Kunst-Ansichten – Es war einmal
Freitag, 30. November 2012, 08:23 Uhr
Was bekommt der Besucher in der Bildergalerie im historischen Teil der Flohburg Das Nordhausen Museum an Nordhäuser Ansichten ab heute zu sehen? Dieser Fragen ist nnz-Autorin Heidelore Kneffel nachgegangen...
Es handelt sich vor allem um Gemälde, Pastelle, Aquarelle, Druckgrafiken und Zeichnungen, die Sichten zeigen, die in der Mehrzahl so nicht mehr existieren oder gar nicht mehr vorhanden sind. Trotzdem gibt es genug Anhaltspunkte, die eine Einordnung ins Stadtbild ermöglichen.Vielleicht gehen die Besucher, wenn sie sich die Ausstellung betrachtet haben, an die Orte, die sie auf den Kunstwerken erblickt haben und entdecken das Heutige neu.
Nordhausen und seine Stadtmauer gehören seit Jahrhunderten zusammen und deshalb gibt es mehrere Bilder, die dieses Bauwerk in unterschiedlichen Ensembles zeigen. Wir wissen von mehreren Stadttoren, die aber vor allem aus verkehrstechnischen Gründen abgerissen wurden. Eines der Bekanntesten war das Barfüßer Tor, denn es ist auf mehreren Bildern festgehalten worden, weil es einen malerischen Anblick bot.
Ein Gemälde zeigt ein Panorama von Nordhausen mit der Stadtmauer, dem Dom, dem Pulver- oder Schützenturm im Stadtmauerring und dem Barfüßer Tor. Aufschlussreich ist ein Blick auf Nordhausen vom Südwesten her mit der Hanewackerschen Zigarrenfabrik, der Gärtnerei Kaiser mit Teich, der Loge, dem Dom und dem Barfüßer Tor aus dem Jahr 1865.
Der Zwinger am Töpfertor ist für viele ein Begriff, denn den unterirdischen Teil kann man an der Promenade besichtigen. Auch diese Anlage wurde abgerissen, aber es gibt Gemälde und Grafiken, die diesen Stadtteil festhielten. Ein künstlerisches Teil des Zwingers blieb erhalten, weil man es dem Museum anvertraute, die Kreuztragungsgruppe aus Eichenholz. Dieses große Figurenensemble ist in der ständigen Ausstellung zu betrachten.
Sehr romantisch ist eine Sicht über Nordhausen vom Geiersberg her bis zum Kyffhäusergebirge. Die Sonne geht im Westen unter, der Mond hinter dem Kyffhäuser auf und ein Schäfer mit seiner Herde schaut versunken in Richtung des Mondes. Auch eine Ansicht vom Gehege her auf drei Kirchen Nordhausens bewegt das Gemüt.
Die Kirchen, die es bis 1945 gab, sind immer aufs Neue Bildgegenstand gewesen, und in mehreren Bilder ausgestellt, zum Beispiel der Blick von der Grimmelallee auf das Dreilindenhaus und den Dom, die Petrikirche mit der Treppe, die Frauenbergkirche mit dem Kloster.
Auf einer Druckgrafik, die eine Ansicht zwischen der Marktkirche und den Krämern zeigt, sieht man das massive Mauerwerk der Nicolaikirche, die ganz eng am Rathaus und an den Häusern der Krämergasse stand, mindestens so imposant wirkend, wie das neue Gebäude der Kulturbibliothek. Weitere Gemälde zeigen den Kreuzen in Nordhausen an der Altendorfer Stiege um 1930, den Durchgang zum Rähmen von der Frauenberger Stiege aus der gleichen Zeit und die Rähmentreppe
als Abstieg zur Hüterstraße und Vor dem Vogel.
Wir erleben ein Abendkonzert im Gehege im Juli 1861 und entdecken einen ehemaligen Aussichtstempel im Gehege. Eine sehr idyllische Sicht wird mit einem Aquarell gewährt, das den Stadtpark mit dem Schwanenteich und der Schillerbank im Jahr 1909 zeigt.
