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Denkwürdiges Spiel

Sonntag, 09. Dezember 2012, 15:50 Uhr
Warum Schiedsrichter Frank Hildebrandt aus Nebra dieses letzte Spiel der Hinrunde überhaupt angepfiffen hat, wird wohl sein Geheimnis bleiben. Am Ende konnte Wacker wenigstens noch einen Punkt zur Weihnachtsfeier mitnehmen...

Schneespiel im AKS (Foto: nnz) Schneespiel im AKS (Foto: nnz)

Zur Beschreibung des Wetters: Nach stundenlangem Schneefall war ein Drittel des Kunstrasenplatzes einigermaßen vom Schnee befreit, der Rest war knöchelhoch bedeckt.

Schon mit der Seitenwahl hatten die Gäste Glück, sie spielten in Richtung des vom Schnee befreiten Tores, in dem Jonas Heidrich stand. Die Chemnitzer Reservisten hatten den besseren Auftakt und die Platzverhältnisse brachten bereits in der 3. Minute Matti Langer zu Fall, der auf dem Geläuf ausgerutscht war. Nach längerer Behandlung konnte der Nordhäuser Abwehrspieler jedoch weitermachen.

In der 9. Minute der erste erfolgversprechende Angriff der Nordhäuser durch Charly Tunc. Der bekommt fünf Minuten später eine weitere Chance, als Jan Lähmannsröben sich auf der linken Seite durchsetzt und zu Tunc spielt. Jedoch wird der Ball durch die Schneewehen auf dem Platz so langsam, dass Tunc nur zusehen kann, wie die rote Kugel steckenbleibt.

Ab der 20. Minute bleibt das Wacker-Bemühen sprichwörtlich ein wenig im Schnee stecken, das Spiel wirkt dadurch ausgeglichener, was geradeso durch das Schneetreiben beobachten kann. Danach werden die Gäste stärker. Ab der 30. Minute gibt es Chancen für die Sachsen zuhauf: In der 33., in der 37. Minute zum Beispiel.

Schneespiel im AKS (Foto: nnz) Schneespiel im AKS (Foto: nnz)

In der 40. Minute hoffen die 312 Zuschauer im Schneechaos auf das erste Tor, denn Benjamin Halstenberg legt sich den Ball bei einem Freistoß zurecht. Aus 20 Meter geht das Geschoss rechts am Tor vorbei - dann ist Halbzeit.

Nach nur fünf Minuten Pause geht es weiter im Schnee, der nun auch auf der einst geräumten Seite mehrere Zentimeter hoch liegt. In der Halbzeitpause bleibt Marcel Goslar in der Kabine, dafür spielt jetzt Eike Noparlik, dessen Einsatz nur bis zur 73. Minute andauert, dann muss der Wackere verletzungsbedingt gegen Ramón Hofmann ausgewechselt werden.

Doch zurück zum Spiel. Die sehen mitten in einer kleinen Drangphase der Gastgeber das erste Tor dieses Spiels. Nur: der Ball liegt in der 65. Minute im Wackertor. 0:1. Dorthin hat ihn Christian Jendrossek per Hacke hingebracht. Zuvor herrschte ein gewisses Chaos in der Nordhäuser Abwehr. Nur drei Minuten später hat Chemnitz fast das zweite Tor geschossen, Jonas Heidrich rettet. Glück für Wacker.

Für die Statistiker sei gesagt, dass Wacker-Trainer Marcus Vopel in der 66. Minute vom Platz nimmt, dafür kommt Robert Fischer auf den Schneeplatz. Jetzt muss Wacker alles auf eine Karte setzen, muss aber hinten aufpassen, denn Jendrossek hat das 0:2 auf dem Kopf, doch Heidrich rettet mit den Fingerspitzen (78.).

Das Spielende naht: Noch gibt es zwei Freistöße für Wacker. Zum einen versucht es Tunc mit einem Kunststoß, zum anderen Benjamin Halstenberg mit Gewalt. Halstenberg ist derjenige, der die Nordhäuser Fans erlöst, dem Verein einen Punkt und die Weihnachtsfeier rettet. Halstenberg zieht in der Nachspielzeit von halb links ab, der Ball ist im Tor und der Jubel kennt im Schneechaos keine Grenzen. Dabei ist es nur der Ausgleich. Mehr war unter diesen Witterungsbedingungen nicht drin.

Leider, denn damit mussten beide Mannschaften auskommen.
Peter-Stefan Greiner
Autor: red

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