wachsenden Konkurrenz zunehmend schlechter gingen, fanden sich in Bernd Reinschs Verkaufsregalen zunehmend Textilien und Haushaltwaren, dann Baumarktartikel und schließlich Waren rund um den Tierbedarf. Wir haben alles, was Sie brauchen! Und was wir nicht haben, brauchen Sie auch nicht, lautet einer seiner Werbesprüche.
Die angebotene Vielfalt droht den Kunden sprichwörtlich zu erschlagen: Vom exklusiven DDR-Lichtschalter, über Holzschrauben und Holzbrettchen, Farben, Gebäck (FRIWI, Pulsnitzer) bis hin zu Heuharken, Blumentöpfen, Spielzeug und Arbeitsbekleidung ist bei Bernd Reinsch praktisch alles zu haben. Schon einigen, auf der Suche nach einem ausgefallenen Nischenprodukt Verzweifelten, konnte der Heringer Freudentränen aus den Augen locken. – Hier wird so mancher fündig, der nicht mehr daran glaubte.
Ein Grund für die Produktvielfalt liegt in deren Herkunft: Bernd Reinsch ist regelmäßiger Gast bei Versteigerungen im Zuge von Geschäftsauflösungen. Mit seinem Transporter fährt er zu Messen und Aktionswarenmessen nach Köln und Frankfurt, aber auch nach Italien und Spanien. Da findet man so manches, was es hier nicht oder nicht mehr gibt, schmunzelt der 74-jährige.
Schon bald reichte der Platz auf seinem Grundstück nicht mehr aus: Im Hauptgeschäft lagern heute Geschenkartikel, Haushaltwaren und Drogerieartikel, daneben im Hof Waren für Landwirtschaft und Garten, in der ehemaligen Werkstatt Farben und Tierbedarf und im früheren Gewächshaus, wo der Händler zu DDR-Zeiten Tomaten anbaute, haben die Baumarktartikel ihren Platz. Bei Schrauben, Lacken, Farben und Lasuren genießt das Geschäft des Heringers auf Grund des kaum schlagbaren Preis-Leistungsverhältnisses einen besonders guten Ruf. Eine Mitarbeiterin unterstützt ihn im Geschäft.
Und es gibt eine weitere Besonderheit: Bei mir kann man noch immer mit D-Mark bezahlen, sagt mein Gesprächspartner, ich nehme sie gern. Im Abstand von mehreren Jahren stellt Bernd Reinsch ein oder zwei Eimer mit Pfennigen in seinen Transporter, um sie bei der Bundesbankfiliale in Erfurt gegen Euroscheine einzutauschen.
Unterwegs träumt er dann gewiss schon von seiner nächsten großen Reise mit dem Fahrrad. Obwohl er sich bereits als Kind vom Reisefieber gepackt sah und er zu DDR-Zeiten mit seiner Familie u.a. der Ukraine auf abenteuerliche Weise einen fünfwöchigen Urlaubsbesuch abstattete, entdeckte er erst mit 58 Jahren das Verreisen per Fahrrad für sich. Die erste Tour führte ihn gleich von Heringen aus direkt nach Mallorca, 18 Länder folgten bis heute. Zu ihnen gehören neben den oben genannten beispielsweise auch Irland, Island und Litauen. Mitunter fuhr ich einfach zum Flughafen und entschied mich erst dort für das jeweilige Ziel, schmunzelt er. Bis zu 2.000 Kilometer Fahrstrecke können während einer Reinschschen Radreise durchaus zusammenkommen. Früher nutzte er unterwegs das Zelt als Wohnstatt, heute hingegen bevorzugt er Hotels. Geschichten über seine Reiseerlebnisse kann Bernd Reinsch unzählige zum Besten geben. Aber dafür sprechen Sie, liebe Leser, aus Platzgründen am besten selbst mit ihm.
Die Kinder der Familie heißen Monika (geb. 1955, wohnt bei Weißenfels) und Harald (geb. 1960, lebt in Magdeburg). Mit Stolz blicken die Reinschs auch auf ihre drei Enkelkinder.
Autor: nnzElektroingenieur Bernd Reinsch
GlobetrotterHandel mit Elektrowaren, Tante-Emma-Laden, Landwarenhaus
99765 Heringen /Helme
Der Traum von Bernd Reinsch heißt Baikalsee. Dorthin würde der 74-jährige als nächstes gern fahren. Aber nicht etwa unter Benutzung von Auto oder Flugzeug zur Anreise. Nein, der am 26.05.1938 in Heringen geborene Elektroingenieur erkundet Länder und Kontinente am liebsten mit dem Fahrrad. Streckenlängen von hunderten Kilometern schrecken ihn nicht ab. Im Gegenteil: Es gibt für mich keine schönere Möglichkeit, Landschaften auf diese Weise in mich aufzunehmen und mit Menschen ins Gespräch zu kommen, sagt er.
