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Statt malern bald streiken?

Montag, 26. Januar 2004, 18:44 Uhr
Nordhausen (nnz). Im Maler- und Lackiererhandwerk stehen die Zeichen auf Sturm. In der vergangenen Woche informierte die Gewerkschaft ihre Mitglieder im Landkreis Nordhausen.


„Die Arbeitgeber im Maler und Lackiererhandwerk haben sich in der 1. Schlichtungsverhandlung am 22. Januar zu keinem akzeptablen Kompromissvorschlag durchringen können“, stellte Hartmut Koch, Geschäftsführer vom Bezirksverband Nordthüringen der IG Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) fest. „Sie beharren auf ihrem alten Forderungskatalog: Kürzung des Urlaubs, Erhöhung der Arbeitszeit ohne Lohnausgleich, Absenkung der Sozialkassenbeiträge, Verschlechterung der Zusatzversorgungsleistungen für Rentner, Kürzung des zusätzlichen Urlaubsgeldes. Diese Forderungen sind für die IG BAU nicht akzeptabel.“

Deshalb bereitet sich die Gewerkschaft bundesweit auf einen Arbeitskampf im Maler- und Lackiererhandwerk vor. Auf der Infoveranstaltung im Hotel Zur Hoffnung in Werther wurden die Maler und Lackierer über die Verweigerungshaltung der Arbeitgeber aufgeklärt. Der Bezirksverband Nordthüringen bereitet in Nordhausen die Bildung einer örtlichen Streikleitung vor. IG BAU-Geschäftsführer Koch: „Unsere Kollegen sind sauer! Wir waren mit einigen Malern am Donnerstag in Frankfurt und werden auch bei den anstehenden Aktionen dabei sein.“

Die letzte Möglichkeit, im Tarifkonflikt zu einer friedlichen Einigung zu kommen, gibt es im zweiten Schlichtungstermin am Freitag, dem 6. Februar in Frankfurt am Main. „Bisher deutet nichts darauf hin, dass es bei der zweiten Schlichtungsverhandlung zu einem akzeptablen Ergebnis kommen könnte.“ Die IG BAU fordert die Arbeitgeber auf, den Konfrontationskurs zu stoppen und zu einem konstruktiven Dialog zurückzukehren.
Autor: nnz

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