Uns kommt also zugute, dass die städtischen Museen Kunstwerke kauften oder als Schenkung erhielten.
Heidelore Kneffel
Autor: redEs handelt sich vor allem um Gemälde, Pastelle, Aquarelle, Druckgrafiken und Zeichnungen, die Sichten zeigen, die in der Mehrzahl so nicht mehr existieren oder gar nicht mehr vorhanden sind. Trotzdem gibt es genug Anhaltspunkte, die eine Einordnung ins Stadtbild ermöglichen.Vielleicht gehen die Besucher, wenn sie sich die Ausstellung betrachtet haben, an die Orte, die sie auf den Kunstwerken erblickt haben und entdecken das Heutige neu.
Nordhausen und seine Stadtmauer gehören seit Jahrhunderten zusammen und deshalb gibt es mehrere Bilder, die dieses Bauwerk in unterschiedlichen Ensembles zeigen. Wir wissen von mehreren Stadttoren, die aber vor allem aus verkehrstechnischen Gründen abgerissen wurden. Eines der Bekanntesten war das Barfüßer Tor, denn es ist auf mehreren Bildern festgehalten worden, weil es einen malerischen Anblick bot.
Ein Gemälde zeigt ein Panorama von Nordhausen mit der Stadtmauer, dem Dom, dem Pulver- oder Schützenturm im Stadtmauerring und dem Barfüßer Tor. Aufschlussreich ist ein Blick auf Nordhausen vom Südwesten her mit der Hanewackerschen Zigarrenfabrik, der Gärtnerei Kaiser mit Teich, der Loge, dem Dom und dem Barfüßer Tor aus dem Jahr 1865.
Der Zwinger am Töpfertor ist für viele ein Begriff, denn den unterirdischen Teil kann man an der Promenade besichtigen. Auch diese Anlage wurde abgerissen, aber es gibt Gemälde und Grafiken, die diesen Stadtteil festhielten. Ein künstlerisches Teil des Zwingers blieb erhalten, weil man es dem Museum anvertraute, die Kreuztragungsgruppe aus Eichenholz. Dieses große Figurenensemble ist in der ständigen Ausstellung zu betrachten.
Sehr romantisch ist eine Sicht über Nordhausen vom Geiersberg her bis zum Kyffhäusergebirge. Die Sonne geht im Westen unter, der Mond hinter dem Kyffhäuser auf und ein Schäfer mit seiner Herde schaut versunken in Richtung des Mondes. Auch eine Ansicht vom Gehege her auf drei Kirchen Nordhausens bewegt das Gemüt.
Die Kirchen, die es bis 1945 gab, sind immer aufs Neue Bildgegenstand gewesen, und in mehreren Bilder ausgestellt, zum Beispiel der Blick von der Grimmelallee auf das Dreilindenhaus und den Dom, die Petrikirche mit der Treppe, die Frauenbergkirche mit dem Kloster.
Auf einer Druckgrafik, die eine Ansicht zwischen der Marktkirche und den Krämern zeigt, sieht man das massive Mauerwerk der Nicolaikirche, die ganz eng am Rathaus und an den Häusern der Krämergasse stand, mindestens so imposant wirkend, wie das neue Gebäude der Kulturbibliothek. Weitere Gemälde zeigen den Kreuzen in Nordhausen an der Altendorfer Stiege um 1930, den Durchgang zum Rähmen von der Frauenberger Stiege aus der gleichen Zeit und die Rähmentreppe
als Abstieg zur Hüterstraße und Vor dem Vogel.
Wir erleben ein Abendkonzert im Gehege im Juli 1861 und entdecken einen ehemaligen Aussichtstempel im Gehege. Eine sehr idyllische Sicht wird mit einem Aquarell gewährt, das den Stadtpark mit dem Schwanenteich und der Schillerbank im Jahr 1909 zeigt.
Uns kommt also zugute, dass die städtischen Museen Kunstwerke kauften oder als Schenkung erhielten.
Heidelore Kneffel