Der rastlose Rentner, Unternehmer und natürlich Globetrotter, radelte bereits durch weite Teile Skandinaviens und trat sogar auf Grönland in die Pedalen. Er besuchte auf diese Weise aber auch Mallorca und Paris, - letzteres erst im Sommer 2012.
Soll ich vielleicht im Sessel auf das Lebensende warten?, fragt er. Nein, ich muss immer etwas tun. Ohne Arbeit und Bewegung könnte ich mir mein Leben niemals vorstellen, sagt er.
Die meiste Zeit eines Jahres aber widmet Bernd Reinsch vor allem seinem Geschäft in der Straße der Einheit in Heringen: Im ganzen Landkreis Nordhausen und wohl auch darüber hinaus dürfte es so schnell keine Entsprechung finden: Elektrofachgeschäft, Tante-Emma-Laden, Landwarenhaus: Mit jeder dieser drei Bezeichnungen trifft man ins Schwarze. Undenkbar wäre dessen Existenz allerdings ohne die berufliche Entwicklung meines Gesprächspartners und ohne die friedliche Revolution:
Sein Vater Hans Reinsch arbeitete als Elektriker und sein Großvater Bruno Sauerbrey als Schlosser sowie Landwirt. Entsprechend dieser handwerklichen Vorprägung und Tradition entschied sich Bernd Reinsch nach der achten Klasse für einen entsprechenden Beruf: Bei der ehemaligen Kaupa KG in Nordhausen absolvierte er nach väterlichem Vorbild eine Ausbildung zum Elektriker. In der Schule waren Mathematik, Physik und Chemie meine Lieblingsfächer. In der Elektrotechnik fügen sich Handwerk und Naturwissenschaft wunderbar zusammen, erklärt er. Sein Wissensdurst motivierte den Heringer zugleich, an der Volkshochschule das Abitur nachzumachen.
Danach zog es den jungen Mann beruflich in die Ferne: Während der folgenden 20 Jahre von 1955 bis 1975 wirkte er als Elektriker bei der VEM (=Vereinigung Volkseigener Betriebe des Elektromaschinenbaus) Cottbus und half deren Betriebsteil, das bekannte kohleverarbeitende Zentrum Schwarze Pumpe, aufzubauen. Ab 1975 wurde eine Elektroinstallationsfirma in seinem damaligen Wohnort Hoyerswerda zur neuen Arbeitsstätte. Die Arbeit allein hätte Bernd Reinsch jedoch nicht befriedigt: Durch ein in Dresden und Berlin absolviertes Fernstudium zum Elektroingenieur vertiefte und erweiterte er zwischenzeitlich sein bereits erlangtes Wissen.
Dieses und die vielen praktischen Erfahrungen seiner langen beruflichen Auszeit im heutigen Land Brandenburg ermöglichten ihm 1981 in seinem Geburtsort Heringen die Gründung eines privaten Elektroinstallationsbetriebes. Die vielen Arbeitsaufträge vor der Wende waren kaum zu bewältigen. Ich hätte Tag und Nacht arbeiten können, sagt der Handwerker, der sich als Einzelkämpfer fortan Reparatur- und Installationsarbeiten in Einfamilienhäusern und volkseigenen Betrieben widmete. Gefragt nach seinen menschlichen Erfahrungen in der DDR fällt sein Urteil differenziert aus: Niemand musste damals Angst um seine wirtschaftliche Existenz bekommen. Das und die erzwungene weitgehende Gleichheit der Lebensverhältnisse sorgten für mehr Kollegialität und für weniger Neid als in der heutigen Zeit. Aber all dies lag nicht in den Menschen, sondern in der Gesellschaft. Begründet.
Er persönlich sieht sich in der damaligen Zeit vor allem vom Westen geprägt, weswegen er auch jeden Versuch ablehnte, ihn für eine Mitgliedschaft in der SED zu gewinnen.
Nach dem Umbruch im Herbst 1989 blieb Bernd Reinsch bis 1995 als selbstständiger Elektroinstallateur aktiv. Ich hatte das Glück, mir bereits zu DDR-Zeiten einen großen Kundenkreis aufbauen zu können. Das nützte mir weiterhin. Ich hatte gut zu tun, sagt er. Zu seinen größeren Aufträgen jener Zeit rechnet er die Komplettinstallationen der Apotheke Heringen und der Schulküche Petersdorf.
