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Dank für Engagement zum Welt-Aids-Tag

Donnerstag, 06. Dezember 2012, 09:51 Uhr
Zum Welt-Aids-Tag organisierte die Aidsberatung des Gesundheitsamtes im Landratsamt gemeinsam mit Schulen und der Fachhochschule Spendenaktionen. Deshalb ein Dank an all diejenigen, die sich den Aktionen angeschlossen hatten...


Mitgemacht haben die Regelschulen Am Förstemannweg, Lessing- und Petersberg-Schule in Nordhausen, die Regelschulen in Ellrich und Wolkramshausen, das Schiller-Gymnasium in Bleicherode, das Herder-Gymnasium in Nordhausen, die Nordhäuser Berufsschulen und die FH. Die Akteure haben alle Interessenten mit umfangreichen Materialien informiert und aufgeklärt.

Mit Aids-Schleifen setzten die Schüler und Studierenden ein Zeichen. Für eine kleine Spende konnten u. a. Kondome erworben werden. Die Spendenaktionen erbrachten einen stolzen Gesamterlös von genau 607,70 Euro, mit dem die Thüringer Aids-Hilfen unterstützt werden. Die Mitarbeiter dieser Vereine kümmern sich auch um Betroffene aus dem Landkreis Nordhausen.

„Ein besonderes Dankeschön gilt an dieser Stelle allen fleißigen Helfern und den Spendern, die damit den Betroffenen ein Stück Lebenshilfe und Lebensqualität gegeben haben“, so die Aidsberaterin im Gesundheitsamt Kathrin Wolff. Außerdem organisierte die Aidsberaterin 12 Gesprächsrunden mit einem HIV-positiven Mann, der seit 1997 jährlich eine Reihe von Veranstaltungen rund um den Welt-Aids-Tag in der Region unterstützt. In diesem Jahr konnten insgesamt 310 Jugendliche interessante Gespräche mit ihm führen.

„Es waren Gespräche, die eine sehr persönliche und intensive Auseinandersetzung mit der Problematik HIV und Aids, aber auch mit Themen wie Liebe, der Umgang miteinander, Verantwortung sich selbst und anderen gegenüber ermöglichten“, sagte Kathrin Wolff.

Der Welt-Aids-Tag am 1. Dezember stand unter dem Motto: Positiv zusammen leben – aber sicher! „Dieses Motto verdeutlicht, dass jede und jeder von uns etwas tun kann, damit wir alle – HIV-Positive, HIV-Negative und Ungetestete – positiv zusammen leben können“, sagte Kathrin Wolff. „Jeder kann Solidarität zeigen und Ausgrenzung abwehren, wenn Menschen mit HIV diskriminiert werden. Und jeder kann selbst aktiv werden, nicht nur am 1. Dezember, sondern an jedem Tag im Jahr.

Zum Beispiel, indem er sich informiert, HIV zum Thema macht, ehrenamtlich arbeitet oder Geld spendet.“ Auch jenseits des Welt-Aids-Tages leistet die Aidsberatung des Landratsamtes über das gesamte Jahr hinweg Präventionsarbeit, beispielsweise in Schulen.

Zurzeit leben mehr als 78.000 Menschen in Deutschland mit HIV und Aids. Nachdem die Zahlen der Neuinfektionen in Deutschland in den letzten Jahren leicht rückläufig waren, so sind aktuell 3.400 Neuinfektionen in Deutschland zu verzeichnen – rund 700 mehr als 2011. Die aktuellen Zahlen des Robert-Koch-Institutes zeigen, dass HIV/Aids-Prävention weiterhin kein Selbstläufer ist und die Anstrengungen fortgesetzt werden müssen, um die Zahl der HIV-Neuinfektionen zu senken.
Autor: psg

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