Den Kunden des Heringers kamen aber nicht nur die handwerklichen Fähigkeiten des Elektroingenieurs und Unternehmers zugute. Denn im Jahre 1990 schlug auch die Geburtsstunde des Landwarenhauses in der Straße der Einheit 50, wo er sich zunächst ausschließlich auf den Handel mit Elektroinstallationsmaterial und Elektrogeräten konzentrierte. In der Anfangszeit wurde er vor allem von seiner Ehefrau Elfriede tatkräftig unterstützt. Statt sein Geschäft mit dem Eintritt in das Rentenalter 1995 zu schließen, um sich ganz einem ruhigen und altersgemäßen Dasein zu widmen, wuchs das dort feilgebotene Sortiment unaufhörlich. Ich kann einfach nicht nichts tun. Die Gartenarbeit reicht mir nicht!, bekräftigt er. Nachdem die Elektrogeräte ob der wachsenden Konkurrenz zunehmend schlechter gingen, fanden sich in Bernd Reinschs Verkaufsregalen zunehmend Textilien und Haushaltwaren, dann Baumarktartikel und schließlich Waren rund um den Tierbedarf. Wir haben alles, was Sie brauchen! Und was wir nicht haben, brauchen Sie auch nicht, lautet einer seiner Werbesprüche.
Die angebotene Vielfalt droht den Kunden sprichwörtlich zu erschlagen: Vom exklusiven DDR-Lichtschalter, über Holzschrauben und Holzbrettchen, Farben, Gebäck (FRIWI, Pulsnitzer) bis hin zu Heuharken, Blumentöpfen, Spielzeug und Arbeitsbekleidung ist bei Bernd Reinsch praktisch alles zu haben. Schon einigen, auf der Suche nach einem ausgefallenen Nischenprodukt Verzweifelten, konnte der Heringer Freudentränen aus den Augen locken. – Hier wird so mancher fündig, der nicht mehr daran glaubte.
Ein Grund für die Produktvielfalt liegt in deren Herkunft: Bernd Reinsch ist regelmäßiger Gast bei Versteigerungen im Zuge von Geschäftsauflösungen. Mit seinem Transporter fährt er zu Messen und Aktionswarenmessen nach Köln und Frankfurt, aber auch nach Italien und Spanien. Da findet man so manches, was es hier nicht oder nicht mehr gibt, schmunzelt der 74-jährige.
Schon bald reichte der Platz auf seinem Grundstück nicht mehr aus: Im Hauptgeschäft lagern heute Geschenkartikel, Haushaltwaren und Drogerieartikel, daneben im Hof Waren für Landwirtschaft und Garten, in der ehemaligen Werkstatt Farben und Tierbedarf und im früheren Gewächshaus, wo der Händler zu DDR-Zeiten Tomaten anbaute, haben die Baumarktartikel ihren Platz. Bei Schrauben, Lacken, Farben und Lasuren genießt das Geschäft des Heringers auf Grund des kaum schlagbaren Preis-Leistungsverhältnisses einen besonders guten Ruf. Eine Mitarbeiterin unterstützt ihn im Geschäft.
Und es gibt eine weitere Besonderheit: Bei mir kann man noch immer mit D-Mark bezahlen, sagt mein Gesprächspartner, ich nehme sie gern. Im Abstand von mehreren Jahren stellt Bernd Reinsch ein oder zwei Eimer mit Pfennigen in seinen Transporter, um sie bei der Bundesbankfiliale in Erfurt gegen Euroscheine einzutauschen.
Unterwegs träumt er dann gewiss schon von seiner nächsten großen Reise mit dem Fahrrad. Obwohl er sich bereits als Kind vom Reisefieber gepackt sah und er zu DDR-Zeiten mit seiner Familie u.a. der Ukraine auf abenteuerliche Weise einen fünfwöchigen Urlaubsbesuch abstattete, entdeckte er erst mit 58 Jahren das Verreisen per Fahrrad für sich. Die erste Tour führte ihn gleich von Heringen aus direkt nach Mallorca, 18 Länder folgten bis heute. Zu ihnen gehören neben den oben genannten beispielsweise auch Irland, Island und Litauen. Mitunter fuhr ich einfach zum Flughafen und entschied mich erst dort für das jeweilige Ziel, schmunzelt er. Bis zu 2.000 Kilometer Fahrstrecke können während einer Reinschschen Radreise durchaus zusammenkommen. Früher nutzte er unterwegs das Zelt als Wohnstatt, heute hingegen bevorzugt er Hotels. Geschichten über seine Reiseerlebnisse kann Bernd Reinsch unzählige zum Besten geben. Aber dafür sprechen Sie, liebe Leser, aus Platzgründen am besten selbst mit ihm.
Die Kinder der Familie heißen Monika (geb. 1955, wohnt bei Weißenfels) und Harald (geb. 1960, lebt in Magdeburg). Mit Stolz blicken die Reinschs auch auf ihre drei Enkelkinder.
